Die Geschichte des Pfeffers

Pfeffer als Standardgewürz in jedem Haushalt? Das war vor gerade mal 200 Jahren noch unvorstellbar. Nicht ohne Grund wurde Pfeffer auch als schwarzes Gold bezeichnet, denn in Europa konnte sich lange nur eine kleine Oberschicht seinen Genuss leisten.

Wo der Pfeffer wächst

Seinen Ursprung hat das allbekannte Gewürz in Südindien. Schon vor über 4000 Jahren finden sich dort die ersten Erwähnungen von Pfeffer. Nicht nur in der Küche wurde er verwendet, sondern auch für Rituale in Tempeln.

Bereits um 1000 v. Chr. kam Pfeffer nach Ägypten und auch in der traditionellen chinesischen Heilmedizin spielt er schon lange eine Rolle. Den Einzug nach Europa erlebte Pfeffer erst deutlich später: Vor etwa 2500 Jahren gelangte er über persische Händler, die ihn an Griechen und Phönizier verkauften, nach Athen, Sizilien und vermutlich sogar auch Marseille.

Im antiken Griechenland lobte Hippokrates den Pfeffer als Heilmittel. Doch während die kurierende Wirkung des Pfeffers bekannt war, wussten nur wenige in Europa vom Ursprung des “schwarzen Goldes”. Die arabischen Händler machten bewusst ein Geheimnis daraus. Sie verbreiteten abschreckende Geschichten von Drachen und giftigen Schlangen als Wächter der Pfefferplantagen. So wollten sie ihre Monopolstellung über das lukrative Geschäft behalten. Nur eins war allen klar: Das exotische Gewürz kam von weit weg – von da, wo der Pfeffer wächst.

Mit Pfeffer zum Aufstieg

Im 1. Jahrhundert v. Chr. entdeckten die Römer das Geheimnis der Monsunwinde. Dadurch konnten sie schneller nach Indien gelangen und direkte Handelsbeziehungen zur “Pfefferküste” aufbauen. Die arabischen Händler verloren ihre Monopolstellung. Der Pfefferhandel wuchs und damit auch die Lüste der reichen Römer. In Speis und Trank wurde das kostbare Gewürz beigemischt. Zur Dekoration und Verbreitung von Düften durfte es in Schalen – sogenannten Piperatoria – in einem guten Haushalt nicht fehlen.

Auch Roms Feinde wussten von der Kostbarkeit des Pfeffers: Im Jahr 408 musste die Stadt unter anderem Pfeffer an die Goten abgeben, um sich von deren Belagerung freizukaufen.

Nicht nur Rom profitierte mit hohen „Pfefferzöllen“ vom Handel mit dem schwarzen Gold. Im 3. Jahrhundert v. Chr. verhalf Pfeffer Alexandria zum Aufstieg. Über 1000 Jahre später wurde Venedig nach dem Untergang des Römischen Reiches durch den Handel mit Gewürzen wohlhabend.

Auch Einzelpersonen – die „Pfeffersäcke“ – machten gute Geschäfte: Kaufleute aus Nürnberg und Augsburg erwarben in Venedig Pfeffer und verkauften ihn mit einem Aufschlag von bis zu 600% weiter. So entstanden wahrhaft gepfefferte Preise: zwischenzeitlich kostete ein Kilogramm umgerechnet 80.000 Euro!

Wettstreit um die besten Handelsrouten

Wer kennt sie nicht: Die abenteurlichen Geschichten der “Entdeckungsfahrten” des 15. und 16. Jahrhunderts. Doch wusstest du, dass sie auch von der Aussicht auf lukrative Geschäfte mit Gewürzen geprägt waren? Vasco da Gama soll ganz besonders vernarrt in Pfeffer gewesen sein. Die Entdeckung des Seeweges nach Indien über das Kap der guten Hoffnung war daher ein riesiger Erfolg.

Spanien, Portugal und die Niederlande standen in harter Konkurrenz zueinander: Alle wollten sich die besten Zugänge zu den Quellen und Umschlagplätzen des Pfeffers sichern. Die neu gegründeten Handelskompanien wetteiferten miteinander, keine von ihnen schaffte es jedoch je zur Monopolstellung.

Ab dem späten 18. Jahrhundert erlebte der Pfeffer in Europa einen grundlegenden Wandel. In der französischen Küche war das übermäßige Würzen zunehmend verpönt, nur Pfeffer als Standardgewürz blieb davon erspart. Mit immer mehr Handelsrouten nach Indien und neuen Anbaugebieten wurde er auch für das „Einfache Volk“ erschwinglicher.

Kleines Korn, große Macht

Heute macht Pfeffer über 20% der Gewürzimporte nach Deutschland aus. Er darf in keiner Küche fehlen. Doch finden sich auch noch Spuren aus seiner Zeit als schwarzes Gold, zum Beispiel im Begriff der „peppercorn rent“. Im Mittelalter war Pfeffer aufgrund seines hohen Wertes eine anerkannte Währung und wechselste auch beim Grundstückshandel Besitzer. Im englischen Recht beschreibt die Peppercorn Rent noch heute eine symbolische Bezahlung, die einen Vertrag rechtlich bindend macht. Auch umgangssprachlich wird von besonders günstigen „Pfefferkorn-Mieten“ geredet. Die University of Bath in der Nähe von Bristol ist im Genuss einer solchen: Sie zahlt der Stadt jährlich ein einzelnes Pfefferkorn als Miete für ein gepachtetes Grundstück. In einer silbernen Kiste wird es bei einem zeremoniellen Abendessen übergeben.

So werden wir daran erinnert, wie die kleinen schwarzen Körner einst über Macht und Reichtum mitentschieden.

Heute schafft der Pfefferanbau Perspektiven für Kleinbäuer*innen. So auch im Sindora Garten in Kambodscha, wo der einzigartige Kampot Pfeffer inmitten eines wieder zum Leben erweckten Ökosystems gedeiht. Begib dich mit dem Kampot Pfeffer von Conflictfood auf eine genussvolle Zeit- und Weltreise.

FREESOTTO MIT PILZEN

Risotto mal anders

Risotto ist ein wahrer Klassiker in der Küche. Wie vielseitig es sein kann hat bereits unser erstes Rezept für Safran-Risotto gezeigt. Nun wollen wir euch eine neue Variante vorstellen! Diesmal ersetzen wir den Risottoreis mit unserem besonderen Bio-Freekeh aus Palästina, das ihr  in unserem Onlineshop findet. Der rauchige Geschmack des Korns verleiht dem Gericht nämlich eine ganz besondere Note. Wir machen Freesotto!

Zutaten für 4 Portionen

250 g Freekeh
2-3 Zwiebeln
250 g Champignons
½ Bund Petersilie
150 ml Gemüsebrühe
50 g Butter
Olivenöl
Frisch geriebener Parmesan
Salz & frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitungszeit: 35 Minuten

Anleitung

Einen Liter Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Eine Prise Salz, einen Spritzer Olivenöl und das Freekeh dazugeben und weitere 25 Minuten kochen. Die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und in eine heiße Pfanne mit Olivenöl geben. Die grob geschnittenen Champignons hinzufügen und alles andünsten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Das gekochte Freekeh und fein gehackte Petersilie unterheben. Bei ständigem Rühren nach und nach die Gemüsebrühe dazugeben, bis die Konsistenz cremig wird. Eine Flocke Butter und etwas frisch geriebener Parmesan unterziehen. Für ein veganes Gericht kannst du diese Zutaten einfach weglassen. Das Gericht mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken: Fertig!

Das Conflictfood-Team wünscht dir Guten Appetit!

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Wie schmeckt die Küche Myanmars? Ein Gespräch mit Naomi Duguid

Hast du schon einmal burmesische Speisen probiert?

Wenn man sich in Berlin oder anderen Großstädten nach kulinarischen Köstlichkeiten umschaut, wird man schnell fündig. Es gibt die unterschiedlichsten Gerichte aus aller Welt zu entdecken – fast aus aller Welt. Speisen aus Myanmar sind in Europa eher eine Seltenheit.

Das Nationalgericht Mohinga, die traditionellen Shan-Nudeln, das milde Burmesische Curry oder unser Liebling: Der burmesische Teeblätter-Salat Laphet Thoke – wie hier oben im Bild. Das sind nur einige Gerichte aus dem Füllhorn an Speisen, die in den Garküchen Yangons braten und in den Suppentöpfen Mandalays köcheln.

Die Weltenbummlerin, Fotografin und Food-Expertin Naomi Duguid ist dem Zauber des Goldenen Landes verfallen. Ihre Faszination gilt dem Land und seinen unterschiedlichen Kulturen. Kulturen, die man erst über ihr Essen so richtig verstehen lernt, wie sie sagt. Auf ihren Reisen und Begegnungen hat sie Geschichten, Rezepte und Kochtechniken gesammelt und in einem wunderbaren und bildreichen Band Burma – Das Kochbuch zusammengetragen. Ihre Sammlung ist schnell zum Standardwerk der burmesischen Küche geworden und wurde nun auch ins Deutsche übersetzt. 

Burma – Das Kochbuch ist ein kulinarischer Reiseführer für all jene, die die unbekannten Seiten Ostasiens kennenlernen möchten. Naomi Duguid stellt dir viele Menschen und Orte vor und bringt dir die burmesische Kochkunst und traditionellen Essgewohnheiten näher. Illustriert wird das Buch mit tollen Rezept- und Reisefotos.

Wir haben wir uns mit Naomi Duguid über Myanmar und die landestypische Küche unterhalten:

© Wikipedia

Zunächst eine persönliche Frage: Woher stammt deine Liebe zum Kochen?

Es ist nicht unbedingt so, dass ich es liebe zu kochen (ich mag es sehr wohl und habe Spaß daran zu versuchen, Gerichte nachzukochen, die ich gekostet habe), aber ich sehe im Essen viel mehr einen wundervollen Weg, die Welt zu verstehen: Menschen anderer Kulturen, Leute mit den verschiedensten Hintergründen etc. 

Ich liebe die Auseinandersetzung mit Esskultur, kulinarischen Traditionen anderer Orte, Kochutensilien und Zubereitungsarten – mit Menschen anderer Kulturen.

Warum Myanmar? Worin liegen dein persönliches Interesse und deine Verbindung zu diesem fernen Land? 

Myanmar hat mich schon immer interessiert. Als ein Ort, der zwischen Südasien und Süd-Ost-Asien liegt und somit Charakteristika und Geschichte beider Regionen vereint, aber gleichzeitig eine sehr eigene Geschichte hat. 1980 bin ich das erste Mal nach Myanmar gereist. Damals war das Land ziemlich vom Rest der Welt abgeschottet aufgrund der totalitären Regierung, die sich nach dem Putsch 1962 gebildet hatte. Die Wirtschaft lag brach: die einzigen Güter, die die Menschen verlässlich auftreiben konnten, kamen vom Schwarzmarkt, welcher offen bei Tag und Nacht in Aktion war. Aber es existierte eine sehr lebendige Streetfood-Kultur jeder Art von Essen. Myanmar erschien mir ein sehr interessantes Thema, eines das nach Zeit und Aufmerksamkeit verlangte.

Burmesische_Gerichte

Ist die Zubereitung der burmesischen Speisen technisch schwierig?

Nein, keines der Gerichte ist technisch wirklich schwierig. Das einzige Hindernis könnten die Zutaten darstellen. Aber in Berlin, wo ich vor einigen Jahren einen burmesischen Kochkurs gegeben habe, waren wir gut in der Lage, alles Nötige in Asia Märkten aufzutreiben. Die gängigen burmesischen Zutaten sind recht mild und einfach: Schalotten, Erdnüsse, getrocknete Shrimps, Fischsauce und noch einige frische Kräuter, Gewürze.

In europäischen Städten finden wir alle möglichen asiatischen Restaurants, aber die burmesische Küche ist fast nie vertreten. Laut deiner Einschätzung, woran könnte das liegen? 

Restaurants, die Gerichte anderer Kulturen anbieten, entstehen zumeist mit der Ankunft migrierender Bevölkerungsgruppen. Es gibt nicht viele Menschen aus Myanmar, die sich im Exil befinden oder nach Europa auswandern. Die Ausnahme bilden vielleicht einige Gruppen an Burmesen in Großbritannien, aufgrund der Kolonialgeschichte beider Länder. 

Burmesisches_Gericht_Markt

Unsere Kund*innen lieben den Ingwer aus Myanmar. Wie verwendest du diesen?

Getrockneter Ingwer ist ein tolles Gewürz! Man kann es nicht wirklich als Ersatz für frischen Ingwer verwenden, aber dafür ist es selbst eine großartige Zutat. Ich würde vorschlagen, den getrockneten Ingwer zum Beispiel einem heißen Limonadengetränk hinzufügen, welches ich jeden Morgen selbst trinke, oder ihn beim Backen zu verwenden.

Was verstehen Burmesen unter Gastfreundschaft? 

Meine Erfahrungen in Myanmar, wo es jahrelang eine totalitäre Regierung gegeben hatte, ist, dass die Menschen (oft berechtigterweise) Angst vor möglichen Konsequenzen haben dabei gesehen zu werden, wie sie mit Fremden sprechen oder diese gar zu sich einladen. Aber wenn einmal die Gelegenheit zu einem Gespräch oder einem geteilten Essen auf dem Markt aufkommt, oder gar das Privileg, zu jemandem nach Hause eingeladen zu werden, dann herrscht eine enorme Großzügigkeit und uneingeschränkte Gastfreundschaft.

Möchtest du unseren Leser*innen gerne noch etwas mitgeben? 

Ich glaube jede*r empfindet die Situation im Land als sehr angespannt und ich bin mir sicher, dass dort jede Menge großer, partikularer Interessen am Spiel sind. Myanmar ist für Indien und China schließlich auch ein geopolitisch unerlässlicher Ort. Ich bitte jede*n, ein Auge auf die Geschehnisse und Nachrichten zu haben, die Myanmar verlassen, ebenso auf die fehlenden Nachrichten. Denn die Regierung versucht die Nachrichten über die Kriegsverbrechen der Armee mit allen Mitteln zu vertuschen.

Glaubt nicht, dass nur weil ihr nichts zu Ohren bekommt, dass dort nichts Schlimmes von statten geht. Bleibt aufmerksam und hört nicht auf zu fragen! Und versucht am besten verschiedenen burmesischen online-Nachrichtensendern zu folgen. 

“Danke” für das spannende Gespräch, Naomi!

Burma – Das Kochbuch erhältst du in unserem Shop!

Das Conflictfood-Team wünscht dir viel Spaß beim Eintauchen in die burmesische Küche!

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Tipps für deine Kaffeezubereitung

Wie trinkst du deinen Kaffee am liebsten?

Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso, Mokka, Filterkaffee…  Für jeden Geschmack ist etwas dabei.  Wusstest du, dass es schon bei der Zubereitung von purem Kaffee zig verschiedene Möglichkeiten gibt? Wahrscheinlich hast du für dich bereits eine Variante gefunden, die sich in deinem Alltag gut macht oder dir am besten schmeckt. Und dennoch enthält dieser Beitrag vielleicht noch den ein oder anderen Tipp, wie du deinen Kaffeegenuss noch perfektionieren könntest. Oder vielleicht hast du einfach Lust, deinen Alltag etwas abwechslungsreicher zu gestalten und würdest gern neue Kaffeezubereitungsarten kennenlernen. Wir haben für dich einige der gängigsten Varianten recherchiert und kurz zusammengefasst.

Allgemein gilt...

Lass die Bohnen am besten in ihrer Originalverpackung mit Aromaverschluss. Denn beim Umfüllen kommen sie in Kontakt mit Sauerstoff und oxidieren, dies mindert ihre Qualität und anschließend den Geschmack des Kaffees.
Unabhängig dessen, wie du deinen Kaffee schließlich zubereiten möchtest, empfehlen wir dir, die Bohnen frisch zu mahlen, denn als Pulver verliert er schneller an Aroma.
Die richtige Wassertemperatur ist ebenso entscheidend für den Geschmack. Zu heißes Wasser führt dazu, dass der Kaffee verbrennt, die Aromen zu schnell verfliegen und Bitterstoffe freigesetzt werden. Bei zu kaltem Wasser (kälter als 85 Grad) wiederum, schmeckt der Kaffee schnell sauer. Wir raten dir daher das aufgekochte Wasser wenige Minuten stehen zu lassen, bis es eine Temperatur zwischen 90 und 95 Grad erreicht.

