MYANMAR

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Im Herzen Südostasiens, gebettet zwischen den beiden Großmächten China und Indien, liegt die Union von Myanmar. Das vielfältige Land ist Heimat von über 140 ethnischen Gruppen. Nach jahrzehntelanger Isolation und Misswirtschaft öffnet sich Myanmar nun für die Welt, hat aber immer noch mit inneren Spannungen und Bürgerkriegen zu kämpfen. Im Westen leidet die muslimisch geprägte Bevölkerungsgruppe der Rohingya unter der Verachtung und Verfolgung der Mehrheitsbevölkerung, besonders durch ultranationalistische Buddhisten. 

Jenseits des Lächelns

Die Berge des Shan-Staates sind Heimat zahlreicher ethnischer Minderheiten. Sie streben nach Anerkennung und einem selbstbestimmten Leben. Das Volk der Ta’ang kultiviert Tee seit vielen Generationen, die Akha bauen Spezialitätenkaffee in traditionellem Schattenanbau an. Die größte Schwierigkeit für LandwirtInnen und UnternehmerInnen aus dem Nord-Shan sind die anhaltenden Konflikte in der Region. Immer wieder kommt es dort zu Auseinandersetzungen mit der Regierungsarmee. Die Konflikte erschweren den internationalen Handel.

Handeln und Tee trinken

Die intensiven Handelsbeziehungen von Conflictfood mit den Ta’ang ermöglichen, dass die Bäuerinnen und Bauern ein angemessenes und stabiles Einkommen erhalten, außerdem stärken sie auch ihre Identität und stellen sicher, dass die alte Kunst des Teeanbaus erhalten bleibt. Die Teebauern haben sich kürzlich zu einem Verband zusammengeschlossen und investieren Teile ihres Einkommens in Schulungen und Kurse, um ihr Wissen über beispielsweise Erntetechniken und Warenexport zu verbessern. Dieses neue Wissen kann mit traditionellen Praktiken kombiniert und an zukünftige Generationen weitergegeben werden.

Tradition und Kaffee-Innovation

Das Volk der Akha pflegt seit Jahrhunderten ihre traditionsreiche Kultur, mit vielfältigen Bräuchen und Riten. Sie bewirtschaften ihre eigenen Felder, eine Erbe ihrer Vorfahren, das sie bewahren möchten. Als ethnische Minderheit werden sie in Myanmar unterdrückt und in ihrer Existenz bedroht. Nun haben sie sich als Sozialunternehmer*innen zusammengetan. Ihr Ziel ist der Ausbau einer nachhaltigen Kaffeeproduktion und die Stärkung der lokalen Entwicklung. Die Handelsbeziehungen mit Conflictfood öffnen den Akha den Zugang zum europäischen Markt. So können sie ihren Kaffee international als Spezialität etablieren.

Was du bewirkst?

Neue Absatzmärkte eröffnen

Wege aus der Armut ermöglichen

Faires & stabiles Einkommen ermöglichen

Alte Traditionen wiederbeleben

Arbeitsplätze schaffen

Abwanderung stoppen

Identität ethnischer Minderheiten bewahren

Bauern fortbilden und schulen

Friedliche Perspektiven schaffen

Weitere Regionen