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SAFRAN WÄCHST IN DEUTSCHLAND?

Ein Beitrag unseres Gastautors Benedikt Radloff

Das edle Gewürz Safran hat bekanntlich seinen Ursprung in Zentralasien. Aber wer hätte das gedacht: Auch in Deutschland wird Safran angebaut. Mittlerweile gibt es in ganz Deutschland etwa 12 Safranbauern. Einer von ihnen ist Boris Kunert, der das „Rote Gold“ auf einem Feld im beschaulichen Stolpen in der Nähe von Dresden kultiviert.

Überraschenderweise hat der Anbau hier sogar Tradition: Bis ins 16. Jahrhundert erblühte die Knollenpflanze, Crocus Sativus mit lateinischem Namen, auf den Äckern im Leipziger Umland. Bereits der sächsische Geschichtsschreibers Peter von Weiße berichtete von Safran südlich von Leipzig und in der Region zwischen Meißen sowie Dresden.

Originaltext Peter von Weiße, Meißnische Berg und Landchronik 1580

Wagemutig hat es sich der landwirtschaftliche Quereinsteiger Boris Kunert zur Aufgabe gemacht das dunkelrote Edelgewürz auf sächsischen Feldern zu kultivieren. Der ehemalige Journalist wurde bei Recherchen in Frankreich auf das weltweit bekannte Edelgewürz aufmerksam und war sofort angetan:

„Mich hat der Safran von da an einfach fasziniert. als ich herausfand, dass er unter anderem in österreich und der schweiz gedeiht, war ich überzeugt davon, dass es in sachsen auch funktioniert“

Man könnte meinen, dass Sachsen nicht die idealen klimatischen Bedingungen für den Safrananbau bietet, denn bekanntermaßen findet man die Kulturpflanze eher im vorderasiatischen Raum. Doch bestärkt durch den Klimawandel, bietet das Anbaugebiet in der Lausitz gute Wachstumsbedingungen: Die optimalen trocken, kontinentalen Klimaverhältnisse lassen das Krokusgewächs gedeihen.

Von anderen Bauern stets belächelt wagte er nach einer ersten Testphase im eigenen Garten 2014 den entscheidenden Schritt: Der Safranpionier beförderte auf einer Fläche von mehreren tausend Quadratmetern 30.000 Knollen des Safrangewächses in die Erde und siehe da, bereits im darauffolgenden Herbst trug sein wagemutiges Unterfangen Früchte. Zwischen 400 und 800 Gramm werden jedes Jahr eingebracht.

Genau wie in Afghanistan ist auch die Ernte in Deutschland mühevolle Handarbeit. Zunächst muss die violette Blüte gepflückt werden, bevor Kunert und seine Freundin die fragilen Safranfäden herauszupfen können. Anschließend werden die tiefroten Fäden behutsam im eigenen Ofen getrocknet bis der Safran das optimale Aroma entfaltet hat.

Hast du Lust auf einen Geschmackstest bekommen? Probiere doch mal die beiden köstlichen Safranvarianten unterschiedlicher Herkunft aus!

Viel Freude beim Vergleichen!

Erhältlich ist der Safran aus Sachsen hier.

Conflictfood Safran aus Afghanistan erhältst du hier.

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