Zubereitungsarten

  1. Handfilter
  2. Filterkaffeemaschine
  3. French Press
  4. Espressokocher
  5. Siebträger-Espressomaschine
  6. Mokka
  7. Cold Brew

1. Handfilter

Der Handfilter ist ein Klassiker unter den Zubereitungsarten und liegt wieder voll im Trend. Vorteil dieser manuellen Kaffeezubereitung ist, dass du nahezu alle Faktoren selbst beeinflussen und so dein optimales Geschmackserlebnis erzielen kannst. Für den Handfilter solltest du einen mittleren Mahlgrad wählen, damit sich die Aromastoffe gleichmäßig beim Aufbrühen aus dem Kaffeepulver herauslösen können. Für die Zubereitung mit dem Handfilter empfehlen wir 32 g Kaffeepulver auf 500 ml Wasser zu verwenden. Hast du den Papierfilter in den Handfilter eingesetzt, solltest du ihn erst kurz mit heißem Wasser durchspülen. Dadurch verschwindet der leichte Eigengeschmack des Papiers. Oder du benutzt gleich einen wiederverwendbaren Metallfilter. Du füllst nun das Kaffeepulver ein. Der Kniff  beim Handfilter liegt schließlich im richtigen Aufgießen. Hierbei ist es ratsam, wenn du das Kaffeepulver zunächst mit etwas Wasser befeuchtest, bis es vollständig bedeckt ist, und dann eine halbe Minute wartest, sodass der Kaffee zu quellen beginnt. Anschließend kannst du das Wasser langsam und gleichmäßig in kreisenden Bewegungen hinzugeben. Ist der Filter mit Wasser gefüllt, gießt du das Wasser nur noch in dünnem Strahl in der Mitte dazu, um das Wasserniveau zu halten. Nach 3 bis 4 Minuten ist der Kaffee fertig. Braucht er mehr oder weniger Zeit, solltest du den Mahlgrad anpassen.

2. Filterkaffeemaschine

Auch wenn die klassische Filtermaschine teilweise in Verruf geraten ist und lange Zeit Kaffeevollautomaten als Nonplusultra galten, ist sie nun wieder auf dem Vormarsch. Die Filterkaffeemaschine funktioniert ähnlich wie der Handfilter, nur dass die Maschine das Aufbrühen für dich übernimmt. Für einen Liter Wasser empfehlen wir dir 65 g Kaffeepulver zu verwenden. Das entspricht zirka 5,5 bis 7 gehäufte Esslöffel. Für eine Tasse (200 ml) reichen bereits 12 g aus, was etwa 1 bis 1,5 gehäuften Esslöffeln entspricht. Auch für die Filtermaschine solltest du deinen Kaffee frisch mit mittlerer Einstellung mahlen. Lässt sich der Filterhalter deiner Kaffeemaschine entnehmen, kannst du nach dem Einsetzen des Papierfilters etwas warmes Wasser durch diesen laufen lassen, um Partikel und Papiergeschmack zu beseitigen. Fülle nun das Kaffeepulver hinein und schüttle den Filter ein wenig, damit der Kaffee möglichst eben aufliegt. Nun musst du nur noch die entsprechende Wassermenge in den Wassertank füllen und los geht’s.

3. French Press

Sehr beliebt ist auch die French Press. Sie ist einfach zu bedienen, schnell zu reinigen und braucht zudem keinen Papierfilter. Der Kaffee behält einen volleren Geschmack als bei einer Zubereitung mit Filter, da das Metallsieb der French Press die Fette und Öle des Kaffees nicht herausfiltert. Am besten eignet sich auch für diese Zubereitungsart ein mittlerer Mahlgrad, ein bisschen gröber als beim Handfilter. Wir empfehlen dir ebenfalls etwa 65 g Kaffeepulver auf einen Liter Wasser (5,5 bis 7 voll gehäufte Esslöffel) zu verwenden. Unser Tipp: spüle die Glaskanne mit heißem Wasser aus, um sie anzuwärmen und fülle erst dann das Kaffeepulver hinein. Gieße das optimal auf 96 Grad abgekühlte Wasser zügig in die Glaskanne mit dem Kaffeepulver. Rühe nun um, so kann sich das Kaffeepulver optimal verteilen und die Kaffeearomen werden herausgelöst. Oft setzt sich ein Teil des Pulvers an der Oberfläche ab, daher am besten schon den Deckel aufsetzen und ihn leicht herunterdrücken. Für den optimalen Geschmack solltest du dem Kaffee 4 Minuten Zeit geben. Bei zu viel Zeit schmeckt der Kaffee bitter und bei zu wenig wird er dünn und wässrig. Rühre den Kaffee nach etwa 3,5 Minuten zweimal um und schöpfe dann den Schaum ab. Nun ist es so weit und du kannst den Siebstempel langsam und gleichmäßig herunterdrücken. Wir empfehlen dir den Kaffee direkt auszuschenken oder in eine andere Kanne umzufüllen, da das Getränk sonst weiter nachzieht.

4. Espressokocher

Keine Art Kaffee zu brühen versetzt dich so schnell in Urlaubsstimmung wie das Herdkännchen. Der klassische achteckige Espressokocher von Bialetti und der Duft nach frischem Espresso lassen dich schnell in Erinnerung an den letzten Italienurlaub schwelgen. Sobald du weißt, wie du die typischen Fehler dieser Zubereitungsmethode vermeidest, wartet auch ein vollmundig-aromatisches Geschmackserlebnis auf dich. 

Für das Herdkännchen solltest du unbedingt das Kaffeepulver fein bis mittelfein mahlen. Es muss gröber sein als bei der Espressomaschine, aber feiner als beim Filterkaffee. Nimmst du einen Espresso-Mahlgrad ist das Pulver zu fein, was zu bitterem Geschmack führen kann. Ist es zu grob, entfaltet es nicht den vollen Geschmack. Ein guter Tipp ist es auch, warmes Wasser in den unteren Teil der Herdkanne bis kurz unter das Ventil zu füllen. Dies hat den Hintergrund, dass kaltes Wasser länger braucht bis es zu kochen beginnt und das Metall sowie das Kaffeepulver währenddessen zu stark erhitzen. Dies kann ebenfalls einen bitteren Geschmack zur Folge haben. Nachdem die Kanne mit Wasser befüllt ist, setzt du den Metallfilter ein und befüllst ihn vollständig mit Kaffeepulver, ohne dieses jedoch stark anzudrücken. Schraube nun die beiden Teile der Kanne zusammen und stelle den Espressokocher bei mittlerer Hitze auf den Herd, um das Wasser langsam zum Kochen zu bringen. Sobald du ein sprudelnd-zischendes Geräusch hörst, nimmst du die Kanne vom Herd. Dann läuft der Kaffee in den oberen Teil der Kanne und die Resthitze reicht aus, um auch das restliche Wasser aufsteigen zu lassen. Behältst du die Kanne weiter auf dem Herd, kann der Kaffee anfangen zu verbrennen. Fülle den Kaffee direkt in die Tasse und genieße ihn.

5. Siebträger-Espressomaschine

© Coffee Circle

Für viele ist ein Espresso aus einer Siebträgermaschine die Zubereitungsmethode schlechthin. Für den perfekten Espresso gibt es allerdings auch einiges zu beachten. Die Maschine braucht genügend Zeit zum Vorheizen, um die richtige Brühtemperatur zu erreichen. Auch die Tasse sollte vorgewärmt werden, da Espresso besonders empfindlich auf Temperaturschwankungen reagiert. Den Siebträger solltest du zudem mit einem Tuch reinigen und abtrocknen, damit die Kaffeeöle die beim vorherigen Espresso freigesetzt wurden den nächsten Espresso nicht negativ beeinflussen. 

Sind die ersten Vorbereitungen getroffen, kann der Kaffee in der feinsten Einstellung am besten direkt in den Siebträger gemahlen werden. Der Siebträger sollte leicht gehäuft gefüllt sein, was 16 bis 18 g Espresso entspricht. Gehe mit deinem Zeigefinger einmal ohne Druck über den Siebträger, um eine gerade Oberfläche zu schaffen. Damit bereitest du den nächsten Schritt vor, das Tampen. Hierbei wird das Espresso-Kaffeepulver mit einem metallischen Stampfer gleichmäßig zusammengedrückt, damit es eine feste und glatte Oberfläche bildet. Alle Pulverreste vom Rand entfernen. Bevor du den Siebträger einsetzt ist es wichtig, die Brühgruppe mit heißem Wasser durchzuspülen, um sie von möglichen Kaffeeresten zu reinigen und um zu verhindern, dass diese den Geschmack verfälschen. Nun kannst du die vorgewärmte Tasse unter die Trägeröffnung stellen und den Espresso durchlaufen lassen. Nach 25 bis 35 Sekunden sollte dein Espresso fertig sein.

6. Mokka

Das traditionelle Aufgießen von Kaffeepulver mit heißem Wasser und den daraufhin in der Tasse verbleibenden Kaffeesatz kennen viele als türkischen, arabischen oder griechischen Kaffee oder auch als Mokka – nicht zu verwechseln mit dem schokoladigen Mocha. Dass hierzu aber auch noch ein paar mehr Schritte gehören und es viele Variationen der Zubereitung gibt, vergessen einige. 

Für die volle Entfaltung der Aromen und die Entstehung des in dieser Zubereitung essentiellen Kaffeeschaumes, ist wichtig, dass du die Bohnen so fein wie möglich mahlst, noch feiner als Espressopulver. Das Wasser erhitzt du dann in einem kleinen Topf oder einer traditionellen Metallkanne, auch Ibrik oder Cezve  genannt. Kurz bevor es anfängt zu kochen, rührst du den Kaffeestaub – etwa 1 bis 2 Teelöffel pro Tasse Wasser – und etwas Zucker in das heiße Wasser bis sich der Zucker auflöst und der Kaffee zu Boden gesunken ist. Nun lässt du das Ganze langsam weiter erhitzen, sodass das Aroma ausreichend Zeit hat, sich voll zu entfalten und rührst nicht mehr. Der Kaffee ist bereit, sobald der Kaffeeschaum am Rand aufsteigt. Du schöpfst den Mokkaschaum ab und gießt erst danach den Rest in die Tassen. Manche raten auch, nach Abschöpfen des Schaumes, die Kanne erneut mehrfach langsam aufkochen zu lassen und zwischendurch immer wieder kurz von der Platte zu nehmen. Abwechslungsreich kannst du deinen Kaffee auch noch mit Kardamon, Nelken, Rosenwasser oder Zimt verfeinern.

7. Cold Brew

Für den perfekten Cold Brew musst du Zeit einplanen. Am besten bereitest du ihn am Abend vor, damit du ihn morgens direkt genießen kannst. Wie der Name bereits verrät, wird der Kaffee nicht mit heißem Wasser aufgekocht, sondern entfaltet seinen Geschmack während der Ziehzeit von zirka 12 Stunden in kaltem Wasser. Der Vorteil an dieser Methode ist, dass der Kaffee durch die kalte und langsame Zubereitung etwa 70 % weniger Säuren und Bitterstoffe enthält als klassisch aufgebrühter Kaffee. Damit der Cold Brew perfekt gelingt, benötigst du einen Cold Brew Kaffeebereiter und du solltest einige Schritte befolgen. Zu Anfang mahle 100 g Kaffee grob und gieße 1 L kaltes Wasser darauf. Dann gut umrühren. Das Zubereitungsgefäß musst du anschließend abdecken und es für mindestens 12 Stunden im Kühlschrank stehen lassen. Nachdem der Kaffee genug Zeit hatte zum Ziehen, filterst du den Kaffee. Anschließend kannst du den Cold Brew mit ein paar Eiswürfeln pur oder mit Milch genießen. Als kleiner Geheimtipp lässt sich der kalt-extrahierte Kaffee auch mit Fruchtsäften in Verbindung genießen.

Unser Geheimtipp zum Schluss

Es steht nun nichts mehr zwischen dir und dem perfekt aufgebrühten Kaffee am Morgen. Unser kleiner, nicht so geheime Geheimtipp an dich ist: Unser Jadae Kaffee mit seiner tendenziell eher hellen Röstung schmeckt uns besonders gut, bei einer Aufbrühung mit dem Handfilter oder der Filterkaffeemaschine. Du kannst ihn aber natürlich auch für deine Lieblingszubereitungsart verwenden.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen! 
Dein Conflictfood-Team

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Der Militärputsch befeuert das Goldene Dreieck

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Dieses undatierte Bild, vom UN Office on Drugsand Crime (UNODC), zeigt blühende Mohnblumen in den Bergen des östlichen Shan-Staates in Myanmar.

Im ersten Teil hast Du von der Geschichte und den Umständen des Opiumanbaus im Goldenen Dreieck erfahren. Hier erhältst du einen Einblick in die Geschehnisse seit dem Militärputsch in Myanmar.

Vor dem Coup

Der Anbau von Schlafmohn hat im Goldenen Dreieck eine lange Geschichte, die einfach nicht enden will. Im Laufe der Geschichte wurde die Produktion des Opiums in Myanmar durch verschiedene Bedingungen gefördert, aber vor allem die Korruption und Konflikte im Vielvölkerstaat schufen einen Nährboden für die Drogenproduktion und den Drogenhandel. Vor allem im Shan-Staat können sich bewaffneten Gruppierungen durch ihn finanzieren. 

 

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Nach dem Coup

Durch den Militärputsch im Februar 2021 und dem seither anhaltenden Bürgerkrieg wurde Öl ins Feuer gegossen. Die ohnehin geschwächte Wirtschaft, leidet unter dem Verlust internationaler Investoren und ist stark eingeschränkt durch Sanktionen. Für die Bevölkerung überlebenswichtige Mittel werden zurückgehalten und im Kampf gegen die Demokratiebewegung eingesetzt. Diese Notlage konnten einzelne bewaffnete ethnische Minderheiten, die im Drogenhandel verwickelt sind, nutzen und ihren Einfluss und ihr Territorium vergrößern.

All das führte dazu, dass die Schattenwirtschaft hinter der Mohnpflanze wieder beschleunigt wurden, wodurch die Zahlen der Drogenproduktion und des Drogenschmuggels in die Höhe schnellten. Seit 2014 war eine stetige Abnahme des Opiumanbaus zu beobachten. Während aber 2020 noch auf 29.500 Hektar Roh-Opium produziert wurde, waren es 2021 bereits wieder 30.200 Hektar. 80% davon im Shan-Staat. Hinzu kommt die Produktion synthetischer Drogen. Diese sind gegenüber dem Schlafmohn oft attraktiver, da sie in ihrer Herstellung wesentlich einfacher sind und ein geringeres Risiko bedeuten. Auch der Gewinn ist meist höher da synthetische Drogen höher potenziert verkauft werden.Gemeinsam mit Opium werden die Drogen überwiegend im Shan-Staat produziert und durch das Goldene Dreieck in Südostasien und dem Rest der Welt verbreitet. Für die Bevölkerung bedeutet dies einen Rückfall in die Schattenwirtschaft, zurück in einen Teufelskreis aus illegalem Drogenhandel und Konflikten.

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Hoffnungsvolle Alternativen

Daher ist die Produktion des Spezialitätenkaffees durch das Volk der Akha, und die Tee- und Ingwerernte im Volk der Ta´ang besonders wichtig. Beides sind erfolgreiche Alternativen, denn durch fairen und direkten Handel haben es diese ethnischen Gruppen geschafft aus der Schattenwirtschaft zu entkommen. Ihre Alternativen müssen besonders jetzt weiter gefördert werden damit sie auch weiter als Hoffnung und Inspiration stehen für andere im „Goldenen Dreieck“, und ganz Myanmar.

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Dumpingpreise versus Fairer Handel

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Jeder Mensch sollte  in der Lage sein ein gutes Leben von seinem erarbeiteten Lohn zu führen. Tatsache ist jedoch, dass die Löhne besonders für Erzeuger*innen im Globalen Süden häufig nicht einmal mehr die Produktionskosten decken. Dazu kommen schlechte Arbeitsbedingungen bis hin zu Menschenrechtsverletzungen, die das Leben der Arbeiter*innen erschwert. Konkret kann das den freien Fall unter die Grenze des Existenzminimums und schwere gesundheitliche Schäden bedeuten.

Dennoch fahren globale Unternehmen exorbitante Gewinne ein. Allein durch ihre Position am Verhandlungstisch haben sie die Möglichkeit die Preise festzulegen. Bäuerinnen und Bauern haben häufig keine andere Wahl als ihr Agrarprodukt unter dem Wert zu verkaufen. Mit derartigen Dumpingpreisen wird der Ruf nach Gerechtigkeit in der gesamten Lieferkette immer noch ignoriert. Wie geht es unseren Partner*innen in Myanmar? Welche Auswirkungen haben der Militärputsch auf sie? Wir sprechen mit BuSaw, der Geschäftsführerin und Kaffeeexpertin, über ihre aktuelle Lage.

Seit einem halben Jahrhundert aktiv

 

Seit nunmehr 50 Jahren gibt es konstante und wichtige Gegenposition zu dieser Spirale aus Gier und Ausbeutung – die Weltladen Bewegung. 

Anfang der 1970er Jahre begannen junge Menschen weltweit gegen die wachsende Ungerechtigkeit im Welthandel zu protestieren, mehr als 30.000 nahmen in Deutschland an sogenannten Hungermärschen teil. Die “Aktion Dritte Welt Handel” entstand und im Jahr 1973 eröffnete der erste “Dritte Welt Laden” in Stuttgart. Schnell wuchs die Bewegung an; heute engagieren sich deutschlandweit etwa 100.000 Menschen in über 900 Weltläden!
Von ihrem eigentlichen Ziel, sich selbst überflüssig zu machen, sind sie weit entfernt, denn der Bedarf nach mehr Gerechtigkeit weltweit scheint größer als je zuvor.



Gemeinsam für globale Gerechtigkeit

 

Um die Vision einer gerechten Wirtschaft umzusetzen, erwartet der Weltladen Dachverband von seinen Mitgliedern und Lieferanten heute die Umsetzung strenger Kriterien. Dazu gehört der faire Handel mit Handelspartnern, in dem der Austausch ohne Umwege und zu gerechten Preisen geschieht. Im Vordergrund stehen die Arbeitsbedingungen der Menschen, die sich der internationalen Konvention für Arbeit fügt und unter anderem Diskriminierung, Kinder- und Zwangsarbeit verbietet.  Alle Arbeits- und Lieferprozesse müssen im Zuge eines kostenpflichtigen Prüfverfahrens offen dargelegt werden. 

Ebenso wie für den Weltladen Dachverband stehen die Arbeitsbedingungen unserer Handelspartner*innen an erster Stelle für uns. Daher halten wir ununterbrochen Kontakt zu unserem Lieferant*innen und überprüfen die Situation vor Ort regelmäßig selbst. Durch diesen direkten Handel sind wir ebenso in der Lage für faire Löhne zu sorgen, denn wir legen diese nicht fest. Unsere Erzeuger*innen wissen selbst am besten, wie die Preise ihrer Produkte gestaltet werden sollte, um die Kosten und den Lohn zu decken. Sie bestimmen den Wert ihrer Produkte selbst! Um ein Bewusstsein für diesen fairen Handel zu schaffen, stehen wir auch für absolute Transparenz ein. Ein Beispiel: Auf jeder unserer Packungen findest du einen QR-Code, der dich punktgenau zum Ort des Anbaus führt sowie den Weg und die Hintergründe des Produkts für dich erlebbar macht.

Auch wir haben uns der aufwendigen, mehrmonatigen Prüfung beim Weltladen Dachverband gestellt und erfolgreich abgeschlossen: Conflictfood ist als anerkannter Lieferant der deutschen Weltläden! Wir sind mächtig stolz, Teil dieser starken Bewegung zu sein! Vielleicht gibt es das eine oder andere Friednespäckchen auch im Weltladen in deiner Stadt. Schau mal nach!

 

INTERVIEW

Weltladen Dachverband mit Salem El-Mogaddedi und Gernot Würtenberger / Conflictfood

Weltladen:
Was sind eure Erfahrungen mit Preis- und Kostendruck? Wie gelingt es euch trotzdem
fair zu handeln?

Salem El-Mogaddedi:
Der Preisdruck ist für uns und unsere Partner*innen immer spürbar. Er ist allgegenwärtig.  Aber wir lassen uns davon nicht beeindrucken, denn wir üben keinen Druck auf unsere Handelspartner*innen aus. Sie legen den Preis für ihre Erzeugnisse selbst fest und sind in der Lage eine Kalkulation aufzustellen, die sie für fair halten und mit der sie ihre Kosten und ihren Lebensunterhalt decken können. Wir bieten unseren Handelspartner*innen  die Sicherheit, die Ware zu Preisen abzunehmen, die an anderer Stelle nicht konkurrenzfähig wären. Das machen wir nicht aus Wohltätigkeit, denn wir sind uns sicher, die Qualität der Ware, und die Arbeit, die in ihr steckt, ist es wert. Daher wollen wir auch nicht, dass unsere Produkte aus Mitleid gekauft werden, sondern für die hohe Qualität (und die Solidarität), die sie bieten. 

Weltladen:
Was ist deine Einschätzung: Warum gibt es überhaupt Preise unterhalb der Produktionskosten? Was sind die Erfahrungen eurer Handelspartner damit?

Gernot Würtenberger:
Wie schon erwähnt ist der Preisdruck immer da. Aufgrund der großen Konkurrenz auf dem Markt muss jedes Unternehmen knallhart kalkulieren, wodurch versucht wird sich gegenseitig im Preis zu unterbieten. Vor allem in Krisenzeiten, in denen wir alle Unterstützung brauchen, geht  der Griff in das Supermarktregal letztlich zum günstigeren Angebot. Damit der Verkaufspreis so günstig sein kann, und auch für den Verkäufer ein Gewinn abfällt, müssen die Einkaufspreise noch niedriger ausfallen. Trotz dieser knappen Kalkulation versuchen große Lebensmittelkonzerne, wie Nestlé, Coca Cola und Co., ihre Gewinnmarge zu maximieren und ignorieren, dass viele Erzeuger*innen durch ihre Gier unter das Existenzminimum fallen. Der Wohlstand großer Lebensmittelkonzern –  und damit unsere günstigen Preise – sind nicht verdient, sondern der Existenz anderer entrissen. 

Weltladen:
Wie laufen Preisverhandlungen innerhalb eurer Handelspartnerschaften ab? Wie
entstehen Preise bei euch?

Salem El-Mogaddedi :
Jede Partnerschaft ist individuell, jedes gehandelte Produkt hat andere Regeln. 

Zwei Beispiele: Wenn uns Frau BuSaw aus Shan State/ Myanmar ihre jährliche Kaffeeernte verkauft, kennt sie den Wert ihrer Ware. Sie ist Unternehmerin, orientiert sich am Preis für fairen Specialty Coffee. Sie kalkuliert einen Mehrpreis ein, der ihrem Team in dieser umkämpften Region Sicherheit ermöglicht und plant Investitionen für die nächste Ernte mit ein. Von uns gibt es darauf einen Handschlag und wir zahlen diesen Preis.

Der Handel mit dem Frauenkollektiv in Afghanistan ist etwas komplexer. Die Gemeinschaft besteht aus vielen Familien, manche ernten Safran im Vollerwerb, einige nebenbei. Schon früh im Jahr gehen wir in den Austausch und besprechen den jährlichen Bedarf. Nicht nur die politische Situation, auch Klima und Versorgungslage ändern sich in Afghanistan und sind extremen Schwankungen unterworfen. Seit letztem Jahr begleitet uns die Britische NGO Hand in Hand beim Aufbau von effizienteren und für die Frauen noch lukrativeren Arbeitsabläufen. Gleichzeitig stellen wir mit ihnen auf zertifiziert ökologischen Landbau. Bald gibt es also den ersten afghanischen Bio-Safran. Um den Frauen Planungssicherheit in diesen unruhigen Zeiten zu geben, zahlen wir den Preis für Bio-Safran schon seit einigen Jahren, das entspricht über  ⅓ mehr als dem Handelspreis vor Ort. Diese Sicherheit und Regelmäßigkeit wird geschätzt und wird uns als hilfreich zurück kommuniziert. 

Weltladen:
Welche Rolle spielen existenzsichernde Einkommen in euren Handelsbeziehungen und
in eurer Preisbildung?

Gernot Würtenberger:
Wenn wir von Existenzsicherung, sprechen wir von der Erhaltung des physischen und soziokulturellen Existenzminimums. Das Leben sollte aber mehr sein. Existenzsichernde Einkommen sind in unseren Handelsbeziehungen also das Minimum. Unser Ziel ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit unserer Handelspartner. Nur so sind sie in der Lage selbstbestimmt ihr Leben zu führen und die Gesellschaft und das Land mitzugestalten. Besonders marginalisierte Minderheiten sind darauf angewiesen, um ihre Kultur zu erhalten und zukunftsfähige Perspektiven nach ihren eigenen Vorstellungen zu schaffen. 

Daher soll unser Handel auch ein Leben ermöglichen, in dem es mehr als nur ein Existenzminimum zu erfahren gibt. Alleine können wir das nicht schaffen, aber als ein Abnehmer von Vielen ist es möglich! Conflictfood ist zwar in der Regel der einzige Handelspartner in Europa, doch unsere Handelspartner:innen vertreiben ihre Waren bereits regional und überregional. Der Safran wird beispielsweise am lokalen Markt in Herat verkauft. Die gelben Enden der Safranfäden, die hier keine Verwendung haben, werden z.B. nach Indien für das Färben von Süßspeisen verkauft.

Weltladen:
Wie geht ihr – im Vergleich zum konventionellen Handel – mit den Herausforderungen der Corona-Pandemie um? Welchen Unterschied macht dies für eure Handelspartner?

Salem El-Mogaddedi :
Wie der Rest der Welt wurden auch wir nicht durch die Corona-Pandemie verschont. Auch wir hatten mit den verschiedensten Problemen zu kämpfen. Die Corona-Pandemie richtete ein Brennglas auf die soziale Ungleichheit in in der Weltwirtschaft und verschärfte bestehende Probleme. Unsere Arbeit und Sozialunternehmertum generell ist also wichtiger denn je! 

Hinzu kommen andere Krisen, die diesen Effekt verschärfen. Die erneute Machtübernahme der Taliban in Afghanistan und der andauernde Bürgerkrieg in Myanmar erschweren die Arbeit unserer Partner*innen vor Ort und drohen das Erreichte zu zerstören. Kleine Unternehmen wie wir haben keine Rücklagen gebildet und könne längere Durststrecken nicht so einfach durchtauchen wir große Strukturen das können. Der faire Warenankauf bleibt aber ein wichtiger Eckpfeiler unserer Strategie und trotz der aktuellen Herausforderungen werden wir in den nächsten Wochen neue Kooperationen mit Unternehmen in Südostasien und Ostafrika einfädeln. Es gibt also bald neue Köstlichkeiten im Conflictfood-Sortiment!

Weltladen:
Wie könnten sich eure Handelspartnerschaften in der Zukunft weiter entwickeln?

Gernot Würtenberger:
Wir werden unsere Transparenz ausbauen und versuchen andere Unternehmen zu inspirieren sich diesem Thema zu widmen. Wenn wir damit Erfolg haben helfen wir auch gerne bei der Kontaktsuche, denn unsere Handelsbeziehungen sind nie exklusiv – ganz im Gegenteil. Wir vermitteln Kontakte gerne an befreundete Unternehmen weiter, wenn wir wissen, dass die Handelspartner wachsen wollen. Eine gute Vernetzung zu anderen Sozialunternehmen ist eben besonders wichtig. 

Wir werden auch unseren Wirkungskreis, ausgeglichen auf alle Partner*innen, weiter ausbauen um die Bedeutung unserer Arbeit mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen. 

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SNACK-ATTACK: SAFRAN-POPCORN

Der Snack-Trend mit besonderer Note

Im Kino ist der gepoppte Mais ohnehin unverzichtbar, seit ein-zwei Jahren knallt es aber auch öfter in den deutschen Küchen. Popcorn ist der neue Snack-Trend! Liegt es an den vielen Geschmacksvarianten, am fehlenden Gluten oder am charmanten Geräusch in der Pfanne? Wir wissen es auch nicht so genau. Auch die Frage ob süß oder salzig spaltet das Conflictfood Team. Bei dieser Frage hat sich vermutlich schon so manches Paar beim Kinobesuch verkracht.

Und du: Bist du Team Salz oder Team Zucker?

Für beide Varianten gilt: Frisch gepoppt ist schon mal die halbe Miete. Und mit Safran, der Königin der Gewürze, wird jeder Puffmais zur Hammer-Snack-Attack!

Zutaten für 2 Portionen

Eine Handvoll Popcorn-Mais
2 EL Sonnenblumenöl
1 EL Olivenöl oder Butter
2 TL Puderzucker oder 1 TL Salz
0,1 Gramm Safran, fein gemörsert oder klitzeklein gehackt
1 großer Topf mit passendem Deckel, auch ein Wok eignet sich gut

Zubereitungszeit: 10 Minuten

Anleitung

Die Maiskörner gut mit dem Sonnenblumenöl vermischen, flach und gleichmäßig auf dem Boden eines großen Topfes verteilen. Eine Schicht Körner genügt! Rechtzeitig den Deckel drauf, denn gleich geht es los: Ping! Peng! Popp!

Bewege den Topf gut durch, bis das Poppen langsam nachlässt und aufgehört hat. Nun hebe flink den Deckel auf und gib alle Gewürze und Öl/Butter dazu. Drücke den Decken wieder drauf und schüttle und wackle mit dem Topf, bis du das Gefühl hast, dass jedes gepuffte Korn mit der Gewürzmischung ordentlich eingekleidet wurde.

Hebe nun die herrlich goldfarbenen Popcorn aus dem Topf in eine Schüssel. Sortiere eventuell nicht aufgeplatzte Maiskörner aus, diese sammeln sich alle am Boden deines Topfes. Fertig ist deine Snack-Attack! 

Das Conflictfood-Team wünscht dir Guten Appetit!

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Ein Jahr nach dem Putsch. Wie geht es unseren Partner*innen in Myanmar?

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Im Schatten grüner Wälder sprießt die Hoffnung der Akha, einer ethnischen Minderheit im Hochland Myanmars – Jadae Kaffee. Er bringt dem von Vertreibung und Armut gefährdeten Bergvolk Wege in die Unabhängigkeit und sichert ihre Existenz. Bäuer*innen aus 14 Dörfern haben sich nun zusammengetan. Gemeinsam haben sie ein Sozialunternehmen gründet und damit das Fundament für langfristige wirtschaftliche Perspektiven geschaffen. 

Wie geht es unseren Partner*innen in Myanmar? Welche Auswirkungen haben der Militärputsch auf sie? Wir sprechen mit BuSaw, der Geschäftsführerin und Kaffeeexpertin, über ihre aktuelle Lage.

Interview mit BuSaw, Geschäftsführerin von Jadae Kaffee in Myanmar

Portrait von Bu Saw

 

Danke, das du dir für ein Interview Zeit nimmst, Busaw!
Welche Arbeitsschritte gibt es gerade für dich und dein Team zu tun?

BuSaw:
Gerade haben wir alle Hände voll zu tun, die Kaffeeernte hat begonnen. In den Wäldern pflücken wir Kirsche für Kirsche und bringen sie zur Weiterverarbeitung an unseren Hof in Kent Tung. Hier selektieren wir die Ernte noch einmal per Hand – nur die reifen, roten Kaffeekirschen kommen in die Nassmühlen, wo das Fruchtfleisch entfernt wird. Die Bohnen werden immer wieder aussortierten und schließlich in der Sonne getrocknet.

Welche Mengen erntet ihr?

BuSaw:
Drei Tonnen Rohkaffee wurden letztes mal geerntet. 2,3 Tonnen davon habt ihr von Conflictfood uns abgenommen. Wir selber trinken natürlich auch welchen, der Rest wurde an Kunden hier in der Region verkauft.

Warum habt ihr nicht in andere Länder, ausser an uns in Deutschland, exportiert?

BuSaw:
Seit der Pandemie ist der weltweite Warentransport unzuverlässig und teuer geworden. Und hier in Myanmar haben fast alle Transportunternehmen seit dem Putsch geschlossen. Es ist aufwändig und teuer, unsere Ware nach Yangon zu liefern. Selbst Muster für Röstproben und Geschmackstests für „Cuppings“ (Verkostungen von Spezialitätenkaffee) können nur mit viel Aufwand das Land verlassen. Die Proben für Conflictfood wurden von Mitarbeitern der GIZ im Handgepäck nach Deutschland gebracht. 

Wie vielen Menschen bringt der Jadae Kaffee Arbeit?

BuSaw:
Unser Team ist seit letztem Jahr gewachsen, zehn Leute ernten in den Wäldern, 15-20 Leute sind in der Weiterverarbeitung beschäftigt, 3-4 Kolleg*innen arbeiten mit mir im Büro, ich leite die Geschäfte. 

Mit welchen Schwierigkeiten seid ihr derzeit konfrontiert?

BuSaw:
Es ist nicht einfach, die Ernte einzubringen und die Kaffeekirschen weiter zu verarbeiten.
Die Einschränkungen wegen Covid19, Sicherheitsgesetze und häufige Bombenexplosionen hier in der Region machen die Fahrten von Dorf zu Dorf und somit auch den Transport der Kaffeekirschen zu einer schwierigen Herausforderung.
Ständig fällt der Strom aus. Die Kosten für mobiles Internet sind explodiert, das erschwert die Kommunikation im Team. Um die Sicherheitslage für jede Lieferung zu kommunizieren, warten wir nun, bis der Strom wieder läuft. Hinzu kommt die Inflation, die Kaufkraft des Kyat (Währung in Myanmar, 1 Euro = 0,00049 Kyat, Stand 6.02.2022) sinkt von Tag zu Tag. 
Es ist zermürbend. 

Wie soll es nun weiter gehen?

BuSaw:
Dass ihr uns im letzten Jahr trotz der widrigen Umstände mehr als zwei Tonnen Kaffeebohnen abnehmen konntet,
war ein sehr wichtiger und hilfreicher Schritt für uns, die Geschäfte weiter zu führen, ein Team aufzubauen und fair zu entlohnen. Es wäre wirklich eine enorme Hilfe, wenn wir unsere grünen Kaffeebohnen auch dieses Jahr wieder nach Deutschland liefern können. In naher Zukunft möchte ich dann zusammen mit weiteren 50 Bäuer*innen aus drei Dörfern, 20 Acres (8 Hektar) neu bewirtschaften – genug Platz für 20.000 Kaffeepflanzen. Es ist wichtig für mich, trotz der aktuellen Schwierigkeiten mit Optimismus in die Zukunft zu blicken.

Wir danken dir für deine Zeit und für die ehrlichen Antworten, BuSaw!

BuSaw’s Jadae-Kaffee findest du in unserem Online-Shop.

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REISE ZUM URSPRUNG DES TEES – TEIL 2

Im vorherigen Beitrag konntest du das Team von Conflictfood auf wackeligen Schienen durch den Dschungel begleiten.  Komm mit auf die Reise zum Ursprung des Tees!

Herzlich Willkommen ins Hsipaw!

Die Sonne steht mittlerweile hoch am Himmel und wir erreichen Hsipaw. Am Bahnsteig balancieren dutzende Frauen ausladende Körbe auf den Köpfen und reichen köstliche Mittagsgerichte durch die Fenster. Shan-Tofu, Reisnudeln, Maiskolben, gebratener Reis, Mangoscheiben, frische Ananas, für jeden ist etwas dabei. Spätestens hier steigen all die jungen Rucksacktouristen aus, denn Hsipaw gilt als Paradies für Wanderer und Abenteurer.

Mit 80 Jahren auf der Flucht

Am Bahnhof treffen wir Yar Mar Myat Aye. In sich versunken sitzt sie da, umgeben von einem Berg Taschen und Tüten, Früchten, Stoffen und allerlei Hausrat.

Ihr entlegenes Dorf bietet ihr und ihrer Familie keine Sicherheit mehr, mit ihren 80 Jahren ist Yar Mar Myat Aye auf der Flucht. Mit leiser Stimme erzählt sie von Militärwillkür, von Schüssen, jede Nacht. Auch sie ist eine Ta’ang. Seit vielen Generationen baut Yar Mar Myat Ayes Familie Tee an, sie kennt gar nichts anderes als die Erntearbeit an den Büschen und das Trocknen auf den Matten aus Palmblättern. Stolz zeigt sie uns einen prallen Sack voll Tee aus ihrer letzten Ernte, den sie zwischen ihren Sachen hervorholt.

Die Rufe aus der Lokomotive fordern die Fahrgäste, einzusteigen. Der Zug rollt weiter durch hügelige Landschaften, die sich nach und nach in spektakuläres Abendrot tauchen.

Kurz vor Mitternacht, nach 20 Stunden Fahrt und 188 Kilometer Strecke, erreicht der Zug seinen Endbahnhof Lashio. In der kleinen Handelsstadt spürt man die Nähe zur chinesischen Grenze. Bauern aus der Umgebung, Geschäftsleute aus den Nachbarländern und Schmuggler hoffen hier im Goldenen Dreieck auf das große Geld oder sind so wie wir schlicht auf der Durchreise. Müde von der wackeligen Zugfahrt lassen wir uns im Hotel erschöpft in die Betten fallen.

Von katholischen Kirchen und buddhistischen Klöstern

Früh morgens werden wir unsanft aus dem Schlaf gerissen, es läuten in Lashio lautstark die Kirchenglocken und rufen die christliche Gemeinde zum Sonntagsgebet. Das kleine Städtchen ist sogar Bischofsitz. Seit portugiesische Missionare im 16. Jahrhundert auch ihr Wort Gottes in Myanmar verkündeten, ist heute ungefähr ein Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch. Wir besuchen die schmucke Kirche, sie ist bis auf den letzten Platz besetzt und voller Inbrunst singt jeder der Besucher die Kirchenlieder mit. Das Gesprächsthema nach der Messe ist die neue Gruppe an Geflüchteten Bauern, die tags zuvor in die Stadt kamen und nun im benachbarten buddhistischen Kloster beherbergt sind.

Wir fahren zu dem Kloster, um mit den „Neuankömmlingen“ zu sprechen. Es sind Teebauern aus einem entlegenen Tal im Norden, ein Dutzend Familien, über 70 Menschen In ihrem Dorf kam es vor drei Tagen zu gewalttätigen Ausschreitungen und sie mussten bei Nacht und Nebel flüchten. Die Trauer um ein Familienmitglied, dass durch die Regierungsarmee getötet wurde, ist den Angehörigen noch ins Gesicht geschrieben. Im Kloster finden sie nun alle einen Schlafplatz und eine warme Mahlzeit. Noch funktioniert das soziale Netz im Shan-Staat, einzelne Gruppen von Geflüchteten werden aufgenommen und versorgt. Oft werden sie nach ihrer Religionszugehörigkeit aufgeteilt, manchmal aber kunterbunt verstreut.

Die Reise zum Ursprung des Tees geht weiter! Begleite uns nach Kutkai, dem Herzen des Teeanbaus in den stark umkämpften Bergen des Nord-Shan. Mehr im dritten und letzten Teil unserer Reise zum Ursprung des Tees!

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REISE ZUM URSPRUNG DES TEES – TEIL 1

Auf eine Tasse Lah Phet Yay

Ob zwischen den Häuserschluchten im quirligen Yangon oder im Schatten eines tausendjährigen Tempels im malerischen Bagan – überall in Myanmar wird von morgens bis abends das Nationalgetränk getrunken – Lah Phet Yay, der Myanmar-Tee.

Wir sitzen in einer Teestube im lauten und lebhaften Mandalay und treffen Edward. Wortlos hebt er drei Finger in die Höhe und vom aufmerksamen Personal bekommen wir sogleich drei Tassen des typischen Myanmar-Tees serviert: Tiefschwarz, viel Zucker und reichlich Kondensmilch. „Das haben wir den Briten zu verdanken!“, schmunzelt der 34 Jährige und schlürft an seiner Tasse.
Sein eigentlicher Name lautet Thein Htwe, wie viele Menschen in Myanmar lässt auch er sich bei seinem westlichen Namen nennen um uns die Aussprache zu erleichtern. Edward leitet die Palaung Tea Growers & Sellers Association. Wenn sich in Myanmar jemand mit Tee auskennt, dann er. Sein Familienunternehmen handelt nicht nur mit Tee sondern schult auch Teebauern in den entlegenen Anbaugebieten in ökologischem Landbau und verbessert mit ihnen die Teeverarbeitung.

Edward gehört zur Volksgruppe der Ta’ang, eine der ältesten ethnischen Minderheiten des Vielvölkerstaates Myanmar. Über 140 unterschiedliche Volksgruppen zählt dieses Land, viele von ihnen sprechen ihre eigene Sprache, leben ihre eigene Kultur und praktizieren ihren eigenen Glauben – So auch die Ta’ang und somit Edward. Viele aus dem Volk der Ta’ang sind tief spirituell und leben einen Buddhismus mit animistischer und schamanischer Färbung.

Es waren Edwards Vorfahren die bereits vor Jahrtausenden in der Region des heutigen Shan-Staates und des chinesischen Yunnan die ersten Teepflanzen, Camellia Sinensis , ernteten und als Heilpflanzen nutzten. Von hier aus entwickelte sich die Teepflanze Richtung China, wo man daraus Grüntee herstellte. Erst die englischen Kolonialherren pflanzten Tee in großem Stil und in Form von Plantagen an und verwendeten die Unterart Thea Assamica, wie sie im nordindischen Assam bzw. Darjeeling verbreitet ist. Die britische Vorliebe für „Tea with Milk and Sugar“ gibt also auch heute noch den burmesischen Geschmack an.

Eine bewegte Teetradition

Bei der zweiten Tasse des süßen Tees erzählt uns Edward von seinem großen Traum, die noch unentdeckten Teeschätze seines Landes nicht nur in den Teestuben Myanmars trinken zu können sondern auch im fernen Ausland. Am internationalen Markt gibt es ein riesiges Potenzial für die Tees aus dem Land der goldenen Pagoden. Die absolute Naturbelassenheit und der ursprüngliche Geschmack würden dem europäischen Gaumen ganz besonders munden, dennoch bleibt der Tee aus Myanmar in Europa eine seltene Rarität.

Edward weiß woran das liegt. Erst vor wenigen Jahren und eher zaghaft öffnet sich sein Heimatland nach außen. In Zeiten der Militärdiktatur wurde der Anbau von Reis und Opium gefördert, die lange Teetradition galt als nicht lukrativ. Doch das gehört der Vergangenheit an und es findet eine Rückbesinnung statt. Über 80 Prozent des Myanmar-Tees wird in den fruchtbaren Höhenlagen des Shan-Staates kultiviert, doch ausgerechnet diese Region ist seit vielen Jahren schwer umkämpft. Ein Kampf, der die vielen Bauern in der Region an den Rand ihrer wirtschaftlichen Existenz bringt.

Der Beginn einer Reise

Um die komplexe Situation zu verstehen, muss man selber an den Ursprung des Tees reisen, meint Edward, und überrascht uns mit drei Bahntickets von Mandalay nach Lashio. Abfahrt morgen, 4 Uhr früh!

Nur einmal am Tag fährt der Zug von Mandalay in den nördlichen Shan-Staat und nur sehr langsam kann die einspurige Strecke befahren werden. Die Wagons schaukeln und schwanken besorgniserregend und an den Gesichtern der Mitreisenden erkennt man, wer hier zum ersten Mal mitfährt. „Letztes mal, als der Zug entgleist ist,..“ setzt Edward zu erzählen an, aber wir winken ab. Um vier Uhr früh möchte man solche Geschichten nicht hören.

Wir lassen den Staub und den Trubel Mandalays hinter uns und fahren dem Sonnenaufgang entgegen. Die alte Diesellokomotive zieht die Waggons durch die schmale und vollkommen zugewachsene Schneise, Blätter und Äste peitschen durch die offenen Fenster auf die Schultern der Fahrgäste.„Upper Class“ steht in abgewetzten Buchstaben an der Wand im inneren des Waggons. Für genau jene ließ das British Empire diese Strecke errichten. Schon die britischen Offiziere wussten die frische Landluft im bergigen Shan zu schätzen. Außerdem wollte das Empire expandieren, um die Kolonie effektiver ausbeuten zu können, bedarf es einer brauchbaren Infrastruktur.

Nach 130 km Fahrstrecke trifft der Zug sein schwierigstes und zugleich imposantestes Hindernis – den Goteik Viadukt. Als die Briten ihn im Jahr 1900 erbauten galt er als die größte Eisenbahnbrücke der Welt. Jeder der Fahrgäste scheint für einige Minuten die Luft anzuhalten während der Zug über die filigrane, 700 Meter lange und 250 Meter hohe Stahlkonstruktion rattert. Wer schwindelfrei ist uns sich traut nach unten zu blicken, wird mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt.

Die Reise zum Ursprung des Tees geht weiter! Begleite uns ins Goldene Dreieck, zum katholischen Bischofssitz in Lashio und werde Zeuge einer tragischen Geschichte in einem Kloster. Mehr im nächsten Blogpost!

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Masala Chai – der würzige Seelentröster

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© Mrs. T

Tee ist nicht gleich Tee. Das wunderbare Getränk gibt es in so vielen verschiedenen Variationen, da wird man das Teetrinken niemals leid. Heute begeben wir uns auf die Reise nach Indien und zeigen dir, wie dort seit Jahrhunderten Tee getrunken wird. Der indische Gewürztee Masala Chai belebt nicht nur deine Sinne, sondern hat dank der vielen Gewürze für deinen ganzen Körper eine wohltuende und gesundheitsfördernde Wirkung. Ein einheitliches Rezept gibt es nicht, nahezu jede Familie in Indien hat ihre eigene Variante, die seit Generationen weitergegeben wird, auch wenn die Grundzutaten immer gleichbleiben: Schwarzer Tee und zahlreiche Gewürze wie Kardamom, Nelken und Ingwer. Wichtig für den perfekten Masala Chai ist ein kräftiger Schwarztee, wie unser Golden Shan. Auch super für den Chai geeignet ist unser Ingwer, da er eine besondere Schärfe hat und sich leicht dosieren lässt. Unsere liebste Teefreundin Mrs. T hat uns ihr traditionsreiches Geheimrezept verraten. Probiere es doch gleich mal aus und tu deinem Körper etwas Gutes!

Zutaten

500 g Wasser
5 g loser, kräftiger Schwarztee, z.B. Conflictfood Golden Shan
1-2 g Kardamomsaat, zerstoßen
2 g getrockneter Ingwer, z.B. Conflictfood Ingwer
4 Nelken
6 Pfefferkörner, schwarz
1 Lorbeerblatt
200 g Milch
Ahornsirup oder Zucker nach Geschmack

optional:
1 Stange Zimt
Milchschaum

Anleitung

Wasser im Topf aufkochen, Tee und Gewürze (optional auch Zimtstange) zugeben und bei kleiner Flamme 5 Minuten köcheln lassen. Wer richtigen Zucker verwendet, sollte diesen jetzt dazugeben. Nun die Milch und den Ahornsirup zugeben. Abschmecken, ob es süß genug ist und anschließend noch einmal aufkochen. Durch ein Sieb in die Becher füllen und nach Wunsch noch mit etwas Milchschaum toppen. Dann langsam und genüsslich schlürfen.

Wusstest du, dass du mit unserem Friedenspäckchen Ingwer eine virtuelle Reise nach Myanmar machen kannst? Erfahre mehr dazu hier

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Entdecke die Küche Palästinas. Ein Gespräch mit Starautor Sami Tamimi

Kennst du die Vielfalt der palästinensischen Küche?

Nach dem Bestseller mit Yotam Ottolenghi haben Sami Tamimi und Tara Wigley 2020 ein neues Kochbuch veröffentlicht:  Palästina – Das Kochbuch oder Falastin, wie er es im Original nennt. Ein Buch, das sich gänzlich auf die palästinensische Küche konzentriert. Warum dies wichtig ist, erklärte uns der gefeierte Koch in einem persönlichen Gespräch. In seinem aktuellen Buch dreht es sich sowohl um die Vergangenheit und Zukunft, als auch um die Menschen Palästinas und ihren Alltag.

„Statt ‘eine’ Geschichte oder ‘die’ Geschichte Palästinas zu erzählen, erzählen wir viele Geschichten.” heißt es auch in seiner Einleitung. Und “gemeinsam zu essen, heißt nicht nur, eine Mahlzeit zu teilen. Es bedeutet Zeit, Raum, Ideen und Geschichten zu teilen.”

Palästina ist ein besonderes Kochbuch. Es ist bis unter den Buchdeckel gefüllt mit emotional bewegenden Geschichten und einzigartigen Rezepten. Und darüber hinaus passt es hervorragend zu dem von uns gehandelten palästinensischen Freekeh.

Sami Tamimi sprach mit uns über die Schönheit der palästinensichen Küche:

Herzlich Willkommen, Sami Tamimi. Du schreibst in deinem Buch, dass es dir in deiner Kindheit nicht erlaubt war, in der Küche zu helfen. Heute bist du ein angesehener Küchenchef. Was hat sich verändert?

Einige Dinge haben sich seither geändert. Von professioneller Seite her scheinen mehr Männer als Frauen zu kochen, andererseits wird das Kochen in Palästina allgemein weiterhin als Frauensache angesehen. Es ist eine Tradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, von Großmutter zu Mutter und von Mutter zu Tochter und so weiter.

Wie würdest du die palästinensische Küche in einigen wenigen persönlichen Worten beschreiben?

Die palästinensische Küche beruht auf dem, was man beim Herumstöbern auftreibt, was man zu Hause hat und in der Vorratskammer findet, die wir “Mooneh” nennen. Es ist oft eine wilde Mischung aus trocknen, einlegen und haltbar machen von saisonalen Lebensmitteln, mit dem Ziel, dass diese den Rest des Jahres überdauern. Die palästinensische Küche ist sehr stark mit dem Land Palästina als Identität verbunden, aber auch mit dem Land selbst – mit dessen Bewirtschaftung und der Saisonalität.

https://conflictfood.com/shop/kochbuch-palaestina/Warum ist es heutzutage wichtig, ein palästinensisches Kochbuch zu veröffentlichen?

Vor ein paar Jahren war der Markt noch nicht bereit für ein palästinensisches Kochbuch, aber ich fühle, dass jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen ist, sich auf regionales Essen wie die palästinensische Küche zurück zu besinnen. In meinen letzten Büchern sprachen wir über den gesamten Nahen Osten oder den Mittelmeerraum. Es war sehr wichtig für mich, nun auch gezielt über das moderne Palästina zu sprechen – mitsamt seines düsteren Hintergrundes und des alltäglichen Lebens der Palästinenser in Palästina sowie in anderen Gegenden Israels. Mit der Hoffnung, den Wissenshunger der Menschen zu wecken… und sie anzustoßen, mehr wissen zu wollen, mehr zu lesen und vielleicht sogar die Region zu besuchen.

Wenn du könntest, wie würdest du die Esskultur in Europa beeinflussen? 

Ehrlich gesagt, tue ich das bereits seit vielen Jahren. Die Kochbücher und die Möglichkeit anderen Menschen das Kochen beizubringen, erlauben es mir, diesen Menschen etwas über die Region mitzugeben. Sie lesen und lernen dadurch einige persönliche Erfahrungen und geschichtliche Ereignisse, die sich hinter den Gerichten verbergen, kennen. Egal, wo wir uns auf der Welt befinden, wir alle lieben es zu kochen und zu essen und identifizieren uns mit Rezepten, Zutaten und bestimmten Gerichten auf ähnliche Weise. Als Palästinenser ist es für mich darüber hinaus wichtig, die schöne Seite Palästinas zu zeigen, seine Menschen und ihre Esstradition.

Conflictfood Freekeh

Wir verkaufen Bio-Freekeh von der Westbank. Welche Rolle spielt Freekeh in der palästinensischen Küche, Gesellschaft und für die palästinensische Identität?

Ich sage oft, das Freekeh ein Bestandteil der palästinensischen Küche und Vorratskammer ist, der eine besondere Bedeutung in sich trägt. Denn Freekeh schafft eine Verbindung zum Land, zu der Landwirtschaft und den Dingen, die wir vom Land gewinnen.

Welches ist dein liebstes Gericht mit Freekeh? Finden wir es in deinem Kochbuch?

Ich liebe Shorbet Freekeh (eine Freekeh-Suppe mit Hähnchen-Fleischbällchen), die sich auch in meinem Palästina- Kochbuch wiederfindet. Sie ist wohltuend und besänftigt.

Was liegt dir noch auf dem Herzen?

Palästina ist nicht bloß ein Kochbuch, es ist auch eine gute Lektüre für Menschen, die gerne mehr darüber wissen möchten, was in Palästina in unserer heutigen Zeit geschieht. Und dann ist da noch all das geschichtliche Wissen und die zwölf oder mehr palästinensischen Profile, die man lesen und über die man lernen kann. Ich denke, dass die Leute diese sehr lehrreich und interessant finden werden.

Vielen Dank für das spannende Gespräch, Sami

Sami Tamimi arbeitet bereits an seinem nächsten Buch. Zudem unterstützt er einige Wohltätigkeitsprojekte. Unter anderem hilft er Palästinenser*innen dabei, in ihr Zuhause zurückkehren zu können.

Lerne zu kochen, wie der Starkoch und entdecke die palästinensische Küche!

Das Palästina-Kochbuch und viele weitere Kochbücher findest du in unserem Conflictfood-Shop!

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Wir sind im Finale!

Juhuu – wir sind Finalist für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2022

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis existiert seit 2008 und ist die größte Auszeichnung in Europa für ökologisches und soziales Engagement. Er zeichnet wegweisende Beiträge zur Transformation in eine nachhaltig Zukunft aus und ist dabei selbst ein klimaneutrales Projekt. Bei dem 14. DNP gibt es acht Wettbewerbe für die es über 1000 Bewerbungen gab. Die Bewerber*innen bestanden sowohl aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen, aber auch Kommunen. 

Der Preis orientiert sich an den SDGs und vergibt seine Auszeichnung an Bewerber*innen in sogenannten Transformationsfelden. Zu diesen Feldern gehört neben Klima, Biodiversität, Ressourcen und Fairness auch Gesellschaft oder Lieferketten.

Der DNP setzt sich bei seiner Arbeit verschiedene Ziele die für eine lebenswerte Zukunft stehen: 

  • Wandel beschleunigen
  • Akteur*innen einbeziehen
  • Kooperationen fördern
  • Verbraucher*innen orientieren
  • Gründer*innen unterstützen
  • Nachhaltig produzieren
  • Formate weiterentwickeln
  • Expertenwissen bündeln
Unsere Nominierung im Transformationsfeld Lieferkette

Und Conflictfood ist dabei! Wir gehören zu den Finalisten in dem Transformationsfeld Lieferkette

Lieferkette: In diesem Feld geht es um den fairen Umgang mit Menschen entlang der Wertschöpfungskette. Ob bei Lieferanten, eigenen Mitarbeitenden, Kunde/innen oder Dienstleistern und Verwertungspartnern: Entlang der Lieferkette stellt sich die Frage nach “shared value” und fairer Behandlung sowie Interessenausgleich auf Augenhöhe.

Wir sind Finalist, da wir die Jury mit unserer Arbeit überzeugt haben. Denn seit nun mehr als 5 Jahren, ermöglichen wir Familien in den Konfliktregionen Afghanistan, Myanmar und Palästina, sich durch “Trade-not-Aid” eine wirtschaftliche Basis aufzubauen. Durch den Zugang zu neuen Märkten werden die wirtschaftlichen Strukturen ihrer Heimat gestärkt und stabilisiert. Dadurch entstehen nicht nur Arbeitsplätze, sondern durch das erhöhte Einkommen, kann Bildung gefördert werden. All das kommunizieren wir direkt mit euch, unseren Kund*innen, denn uns ist Transparenz und Aufklärung sehr wichtig. Wir wollen ein Bild der Regionen zeigen, dass über das Krisenimage hinaus geht. 

Die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises würdigt unser soziales Engagement in den Konfliktregionen mit der Wahl zum Finalisten des 14. DNP für Unternehmen 2022.

Gala zum 14. DNP

Am 03. Dezember 2021 bei der Gala zum 14. DNP zeichnet die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. die Gewinner:innen im jeweiligen Transformationsfeld aus.

Also drück uns die Daumen, dass wir im Transformationsfeld Lieferkette ausgezeichnet werden! Es wäre das i-Tüpfelchen auf in unserem Jubiläumsjahr – 5 Jahre Conflictfood -. Wir freuen uns jedenfalls riesig über die Nominierung und sind gespannt auf die Veranstaltung und die Möglichkeit uns mit anderen Akteur*innen, die einen Wandel bewirken möchten zu vernetzen. Mit dabei sind auch spannende und tolle Unternehmen, wie Primavera, Veganz, Lemonaid+ und hessnatur.

Eine Zusammenfassung unserer bisherigen Auszeichnungen

Seit 5 Jahren bieten wir nun Köstlichkeiten aus Konfliktregionen an und wurden im Laufe dieser Zeit bereits mit einigen tollen Preise ausgezeichnet. Hier findest du eine kurze Zusammenfassung: 

2020 – Eins der Nachhaltigsten 222 Unternehmen

Conflictfood wird in den Lebensmittelkatalog für nachhaltige Entwicklung durch UNESCO und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung aufgenommen. Die Nachhaltigen 222 bieten in Form eines Posters einen Überblick zum Thema nachhaltiger Konsum. 

2018/19 – Green Product Award 

Der Green Product Award zeichnet seit 2013 auf dem Markt bestehende Produkte und Dienstleistungen aus, die in den Bereichen Nachhaltigkeit, Innovation und Design herausstechen. Conflictfood wurde mit diesen Award 2018/19 ausgezeichnet. 

2018 – iF Social Impact Prize

2018 erhielt Conflictfood den iF Design Award, eine Auszeichnung im Bereich Design und Produktgestaltung, welcher seit 1953 jährlich verliehen wird. 

2016 – Next Organic Startup Award 

Im Jahr 2016, ist Conflictfood der Gewinner des Next Organic Startup Award in der Kategorie Handel. Der Award fördert seit 2014 zukunftsfähige, öko-soziale Food-Startups in Deutschland und Europa.

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BURMESISCHER MILCHTEE

Ein Verwandter des indischen Chai

Ob zwischen den Häuserschluchten im quirligen Yangon oder im Schatten eines tausendjährigen Tempels im malerischen Bagan – überall in Myanmar wird von morgens bis abends das Nationalgetränk getrunken – Lah Phet Yay, der burmesische Milchtee.

Burmesischer Milchtee ist ein Verwandter des indischen Chai. Er besteht aus sehr starkem, schwarzen Tee und gezuckerter Kondensmilch. Und zählt zu den beliebtesten Getränken in Myanmar. Mit diesem Rezept, kannst du den Geschmack zu dir nach Hause bringen!

Zutaten für 2 Tassen

  • 2 TL Conflictfood Schwarztee (wir empfehlen Red Amber)
  • 2 EL gezuckerte vietnamesische Kondensmilch
  • 2 EL Kaffeesahne

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Anleitung

Bringe 2 Tassen Wasser in einem Topf zum Kochen. Gib anschließend 2 TL Conflictfood Schwarztee hinzu und lasse alles 15 Minuten bei niedriger Hitze köcheln. Gieße anschließend den Tee mit einem Sieb ab.
Nimm dann den Topf vom Herd und füge 2 EL gezuckerte Kondensmilch sowie 2 EL Kaffeesahne hinzu und rühre gut um.

Am besten gießt du jetzt noch in einen zweiten Topf aus etwa 50cm Höhe, sodass der Tee schäumt und Luft bekommt.

Zum Schluss kannst du den Tee noch abschmecken.

Das Conflictfood-Team wünscht dir Guten Appetit!

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Der lange Weg des Tees

Ist dir auch schon aufgefallen, das gewisse Produkte eine längere Wartezeit haben? Durch die Pandemie haben sich die Lieferzeiten für Rohstoffe deutlich verlängert, Staus im Ablauf führen zu Lieferengpässen und die Preise für Logistik steigen stetig an. Das ist für uns alle eine neue Erfahrung. Waren wir es doch gewohnt, alles, überall, jederzeit zur Verfügung zu haben.  

Die Reise des Red Amber

Wir von Conflictfood stehen vor einer doppelten  Herausforderung: Nicht nur der Welthandel im Allgemeinen ist aus den Fugen geraten, der Handel mit Bäuer*innen in Konfliktregionen ist er ohnehin schon sehr fordernd. 
Wir möchten dir die Möglichkeit geben, unsere gesamte Lieferkette nachzuverfolgen und die Wertschöpfung hinter den Produkten zu verstehen – am Beispiel unseres Lieblingstees Red Amber

Teepflanzen wachsen bekanntlich nicht in Europa sondern in Indien, China, Kenia oder in Myanmar. Jede Tasse Tee, die wir in Europa trinken, hat also einen langen Weg hinter sich. Einen Weg, den wir dir komplett transparent zeigen möchten. Also begleite uns auf eine spannende Reise nach Myanmar und wieder zurück.

Kutkai,

Shan-State, Myanmar

Wir nehmen dich mit nach Myanmar, in das kleine Dorf Kutkai. Es liegt im Norden des Shan-Staates, im Hochland von Myanmar. Die Region ist stark umkämpft und für Reisende eigentlich nicht zugänglich. Dort bestaunen wir die saat-grüne und bergige Landschaft. Zwischen den Macadamiabäumen, Ingwerpflanzen und Teak-Riesen finden wir überall die wild wachsende Teepflanze ‚Camellia Sinensis‘. Ihre Blätter und Knospen verarbeitet die  ethnische Minderheit der Ta’ang zu wundervollen Tees. Erst durch die traditionsreiche und handwerklich sehr aufwendige Weiterverarbeitung entstehen die aromareichen Teesorten. 

Wir beobachten, wie die zarten Teeblätter mit großer Sorgfalt gepflückt werden. Unter ihnen auch Ei De Nwe, eine Teepflückerin vom Volk der Ta’ang. Sie entscheidet, welches Teeblatt bereit ist, gepflückt zu werden und erzählt uns, dass die Frühlingsernte, die beste Ernte ist. Die ersten, frischen Triebe der Pflanze sprießen im April und müssen zügig eingebracht und verarbeitet werden.

Es ist sehr beeindruckend, die Ernte der Teeblätter zu sehen, doch unsere Reise hat gerade erst begonnen. Wir müssen weiter, schließlich haben wir noch einen weiten Weg vor uns. Also begleiten wir die frischen Teeblätter auf dem Weg zu der zweiten Station unserer Reise.

Lashio, Shan-State, Myanmar

Über holprige Serpentinen führt uns der LKW ins Tal. Hier in Lashio werden die frischen Teeblätter weiterverarbeitet. Der komplette Fertigungsprozess findet hier in der Region statt. Lange Tradition und Handwerkskunst haben die Herstellung perfektioniert. Wir haben die Chance zu sehen, wie der Tee, so wie wir ihn kennen, entsteht. 

Die frisch geernteten Blätter werden gerieben. Die Zellen der Pflanze brechen auf, die Fermentation kann einsetzen  und die Blätter färben sich kupferrot. Zwischendurch wird immer wieder vor- um- und aussortiert, geschüttelt, gesiebt und umgeschichtet und dann, nach der Trocknung ist der köstliche Red Amber verkaufsfertig.

Yangon,

Myanmar

Säckeweise wird der Red Amber nun auf einen LKW geladen. Nächster Halt: Yangon. Die quirlige Metropole ist knapp 1.000 Kilometer entfernt, zwei Tage dauert die Fahrt quer durch Myanmar.

Der Red Amber wandert jetzt ins Lager. In der Zwischenzeit hat Salem in Berlin viel Papierkram zu erledigen: Ausfuhr regeln, Zollbestimmungen klären, Bio-Siegel bestätigen, Rechnungen bezahlen, Pflanzengesundheits-Zertifikat besorgen, die Fracht in der internationalen Datenbank TRACES hinterlegen,  Kontrollbescheinigungen für die Einfuhr eintüten, Frachtbrief anfragen, die Kontrollbescheinigung mit den lokalen Behörden abstimmen, Schiffs-Container buchen. All das sind die Aufgaben, die Conflictfood als “Erstinverkehrbringer” für Bio-Lebensmittel hinter den Kulissen zu tun hat. 

Geschafft – ein Schiff ist gefunden und der Transport ist gebucht! Wir sehen dabei zu, wie unser Red Amber für die Überfahrt in einem TEU – 20 Fuß Container, “Twenty-foot Equivalent Unit” – verstaut wird. Die Container sind alle normiert, damit sie leichter zu verladen und stapeln sind. Auf dem derzeit größten Frachter ‚Ever Ace‘, von dem Unternehmen Evergreen passen bis zu 23.992 TEU, die alle eng gestapelt auf dem Schiff Platz finden. Würden wir die Container  hintereinander stellen, würde die Container-Schlange von Berlin bis Magdeburg reichen. 

In Yangon boarden wir zusammen mit dem Tee das Containerfrachtschiff Kota Halus. Dies ist eher untypisch, denn auf den meisten Frachter fahren nur wenige Menschen mit. Maximal 12 Personen dürfen sich für eine Überfahrt auf so einem Schiff aufhalten, teilweise ist es sogar nur eine Person. Ganz schön gruselig, die Vorstellung auf so einem Giganten für mehrere Tage und Wochen allein unterwegs zu sein. Kota Halus ist ein Feederschiff, das als Zulieferer und Verteiler für große Seeschiffe und Seehäfen fungiert. Nun nehmen wir Kurs auf Singapur. 

Schiff Ahoi!

Während wir unterwegs sind, haben unsere Familien und Freunde zu Hause die Möglichkeit nachzuvollziehen, wo wir uns gerade befinden. Denn heutzutage sind so gut wie alle Schiffe mit einem AIS Tracking System ausgestattet, was die Schifffahrt deutlich sicherer macht. Denn das System überwacht die Position eines Schiffes und gibt im Ernstfall eine Warnung ab, wenn sich zwei Schiffe gefährlich nähern. (Folge einfach diesem Link, um zu sehen, wo sich die Kota Halus gerade befindet)

Ankommen in Singapur, wechseln der Red Amber und wir das Schiff. Nun befinden wir uns auf dem Containerfrachtschiff NYK VEGA (Folge einfach diesem Link um zu sehen, wo sich die NYK VEGA gerade befindet). Mit ihren 338 Metern Länge spannt sie 3 ⅓ Fußballfelder! Mit der NYK VEGA treten wir die lange Reiseetappe nach Deutschland an. 

Auf unserer Reise werden wir womöglich bis zu 10 Zwischenstopps einlegen, in denen wir zwischen 12 und 24 Stunden verbringen. So viel Zeit braucht es, um eine Teilladung abzuliefern und eine neue aufzunehmen. Für Sightseeing bleibt da leider keine Zeit.

Durch die Pandemie haben sich die Lieferzeiten aus verschiedenen Gründen deutlich verlängert, da es beispielsweise vermehrt zu Staus im Ablauf und mehreren Wochen Quarantäne kam. Sicher ist dir auch schon aufgefallen, dass gewisse Güter längere Lieferzeiten und teure Preise haben. Verglichen mit einer Lieferung vor 2-3 Jahren ist unser Container dieses Jahr gut 50% teurer. Bis sich die weltweiten Lieferketten wieder normalisiert haben, wird es noch eine ganze Weile dauern.

Unsere Schifffahrt dauert insgesamt 8 Wochen, in denen wir viel Zeit haben, mal nichts zu tun, denn auf einem Containerschiff sind die Aktivitätsmöglichkeiten sehr begrenzt. Dann endlich ist es soweit und wir laufen in den Hafen von Hamburg ein. Es ist der größte Frachthafen Deutschlands, in dem jährlich rund 8.700 Schiffe ankommen. Damit ist er ein wichtiger Umschlagplatz des Landes. Auch wir gehen nun von Bord, zusammen mit dem Red Amber.  

Hamburg,

Deutschland

Nach der langen Reise auf dem Schiff haben der Red Amber und wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Doch unsere Reise ist noch nicht zu Ende. Von Hamburg aus, reisen wir mit dem Lkw nach Berlin, die Strecke von ca. 280 km legen wir in ungefähr 3 Stunden zurück. Uns fällt auf, wie viele Lkws auf den Straßen unterwegs sind. Im Jahr 2021 hat das Kraftfahrt-Bundesamt erfasst, dass es rund 3,4 Millionen Lkws in Deutschland gibt. Das bedeutet, dass fast so viele Lkws auf den Straßen unterwegs sind, wie Berlin Einwohner*innen hat (3.664.088 Menschen, Stand: Dezember 2020).

Berlin,

Deutschland

Nach einer glücklicherweise ohne Staus verlaufenden Fahrt kommen wir in den Berliner Delphin Werkstätten an.  Ein Inklusionsbetrieb, der Menschen mit Behinderung Teilhabe am Arbeitsmarkt ermöglicht. Neben Metallbearbeitung, Montage, Elektronik-Recycling, Garten-/Landschaftsbau oder einer Näherei gibt es auch ein sogenanntes Fulfillment-Team. Das Team um Nicole ist zuständig für fachgerechte Lagerung, hygienische Abfüllung und schnellen Versand. 

Nun kommst du ins Spiel! Du bestellst ein Friedenspäckchen Red Amber im Conflictfood-Onlineshop. Die Bestellung geht bei den Delphin Werkstätten ein, und das Team stellt dein Paket mit dem Red Amber Friedenspäckchen zusammen und verschickt es mit klimaneutralem Versand zu dir nach Hause.

Willkommen Hause!

Bei dir zu Hause angekommen, habt ihr nun beide auch die letzte Etappe der Reise erfolgreich hinter euch gebracht und du kannst den Red Amber nun ganz entspannt genießen. Damit ist der lange Weg des Red Ambers beendet, außer natürlich du verschenkst ihn weiter….

Du kannst deine Freunde auf die Rückseite unserer Verpackung aufmerksam machen. Dort findet ihr einen QR-Code von Seedtrace, mit dem ihr euch die ganze Reise auf dem Handy noch einmal transparent vor Augen führen könnt.

Das Conflictfood-Team wünscht dir eine gute Reise und ganz viel Teegenuss!

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Einblick in die afghanische Küche. Ein Gespräch mit Imraan Safi

Weißt du, wonach die afghanische Küche schmeckt?

Auf diese Frage gibt es keine einzelne wahre Antwort. Denn die afghanische Küche ist außerordentlich vielfältig. Gewürze und Rezepte aus aller Welt haben sich, dank seiner geographischen Lage an der Seidenstraße, in diesem kulturell reichen Land gesammelt und prägen die Gerichte bis heute. Der kulturelle Reichtum berührt auch die Esskultur: in Afghanistan dreht sich viel um das gemeinsame Kochen, Essen und Teilen, wie uns Imraan Safi erklärt. 

Imraan wurde in Afghanistan geboren. Er hat Kabul 2014 verlassen und lebt heute in München. Er ist Fremdsprachenkorrespondent, begeistert sich für die afghanische Küche und beteiligte sich zudem an einem afghanischen Kochbuch, in das er auch einige persönliche Geschichten einfließen ließ: Salam – Rezepte und Geschichten aus Afghanistan. Magisch. Geheimnisvoll. Überraschend. In diesem bringt er uns die afghanische Kultur ein Stück näher, sogar bis auf unseren Teller.

Salam ist ein Kochbuch, das seinem Titel gerecht wird – eines, das verzaubert. Es ist ein Buch, das es schafft die Vielfalt und raue Schönheit Afghanistans in Rezepten abzubilden.

Wir haben mit Imraan Safi ein Gespräch über Esskultur, Gastfreundschaft und die afghanische Küche geführt und spannende persönliche Einblicke erhalten:

Bei uns hat man gern gekocht. Meine Oma hat gern gekocht, meine Mama hat gern gekocht. Wir hatten immer Gäste da! Ich konnte sie stets ein bisschen dabei beobachten.

Kulinarische Kindheitserinnerungen

In Afghanistan kochen traditionell die Frauen – erzählt uns Imraan. Sie hätten die Zeit dazu, denn die meisten afghanischen Frauen seien Hausfrauen. Ein bisschen kann man das wohl auch in ihren Rezepten sehen – schließlich bedürfen viele einer langen Vorbereitung oder stehen danach noch stundenlang auf dem Herd. Allerdings gilt dies zumeist nur für festliche Gerichte. Klassische Gerichte, die viel Zeit benötigen, werden nicht täglich sondern nur zu besonderen Anlässen (Hochzeit, Geburt, Ramadan und für Besuch) zubereitet. Dazu zählt er zum Beispiel Halwat (Grießpuddding mit Kardamon und Rosinen), Elefantenohrenbrot, Qabuli Palau (Reis mit Lamm, Karotten und Rosinen; dies ist ürbigens das afghanische Nationalgericht) und Mantu (Teigtaschen mit Hackfleisch).

Bei so viel weiblicher Kochtradition, ist es für uns spannend zu erfahren, wie Imraan selbst dazu gefunden hat, den Kochlöffel in die Hand zu nehmen und sogar ein Kochbuch zu schreiben! Schon als Kind hatte er viel Zeit in der Küche verbracht und seine Mutter und Großmutter beim Kochen beobachtet, berichtet er uns. Die beiden Frauen haben sehr gern gekocht und hatten immer viele Gäste da. Als er schließlich allein nach Kabul zog, um zu arbeiten, und schlichtweg gezwungen war, für sich zu kochen, begann er schnell große Freude daran zu finden, alles Mögliche selbst auszuprobieren, was er von zuhause kannte. Später, in Deutschland, kochte er im Wohnheim für Geflüchtete und begann eigene Rezepte und Tipps online zu stellen.

Gastfreundschaft und gutes Essen

„Gastfreundschaft ist sehr wichtig. Das ist Teil unserer Tradition. Gäste werden gerne in Empfang genommen. Bei uns sagt man sogar, dass der Gast ein Geschenk Gottes ist. Alles, was man zuhause hat, teilt man gerne mit dem Gast und ihn zu bekochen bereitet Freude. Generell sind wir hier weniger zurückhaltender als die Deutschen. Wir laden sogar Leute zum Essen ein, die wir gar nicht kennen.”

Gastfreundschaft ist in Afghanistan von ganz besonderer Wichtigkeit. Der Gast wird herzlich empfangen und für ihn wird umfangreich und lange gekocht. Dabei ist es vollkommen egal, ob der Gast einem eng vertraut oder ein völlig Fremder ist. Jede*r wird gern eingeladen, und Freunde sowieso. Auch in Deutschland lädt Imraan gerne Leute zu sich ein, allerdings sind die Menschen hier oft zurückhaltender. Freuen sich dann aber sehr und sind ganz besonders überrascht so ausgiebig, aufwendig und schön bekocht zu werden.

Meine deutschen Freunde sind meist überrascht, von der Vielfalt an Gerichten, die ich auf den Tisch bringe, wenn ich sie zum Essen einlade. Sie erwarten die Gastfreundschaft nicht. Auch die Aufwendigkeit und das lange Kochen haben sie nicht erwartet. Das ist für sie oft nicht üblich.

In Afghanistan ist gutes Essen sehr wichtig – auch wenn der Gürtel enger geschnallt werden muss. Egal, ob arm oder reich, teilen die Menschen gerne miteinander und tischen für ihre Gäste stets ein reichhaltiges Mahl auf, erzählt uns Imraan. Gutes Essen sei für ihn Essen, das man einem Gast servieren könne und das wiederum kann alles mögliche sein, solange es gut gemeint ist. In Afghanistan gibt es hierfür sogar ein Sprichwort, das sehr viel Gewicht auf die innere Absicht legt:

Du kannst Brot mit Zwiebeln servieren, aber wenn du es gut meinst, ist es viel wert.

Gutes Essen hat für Imraan aber auch viel mit der Qualität der Lebensmittel zu tun: Lammfleisch ist in Afghanistan besonders teuer und der auffallend langkörnige Sella Reis – der in seiner Heimatregion im südöstlichen Afghanistan in jedem kleinen Familienbetrieb traditionell selbst angebaut und mit den Nachbarn geteilt wird – hat eine besonders gute Qualität. In Deutschland ist dies oft anders. Hochwertige Lebensmittel findet er hier seltener. Dafür muss er schon in Bioläden, beim Biometzger oder beim Landwirt direkt einkaufen. Einige afghanische Lebensmittelläden hat er in Deutschland jedoch auch schon entdeckt. 

Regionalität und Safran

Die afghanische Küche ist regional sehr unterschiedlich. So sind oft von Region zu Region andere Gewürze und Einflüsse vorherrschend. Dennoch lassen sich die verschiedenen Gerichte leicht abwandeln und variieren. Es gibt also kulinarisch eine große Vielfalt und Freiheit. So erklärt uns Imraan zum Beispiel:

In Herat, das nah an der Grenze zum Iran liegt, wird viel mit Safran gekocht. In meiner südöstlich gelegenen Region eher nicht. Hier hat die Küche mehr indische und pakistanische Einflüsse. Dennoch lassen sich meine Rezepte gut mit Safran verfeinern. Vor allem Reisgerichte eignen sich dafür gut. Etwa Chalau, ein einfacher Gewürzreis, oder Shulaesat.

Imraan kann sich eine Verfeinerung seiner Rezepte durch die Zugabe von Safran, wie es etwa im Norden des Landes üblich ist, sehr gut vorstellen. Und dabei ist auch gar nicht viel zu beachten. Vielleicht nur eine Anmerkung: Safran ist wasserlöslich und bereits 0,2 Gramm reichen locker für eine große Menge Reis aus. Die Safranfäden sollte man mind. 20 Minuten vor Verwendung in Wasser oder Alkohol einlegen, sodass Geschmack und Farbe ausreichend Zeit haben, sich zu lösen und voll zu entfalten. Anschließend kannst du ihn wie jedes andere Gewürz einfach im Laufe des Kochprozesses zum Gericht hinzugegeben, wann immer es dir beliebt.

Afghanisch - bayrischer Genuss

Zuletzt rät uns Imraan noch, uns nicht gleich verschrecken zu lassen, wenn ein Gericht nicht direkt beim ersten oder zweiten Mal gelingt. Manche Gerichte brauchen eventuell etwas länger oder sind das erste Mal noch etwas schwierig nachzukochen, wenn man die afghanische Art zu kochen noch nicht kennt. Das soll einen jedoch keinesfalls davon abhalten, es nicht wieder und wieder zu probieren. Denn der Genuss belohnt später sehr. 

Sein persönliches afghanisches Lieblingsgericht ist Dopiaza – ein Lammfleischgericht mit gaaaaanz viel Zwiebeln und Kichererbsen auf Fladenbrot. In Deutschland geht er hingegen gerne in den Biergarten und genehmigt sich typisch bayrische Speisen, zum Beispiel “Händel und Obazda”.

Das Conflictfood-Team wünscht Imraan und dir “Nosche Jan” – Guten Appetit!

Schau gerne in unserem Shop vorbei und besorge dir eine Ausgabe von Imraans Salam Kochbuch!

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Konsum dekolonisieren – Was bedeutet das eigentlich?

Standort als Vorteil

Das Team von Conflictfood lebt und arbeitet in Berlin, also in Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt. Dieser Standort (und verschiedene andere Faktoren) verschaffen uns so manche Vorteile gegenüber vielen anderen Menschen auf dieser Welt. 

Unser heutiger Entwicklungsstand und Reichtum basieren unweigerlich auf der Gewalt und Ausbeutung, die Deutschland in der Kolonialzeit betrieben hat und den fortwährend ungerechten globalen Wirtschafts- und Strukturverhältnissen. Wir können nur in einer solchen Fülle leben und günstig produzieren, weil andere Länder dafür den Preis zahlen und sich aus der Abhängigkeit nicht befreien können.

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Ein Blick zurück

Viele Jahrzehnte lang wurde von den mächtigsten Nationen Kolonialismus und Imperialismus auf der Welt betrieben. Auch von Deutschland! Ganze Kontinente wurden besetzt, den dort heimischen Bewohner*innen wurde die Menschlichkeit aberkannt. Ziel der imperialistischen Nationen war die Erschließung vieler wertvoller Rohstoffe unter dem Vorwand der ‘Zivilisierung’ der Bevölkerung.

Die Folgen aus dieser Zeit der Unterdrückung sind noch heute zu spüren und werden unter dem Begriff ‘Rassismus’ zusammengefasst. Rassismus ist ein sehr weit gefächerter Begriff, der zum Teil auch als Erklärung für die heute bestehende hierarchische Strukturierung der Welt benutzt werden kann. Schon allein die Formulierung ‘Entwicklungsländer’ und ‘entwickelte Länder’ zeigen klare Machtstrukturen auf. Sie wurden unter der Annahme getroffen wurden, dass die westlichen ‘entwickelten Länder’ das Ideal darstellen, dem alle anderen Nationen nachstreben sollen.

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Die Schräglage sichtbar machen

Eine Form des Widerstandes gegen diese Strukturen beschreibt der Postkolonialismus. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Strukturen sichtbar zu machen und zu durchbrechen. Dabei sollen Formulierungen wie Globaler Süden und Globaler Norden helfen, die Hierarchie aus der Sprache zu entfernen. Die Begriffe beziehen sich nicht auf geographische Räume, sondern sie sollen aufzeigen, was für Folgen der Kolonialismus verursacht hat.

Der Globale Norden steht also für die privilegierte und der Globale Süden für die benachteiligte Stellung. Auch ‘Entwicklungshilfe’ muss kritisch betrachtet werden. Denn zum Teil unterstützt diese die privilegierte Stellung des Globalen Nordens, schafft Abhängigkeiten und wirkt nur kurzfristig. Dabei darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass Direkthilfen nach Katastrophen wichtig und das marktwirtschaftliche Ansätze kein Allheilmittel gegen in der Gesellschaft verankerte Normen und Rollenbilder sind. 

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© GIZ 

Was wir tun können

Uns von Conflictfood sind diese Machtstrukturen bewusst. Wir wissen, dass wir uns in einer privilegierten Stellung befinden. Doch durch diese Position erhalten wir auch die Möglichkeit und Verantwortung Veränderung anzuregen. Wir haben uns dem Ansatz ‘Trade Not Aid’ verschrieben. Gerechter Handel vermeidet Abhängigkeit oder Passivität. Denn mit den Bäuerinnen und Bauern arbeiten wir partnerschaftlich und auf Augenhöhe zusammen. 

In unserem Partnerland Myanmar, kooperieren wir zum Beispiel mit Unternehmer*innen vom Volk der Akha. Sie bauen einen seltenen und qualitativ sehr hochwertigen Spezialitätenkaffee an. Durch die Zusammenarbeit eröffnen sich ihnen neue Absatzmärkte, wobei jedoch ihre Selbstbestimmtheit nicht verloren geht. Die Menschen vor Ort entscheiden selbst, was und wie viel sie anbauen können, und zu welchem Preis sie ihre Ernte verkaufen möchten. Dadurch entfällt der Preis- und Produktionsdruck und ein nachhaltiges Wachstum kann entstehen. 

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Es wird vermutlich noch einige Zeit brauchen, bis wir den gesamten Handel und alle anderen Bereiche unseres gesellschaftlichen Lebens dekolonialisiert haben. Ein Schritt in die richtige Richtung ist es jedoch das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen. 

Kann es fair sein, dass wir eine Packung Kaffee für nur 3,90 € kaufen können? Nein, mag sein, dass dies nicht direkt ‘nach Rassismus schreit’, aber es zeigt, dass das ausbeuterische Verhalten des Globalen Nordens weiterhin existiert. Denn von diesem Einkaufspreis kann keine Kaffee-Bäuerin, kein Kaffee-Bauer die eigene Familie versorgen. 

Einiges läuft noch schief auf dieser Welt. Wir müssen uns der Schräglage der Macht bewusst werden. 

Lasst uns Schritt für Schritt dafür eintreten, eine gerechtere Zukunft für jeden Menschen zu schaffen!

Euer Conflictfood-Team

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Hilferuf aus Myanmar

Zuletzt ist es still geworden um das Goldene Land. Was im Frühjahr noch die Schlagzeilen dominierte wird heute von anderen Ereignissen überschattet. Für die Menschen in Myanmar hat sich die Lebenssituation seit dem Militärputsch jedoch keineswegs verbessert.
Von unserem Conflictfood-Partner vor Ort – Htun Thaw – erreicht uns dieser Hilferuf.

Htun Thaw* ist Gründer und Geschäftsführer einer traditionsreichen Teemanufaktur im Shan State, Myanmar und seit vier Jahren unser Handelspartner für Conflictfood-Tees.

* Aus Sicherheitsgründen und auf seinen Wunsch hin haben wir Namen und Bilder anonymisiert.

Ein Machtkampf um die Zukunft

Die junge Demokratie währte nicht lange im ehemaligen Burma. Seit dem Militärputsch befindet sich das Land im Ausnahmezustand. Auf die Machtübernahme der Militärs antwortete die Bevölkerung mit einer beispiellosen Aktion zivilen Ungehorsams, die bis heute andauert. Selbst die noch so brutale Unterdrückung jeglichen Widerstands durch das Regime, die bis dato tausende von Toten zu verantworten hat, scheint die Willensstärke der Protestierenden und den Wunsch nach Demokratie nicht stoppen zu können. Nun ruft der Präsident der Opposition zum Angriff auf das Militärregime auf – mit dem Ziel die Zivilregierung wieder herzustellen. Die Auswirkungen sind dramatisch: „Momentan stehen wir vor allem vor drei großen Problemen: Politische Unruhen, dem wirtschaftlichen Stillstand oder Zusammenbruch und einem beispiellosen Anstieg an Covid-Infektionen” erklärt uns Htun Thaw.

„Momentan stehen wir vor allem vor drei großen Problemen: Politische Unruhen, dem wirtschaftlichen Stillstand oder Zusammenbruch und einem beispiellosen Anstieg an Covid-Infektionen”

Neue Welle der Gewalt

Seit dem Putsch wurden nach Angaben der Nichtregierungsorganisation AAPP (Assistance Association for Political Prisoners) mehr als 1000 Zivilisten getötet, rund 8000 verhaftet, 6000 von ihnen befinden sich heute noch immer hinter Gittern. Gewalttaten und Explosionen gehören zum traurigen Alltag. Htun Thaw erzählt uns von Razzien, die in Häusern von Widerstandsleistenden und Aktivist*innen in jedem Dorf, in jeder Stadt, stattfinden. Der Schaden, den die Militärs so auf ihre eigenen Menschen und die Gesellschaft anrichten, habe gewaltige Ausmaße angenommen. Die Zustände seien dem eines Bürgerkrieges ähnlich und nun befürchtet Htun Thaw eine neue Welle der Gewalt.

“Wir befinden uns inmitten eines Bürgerkrieges und ich befürchte, die nächste Welle der Gewalt rollt auf uns zu.”

Die Pandemie hat leichtes Spiel

Die Bekämpfung der Pandemie ist im Zuge der Ausschreitung fast vollständig in den Hintergrund geraten. Eine Form des zivilen Ungehorsams ist die des Streiks. Im Zuge dessen haben auch viele Ärzt*innen und Pflegepersonal ihre Arbeit niedergelegt, kaum ein Krankenhaus läuft im Normalbetrieb. Verlässliche Zahlen zum Infektionsgeschehen existieren nicht, man liest aktuell von täglich 2000 Neuinfektionen, von einer Rate von 20% positiv Getesteter und zahlreichen Toten, geht jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus. 

Besonders an der Grenze zu Indien führt die Ausbreitung der Delta-Variante zu teils katastrophalen Zuständen in den Krankenhäusern. Auch wird immer wieder von Ausbrüchen in Gefängnissen berichtet. Welche Opfer die Zivilgesellschaft im Kampf gegen die Militärregierung bereit zu leisten ist, zeigt auch die fehlende Impfbereitschaft. Im Vergleich zu Deutschland, hat das aber nichts mit medizinischen Vorbehalten zu tun, sondern stellt eine weitere politische Ausdrucksform des zivilen Ungehorsams dar. Die Maßnahmen der Junta, wie das Errichten neuer Quarantänezentren und das Verteilen von Masken, werden oft nicht akzeptiert, um auf keinen Fall Normalität einkehren zu lassen. Denn solange das Land im Chaos versinkt, war der Coup in den Augen der Opposition nicht erfolgreich.

Wirtschaftlicher Stillstand

Auch die Wirtschaft hält den instabilen Verhältnissen nicht länger stand. Viele ausländische Investoren ziehen sich aufgrund des instabilen Investitions- und Geschäftsumfeldes aus Myanmar zurück. Zuletzt tat dies der deutsche Großhandelskonzern Metro. „Wenig überraschend hat sich auch das große norwegische Telekommunikationsunternehmen Telenor zurückgezogen und seine Firma verkauft. Inländische Firmen sind komplett geschlossen. Auch ich habe meine Teeproduktion seit Juni eingestellt. Normalerweise läuft die Manufaktur das ganze Jahr von April bis November”, so Htun Thaw.

„Inländische Firmen sind komplett geschlossen.
Auch ich habe meine Teeproduktion seit Juni eingestellt. Normalerweise läuft die Manufaktur das ganze Jahr von April bis November.”

Die Folgen sind ein Exporteinbruch und steigende Inflation. Die Preise für Lebensmittel und Treibstoff sind regelrecht am explodieren. Der Kyat, die Währung Myanmars, hat ein Drittel an Wert verloren. Dabei war die burmesische Wirtschaft in den letzten Jahren auf einem guten Weg – auch aufgrund verbesserter Bedingungen für ausländische Investor*innen und der Expansion des Telekommunikationssektors.

Htun Thaw erklärt uns auch, dass sich die Situation aktuell durch Einschränkungen im Finanzmarkt noch verschlimmert. Neuerdings werden für Geldtransfers hohe Gebühren erhoben und es gibt Limits bei der Auszahlung von Bargeld. Das sei dramatisch, besonders, wenn man bedenkt, dass viele Menschen aufgrund des zivilen Ungehorsams ihre Arbeit verloren haben und somit auf ihre Ersparnisse angewiesen sind. Ganz nach dem Motto „Cash is King” werde die Zentralbank und der Finanzsektor von der Junta als Druckmittel missbraucht.

Was wird die Zukunft bringen?

Währenddessen hat sich die Widerstandsbewegung zunehmend militarisiert und sucht die Kollaboration mit bewaffneten ethnischen Gruppierungen, die seit vielen Jahren gegen die Regierung und für ihre Rechte und mehr Unabhängigkeit kämpfen. In Teilen der Wirtschaftsmetropole Yangon gilt inzwischen Kriegsrecht, aus vielen Regionen werden Bombenattacken gemeldet und die Militärs machen auch vor Journalist*innen und Fotograf*innen keinen Halt mehr. Nun rief der Präsident der Opposition Duwa Lashi La im sozialen Netzwerk Facebook zum Verteidigungskampf „in jedem Winkel des Landes“ auf. Er will das Regime und den führenden General Min Aung Hlaing stürzen. Nach dem Putsch des Militärs in Myanmar sollte es in dem südostasiatischen Land nach Angaben des Junta Chefs nach einem Jahr Übergangsregierung zu Neuwahlen kommen, doch wie viele erwartet haben, wurde der Ausnahmezustand verlängert und es soll nun erst in zwei Jahren, im August 2023, Neuwahlen geben. Zusätzlich ist die Lage durch die bevorstehende UN-Vollversammlung in New York angespannt, für die entschieden werden muss, wer das Land Myanmar zukünftig im Gremium vertreten darf. Der bisherige Botschafter Kyaw Moe Tun hat sich mit der Oppositionsbewegung solidarisch gezeigt und den Putsch verurteilt.

„Wir möchten die politischen Führer in der Welt dazu auffordern, die Militärregierung zur Machtaufgabe zu bewegen und den Menschen in Myanmar so eine Rückkehr zu einer Zivilregierung unter der NLD (Nationale Liga für Demokratie) oder NUG (Partei der nationalen Einheit) zu ermöglichen.
Wir haben große Sorge vor einer Nahrungsmittelkrise, falls die Gewalt im Land anhält, da wir unter solchen Bedingungen unsere Felder nicht bewirtschaften können. Vor kurzem kam es zu Überschwemmungen, die viele Felder zerstört haben. Bitte unterstützt uns und rettet Myanmars so junge Demokratie, die über Nacht verschwunden ist!”

Handel bringt Hoffnung

Nach mittlerweile vier Jahren Zusammenarbeit verbindet uns mit Htun Thaw weit mehr als eine geschäftliche Partnerschaft. Lange gemeinsame Reisen durch Myanmar, viele Erlebnisse und Gespräche haben uns zu Freunden werden lassen. Umso tiefer trifft uns sein Hilferuf, den wir an dich weitergeben möchten.

Unser europäischer Handelspartner Conflictfood nimmt uns seit vier Jahren verlässlich die Ernte ab. Beinahe hätten wir dieses Jahr nicht liefern können.
Mit unseren letzten Ressourcen konnten wir die Ernte im Frühjahr einfahren und verarbeiten. Der Transport von unserem Lager im Hochland bis an den Hafen Yangon war diesmal eine enorme Herausforderung. Nun ist alles auf den Weg gebracht.”

Der Zusammenbruch des Exports hat auch unser Team vor enorme Herausforderungen gestellt. Salem, der unter anderem die Warenlogistik bei Conflictfood regelt, hat über mehrere Monate hinweg Platz in einem Containerschiff gesucht. Endlich ist es geschafft: Knapp zwei Tonnen der neuen Tee-Ernte waren auf dem Seeweg unterwegs – von Yangon nach Hamburg – und sind nun in unserem Lager eingetroffen.

Htun Thaw’s Bio-Grün- und Schwarztee gibt es in unserem Onlineshop. 

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VEGANER SAFRANKUCHEN

Backe, Backe Kuchen - Der Bäcker hat gerufen!

Wie im alten deutschen Kinderlied wollen wir heute, anlässlich des fünfjährigen Jubiläums von Conflictfood einen lecker leichten veganen Safrankuchen backen. Die Zeile ‚Safran macht den Kuchen gehl‘ verrät bereits, dass der Kuchen, sobald er fertig ist, eine schöne gelbe Farbe aufweist.

Wer will guten Kuchen backen, der muss haben sieben Sachen...

Zutaten

375 g Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Natron
¼ TL Salz
180 g Zucker
10 g Vanillezucker
Schale von 1 Bio-Orange & 1 Bio-Zitrone
120 ml geschmacksneutrales Öl
120 g Apfelmark oder Apfelmus
230 ml Hafermilch (wichtig: keine Sojamilch)
60 ml Orangensaft & 60 ml Zitronensaft
0,2 g Safran von Conflictfood
10 ml Wasser

Für die Glasur (optional):
150 g Puderzucker
1 EL Zitronensaft

Zubereitungszeit: 1 h 40 min

 Anleitung

Gib zunächst den Safran in ein Gefäß. Füge einen Schuss heißes Wasser hinzu und stelle das Gefäß für ca. 30 Minuten an die Seite, sodass sich Farbe und Geschmack des “Roten Goldes” voll entfalten können. Währenddessen kannst du bereits die Schale der gewaschenen Orange und Zitrone abreiben und diese in ein Gefäß auspressen. Du kannst auch schon die Gugelhupf-Form zur Vorbereitung einfetten und gegebenenfalls mit etwas Mehl bestäuben, sowie den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze oder 160°C Umluft/Heißluft vorheizen.

Sieb nun Mehl und Backpulver in die Rührschüssel, so lassen sie sich leichter verarbeiten. Gib anschließend alle weiteren trockenen Zutaten hinzu: Salz, Natron, Zucker, Vanillezucker. Den Vanillezucker kannst du übrigens im Vorhinein auch wunderbar selbst herstellen. Füge anschließend auch schon die Orangen- und Zitronenschale, den Saft, das Safran-Öl, das Apfelmark/-mus sowie die Hafermilch nach und nach hinzu. Wichtig! Du solltest keine Sojamilch verwenden, da diese Flocken bildet. Mit dem Schneebesen vermengst du noch kurz alle Zutaten. Aber gib Acht und rühre nach Zugabe der feuchten Zutaten nicht mehr zu lange, sonst wird der Teig zu schwer.

Da wir kein Ei für den Teig verwenden, kannst du gern auch schon zu jeder Zeit naschen und testen, ob der Kuchen auch gut schmecken wird. Aber lass noch genug Teig für den Kuchen übrig!

Diesen füllst du anschließend in die vorbereitete Gugelhupfform und schiebst den Kuchen ca. 60 bis 70 Minuten mittig im Ofen. Bevor du den Kuchen aus dem Ofen nimmst, kannst du mit einem Holzstäbchen durch Anstechen testen, ob er auch gar ist. Den fertig gebackenen Kuchen lässt du noch für ca. 15 Minuten in der Form abkühlen, bevor du ihn stürzt und vollständig erkalten lässt. Nach dem Auskühlen kann der Kuchen noch beliebig verziert werden. Eine leckere und bewährte Glasur kannst du ganz einfach aus Puderzucker und Zitronensaft zusammenrühren und über den Kuchen gegeben.

Der fertige Safrankuchen besticht durch seinen besonderen zart-herben Geschmack, die fluffige Konsistenz und seine leuchtend gelb-goldene Farbe. Er eignet sich perfekt für jeden Anlass, und uns, Franzi, Gernot und Salem hat er hervorragend geschmeckt.

Das Conflictfood-Team wünscht viel Spaß beim Verkosten!

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SAFRAN SCHMAND ZUM RÄUCHERLACHS

Safran Schmand zum Räucherlachs

Berlin ist ein bunter Mix von möglichen Kulturen, Menschen und Geschichten – auch kulinarisch. Die leckersten Gerichte entstehen, wenn man das beste dieser Kulturen auf einem Teller clever zusammenbringt. 

Der afghanische Safran hat den aus Schweden stammenden Küchenchef Björn Persson zu einem einfachen aber raffinierten Rezept inspiriert: Safranschmand zum Räucherlachs.

Das Marktlokal im Herzen von Kreuzberg, gleich an der Markthalle Neun. Es ist eine echte Berliner Wirtshausikone mit bunter Vergangenheit. Küchenchef Björn und das junge Team um Niklas Krasenbrink führen den Laden in eine frische Gastro-Zukunft. Ehrlich und unprätentiös spannen sie eine kulinarische Brücke von Schweden nach Berlin.

Zutaten

0,2 g Safran
20 ml Wasser/Wodka
200 g Schmand

Anleitung

Den Safran entweder in das Wasser oder den Wodka geben und für mindestens 3 Stunden ziehen lassen. Damit die Safranfäden Zeit haben, ihr Aroma und ihre Farbkraft an die Flüssigkeit abzugeben.
Anschließend das Safrangemisch unter den Schmand rühren. Nun hat der fertige Safran Schmand ein herrliches Aroma und eine tolle gelbe Farbe. Anschließend die Creme servieren und genießen.

Unser Tipp: Der Safranschmand passt super als Dip zu diversen Fischgerichten. Und die Fleischliebhaber*innen unter euch wird es freuen zu hören, dass der verfeinerte Schmand auch ein perfekter Begleiter von gegrilltem Fleisch ist. Er ist auch ideal zu gebratenem Gemüse oder veganen Bratlingen.


Es gibt natürlich noch zig Möglichkeiten Safran mit anderen Köstlichkeiten zu kombinieren. Weitere Rezepte gibt es hier.  Was ist deine Lieblingskombination mit Safran?

Das Marktlokal und Conflictfood wünschen “Smaklig måltid”!

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Der Afghanistan-Einsatz ist beendet, doch der Krieg geht weiter

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7. Oktober 2001. Unter der Führung der USA beginnt eine Offensive gegen die Taliban-Regierung Afghanistans. Heute, knapp 20 Jahre später, endet ein Einsatz, der die Frage aufwirft: War es das wert?
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Die Vorgeschichte

Als die US-Koalition angriff, hatte Afghanistan bereits zwei Jahrzehnte Krieg hinter sich: die brutale sowjetische Besatzung von 1979 bis 1989 und den direkt folgenden Bürgerkrieg, der bis heute ungelöst ist. Gegen die Rote Armee hatten die Mudschaheddin  – auch mit US-Waffen – Widerstand geleistet, konnten sich danach jedoch nicht auf eine gemeinsame Zukunft einigen. Ihr rücksichtsloser Machtkampf zerstörte 1994 die Hauptstadt Kabul und führte zur Machtergreifung der Taliban.

Der Westen nahm auf diese Vorgeschichte keine Rücksicht. Die Zerstörer Kabuls und Gegner der Taliban wurden zu Partnern der USA. Die USA und NATO investierten viel Geld, um ein neues, demokratisches Afghanistan aufzubauen und ihre Transitwege für den Transport von wichtigen Rohstoffen aus den ehemaligen Sowjetrepubliken an den Persischen Golf zu sichern. Doch schon zu Zeiten der Taliban gab es Verhandlungen mit den USA sowie einem brasilianischem Konsortium. Mit letzterem gab es sogar einen Vertrag, jedoch wurde dieser von den USA sabotiert. Bis zum Ende der Herrschaft der Taliban sollte kein neuer Vertrag mehr zustande kommen. Die Saat für neue Gewalt, neuen Terror und ausufernde Korruption war gelegt.

Am 9. September 2001 wurde einer der Anführer des afghanischen Widerstands gegen die Taliban, Ahmad Schah Massoud, ermordet. Wenige Tage später folgte der Anschlag auf die USA, der Auslöser für den Einmarsch der westlichen Truppen.

Die Nato kommt

Nach der Eroberung der Hauptstadt Kabul am 13. November 2001 gelang es US-amerikanischen Bodentruppen unter Mithilfe britischer Soldaten und den Milizen der Nordallianz, die Taliban in weiten Landesteilen zurückzudrängen.
Mit der
UN-Resolution 1386 wurde im Dezember die internationale Schutztruppe (ISAF) geschaffen, an der auch die Deutsche Bundeswehr beteiligt war. Dabei handelte es sich um eine Sicherheits- und Wiederaufbaumission unter Führung der NATO. 2002 wurde unter Hamid Karzai eine im Petersberger Abkommen (intl. bekannt als Bonn Agreement) beschlossene Übergangsregierung etabliert, im Oktober 2004 führte Afghanistan Präsidentschaftswahlen durch, bei denen er zum Präsidenten gewählt wurde. 
Obwohl es ab September 2008 mehrere Truppenverstärkungen gab, gelang es den USA und ihren Verbündeten nicht, die Taliban zu besiegen und das Land zu befrieden. US-Präsident Barack Obama plante 2009, alle US-Truppen bis 2011 aus Afghanistan abzuziehen. Tatsächlich endete die dreizehnjährige Kampfmission der NATO erst im Dezember 2014.

Im Zuge der Nachfolgemission “Resolute Support” waren bis zuletzt um die 12.000 Soldaten und Soldatinnen von NATO-Staaten in Afghanistan gleichzeitig stationiert. Gute 1000 davon Deutsche. Die Bundeswehr stationierte insgesamt rund 150.000 Soldatinnen und Soldaten, in Masar-i-Scharif und der Nähe von Kundus. Ihre vorrangige Aufgabe war die Beratung und Ausbildung von afghanischen Sicherheitskräften. Die Sicherheitslage hat sich trotz militärischer Unterstützung und finanzieller Hilfe massiv verschlechtert. Die politische Führung unter Präsident Aschraf Ghani war bis Anfang 2020, auch auf Grund des amerikanischen Einflusses, zerstritten. Die USA hatten massiven Einfluss auf das Wahlergebnis genommen, in dem sie entgegen der Verfassung Abdullah Abdullah (einen politischen Rivalen) 2014 zum Geschäftsführer der Regierung ernannten. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme belasten das Land zusätzlich schwer.

Viele Opfer auf beiden Seiten

Der Konflikt in Afghanistan zählt zu den tödlichsten der Welt. Die UN-Mission in Afghanistan dokumentiert die Zahl der zivilen Opfer erst seit 2009. Danach wurden bis Ende 2020 fast 111.000 Zivilisten getötet oder verletzt. Nach Schätzungen vieler Nichtregierungsorganisationen ist die tatsächliche Zahl deutlich höher. Im Mai und Juni 2021 sind laut UN fast 2400 Zivilisten verletzt oder getötet worden. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen ist das die höchste je erfasste Zahl ziviler Opfer für diese zwei Monate seit dem Beginn der Zählungen im Jahr 2009. Für die meisten zivilen Opfer sind die Taliban und andere extremistische Gruppen verantwortlich. Doch auch die internationalen Truppen haben den Tod von vielen Zivilisten zu verantworten – vor allem durch den Beschuss afghanischer Dörfer mit Kampfflugzeugen und Drohnen. Unter dem Friedensnobelpreisträger Obama gab es die meisten Drohnenangriffe überhaupt, er persönlich unterzeichnete die sogenannte “Kill List”. Die US-Armee selber verlor 2442 Soldaten, die Bundeswehr 59. Wie viele afghanische Soldaten und Polizisten getötet wurden, ist nicht bekannt. Die Zahl wird schon seit einigen Jahren aus Sicherheitsgründen geheim gehalten. Im Januar 2019 erklärte dann Präsident Ashraf Ghani beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos, dass seit seinem Amtsantritt 2014 mehr als 45.000 afghanische Sicherheitskräfte ihr Leben verloren hätten.

Über die Zahl der getöteten Taliban-Kämpfer und anderer Extremisten liegen ebenfalls keine gesicherten Erkenntnisse vor. Man geht von deutlich mehr als 50.000 Toten aus.

Money, money, money

Das Costs of War Project der Brown University hat evaluiert, dass die Vereinigten Staaten zwischen 2001 und 2021 mehr als zwei Billionen, also 2000 Milliarden Dollar, für den Afghanistan-Krieg ausgegeben haben. Etwa die Hälfte der Summe entfiel danach auf den Einsatz der US-Armee. Nach Angaben des Weißen Hauses investierten die USA im gleichen Zeitraum 144 Milliarden Dollar in den Wiederaufbau Afghanistans. Der Großteil dieser Summe, mehr als 88 Milliarden US-Dollar, sei in den Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte geflossen und auch das weitere Geld ist ging fast ausschließlich an Projekte, die eine militärische Relevanz hatten. 
Laut Auswärtigem Amt in Berlin hat Deutschland zwischen 2002 und 2020 mehr als 18 Milliarden Euro für den Afghanistan-Einsatz aufgewendet. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums entfielen 12,5 Milliarden Euro auf den Einsatz der Bundeswehr.
Nach Recherchen der Deutschen Welle hat das Auswärtige Amt seit 2001 zivile Unterstützung in Höhe von 2,4 Milliarden Euro geleistet. Der Aufbau staatlicher Institutionen sei zwischen 2002 und 2019 mit rund 950 Millionen Euro unterstützt worden.
Es gibt aber auch ganz andere Zahlen. Das „Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung“ beispielsweise schätzte die gesamten Kosten allein für die ersten zehn Jahre des Krieges schon auf etwa 36 Milliarden Euro.

Was hat die internationale Intervention erreicht, wo hat sie versagt?

Als die Intervention im Oktober 2001 begann, war Afghanistan ein isoliertes und zerstörtes Land. Nur drei Länder erkannten das fundamentalistische Emirat der Taliban an: Pakistan, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Heute ist Afghanistan eine Islamische Republik mit einer demokratischen Verfassung und einer international anerkannten, gewählten Regierung. Frauen sitzen im Parlament, Mädchen besuchen die Schule. Es gibt eine junge, bildungshungrige Generation, die mit Leidenschaft die Angebote der neuen Schulen und Universitäten nutzt. Es gibt eine lebendige Medienlandschaft und neue Krankenhäuser. Doch das Land hat keinen Frieden gefunden und ist sozial tief gespalten. Ein Großteil der Hilfe kam nur den städtischen Eliten zugute. Über die Hälfte der afghanischen Bevölkerung lebt weiter in bitterer Armut. Besonders betroffen: die umkämpften Gebiete im Süden und Osten des Landes – das Kernland der Taliban.

Gibt es eine Chance auf Frieden?

Zeitnah nicht. Nach ihrem Sturz im Winter 2001 waren die Taliban in einer Position der Schwäche, doch die USA lehnten Gespräche damals kategorisch ab. Das rächt sich jetzt, denn heute fühlen sich die radikalen Islamisten als Sieger – spätestens seit der Unterzeichnung des Doha-Abkommens im Februar 2020 mit den USA, dessen Verhandlung ohne Beteiligung der afghanischen Regierung stattgefunden hat. 
Seit September 2020 finden inner-afghanische Friedensverhandlungen in Doha zwischen Taliban und der afghanischer Regierung statt, jedoch gibt es bis heute keine konkreten Erfolge.

Die Taliban haben eines ihrer Hauptziele aber schon erreicht: den bedingungslosen Abzug der internationalen Truppen. Sie sind militärisch in der Offensive und rücken landesweit auf urbane Zentren vor. Forderungen nach einem Waffenstillstand ignorieren sie. Sie lehnen die afghanische Verfassung ab und wollen sie durch ein “wahrhaft islamisches System” ersetzen.
In der ersten Hälfte dieses Jahres hat die Zahl der zivilen Opfer zugenommen. Vor allem Journalistinnen, Richterinnen und Aktivistinnen wurden durch gezielte Attentate getötet. Eine neue Welle von Gewalt rollt über Afghanistan. Es scheint als ob die Taliban den Sieg vor Augen haben.
Genauso wie der US-geführte Krieg im Irak hat auch der Konflikt in Afghanistan weltweit für mehr, nicht weniger Terror gesorgt. Er hat eine Region, in der die beiden Atommächte Indien und Pakistan miteinander rivalisieren und Iran, China und Russland nach mehr Einfluss streben, aufgewühlt. 
Der Truppenabzug ist ein Eingeständnis für das eigene Versagen.

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WARUM IST FREEKEH EIGENTLICH SO GESUND?

Glück im Unglück - die Entdeckung eines Wunderkorns

Freekeh ist ein antikes Korn, das schon im frühen 13. Jahrhundert Erwähnung in einem Kochbuch aus Bagdad findet. Es ist ein Durumweizen, früh geerntet und über offenen Flammen geröstet. Da das Freekeh unreif geerntet wird und dabei noch viel Feuchtigkeit in sich trägt, verbrennt der Kern nicht, sondern erlangt so seinen köstlichen, nussigen und rauchigen Geschmack.

Laut einer Geschichte wurde Freekeh in einem kleinem Dorf im östlichen Mittelmeerraum entdeckt. Da das Dorf einen Angriff befürchtete, entschied es sich dazu frühzeitig mit der Ernte zu beginnen. Dennoch wurden während des Angriffs alle Vorräte verbrannt. Doch die Dorfbewohner fanden schnell heraus, dass das Getreide nicht nur genießbar, sondern auch noch köstlich ist! Später stellte man fest, dass genau dieser Prozess der Grund für den hohen Nährstoffgehalt ist: Da das Freekeh so früh geerntet wird, enthält es mehr Nährstoffe als in einem späteren Reifeprozess. Es ist ein nährstoffreiches Lebensmittel, gut für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Manche bezeichnen es sogar also Superfood!

Der ultimative Nährstofflieferant

Freekeh bietet viele Vorteile und ist in seinem Gehalt an Ballaststoffen einzigartig. Es enthält doppelt so viele Ballaststoffe wie Quinoa und viermal so viel wie brauner Reis. Männer sollten täglich etwa 30 bis 38g an Ballaststoffen zu sich nehmen, und Frauen etwa 21 bis 25 g am Tag. Freekeh besteht zu 16,5% aus Ballaststoffen – also ein reiner Gesundheitsbooster! Freekeh ist hier noch weitestgehend unbekannt und auch Ballaststoffe finden wenig Aufmerksamkeit als wichtiger Nährstoff, aber sie hegen große Vorteile für dich und deinen Körper!
Ballaststoffe unterstützten deinen Körper dabei, ein gesundes Gewicht zu halten. Sie füllen den Magen, halten dich für längere Zeit satt und sind zusätzlich auch gut für die Verdauung! Zudem verlangsamen sie die Aufnahme von Zucker, was den Blutzuckerspiegel kontrolliert. Außerdem hat Freekeh einen niedrigen glykämischen Index, mit dem positiven Nebeneffekt, dass Kohlenhydrate langsamer aufgenommen werden und der Körper somit länger mit Energie versorgt wird.

Freekeh ist außerdem eine großartige Proteinquelle. Proteine werden unter anderem von dem Körper benötigt um Enzyme und Hormone zu erzeugen. Der Körper ist nicht in der Lage Proteine zu speichern, wie beispielsweise Fett oder Kohlenhydrate. Gerade deswegen ist die regemäßige Einnahme so wichtig. Freekeh enthält auf 100g, 15,8g Proteine. Im Vergleich: Brauner Reis enthält 7,6g auf 100g. Der Vorteil an Freekeh, obwohl so reichhaltig an Proteinen, enthält es weniger als 1g Fett auf 100g. Zusätzlich ist Freekeh reich an Calcium, Eisen und Zink.

Mit Freekeh zu kochen ist keine komplizierte Angelegenheit! Man kocht es einfach in Wasser auf. In der Regel dauert es etwa 40 Minuten – grob gemahlener Freekeh sogar nur 20 Minuten. Man kann es anstelle von Reis als Beilage genießen! Aber der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Von Suppe, Salat, Eintopf oder süßen Bäckereien ist alles möglich – und alle Varianten sind köstlich. Hier findest du einige Rezeptideen! 

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Kostbarkeit der Seidenstraße – Was macht afghanischen Safran zum besten der Welt?

Das teuerste Gewürz der Welt

Safran, wissenschaftlich Crocus Sativus, ist das teuerste Gewürze der Welt. Ein hochwertiges Gramm kostet um die 15,00 Euro. Und für dieses eine Gramm muß man über 200 Safranblüten zupfen, sie vorsichtig öffnen und die drei Stempelfäden entnehmen, behutsam und alles von Hand. Im Iran haben Anbau und Ernte eine lange Geschichte: Ungefähr 95% der weltweiten Produktion stammen von dort. Der Nachbar Afghanistan spielt auf dem Weltmarkt eine sehr bescheidene Rolle. Es wird nicht viel produziert – die Qualität des afghanischen Safrans ist jedoch unschlagbar! 

Der “Ernte-Trick” der afghanischen Bäuerinnen

Für die Bäuerinnen des Shakiban-Frauenkollektivs, vom dem unser Safran kommt, steht Qualität an oberster Stelle. Das heisst: ernten bevor die Sonne aufgeht. Nur die Bäuerinnen dieses Kollektivs gehen weit vor Sonnenaufgang auf die Felder, um die noch geschlossenen Krokusblüten zu ernten. Dadurch stellen sie sicher, dass kein Sonnenstrahl die geöffneten Blüten trifft, kein Insekt oder Staubkorn die filigranen Fäden beeinträchtigt. Das macht den Conflictfood-Safran so besonders!
Die fast kargen Felder des Kollektivs haben uns auf den ersten Blick überrascht, waren wir Bilder von blühenden Safranfelder gewohnt. Aber das sind beliebte Motive mancher Firmen und der Werbeindustrie, Güte und Gewürz-Eigenschaften dieser Anbieter sind oftmals niedrig.

Wie prüft man die Qualität von Safran?

Über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten. Doch wie kann man objektiv herausfinden, ob ein Gewürz nun wirklich von höchster Qualität und Klasse ist?

Damit du die Qualität und den authentischen Geschmack von echtem Safran erkennen kannst haben wir drei Methoden für dich zusammengetragen: 

Der Test Im Labor

Die intensive Arbeit der afghanischen Bäuerinnen und ihr hoher Anspruch lässt sich sogar im Labor nachweisen. 
Dabei wird die Qualität vor allem an drei Werten festgemacht: Crocin, Safranal und Picrocin. 
Crocin sagt etwas über die Färbekraft des Safrans aus. Je höher der Wert, desto intensiver ist die gold-gelbe Farbe sichtbar, beispielsweise im Risotto oder Gebäck. 
Safranal ist das Aroma des Safran. Das wunderbare Aroma erinnert an Honig, blumige Vanille und salzige Erde. Ein Geschmack schwer zu beschreiben.
Picrocin ist für die Bitterkeit des Safrans verantwortlich. Guter Safran duftet süßlich aber schmeckt angenehm bitter, dafür sorgt der hohe Picrocingehalt. 
Conflictfood-Safran erreicht in allen drei Kategorien die Qualitätsstufe 1, den allerbesten möglichen Wert, den die sogenannte ISO-Norm 3632-2 dafür kennt.

Der Chefkoch-Test

Jedes Jahr treffen sich die 200 besten Chefköch*innen und Sommeliers der Welt in Brüssel, wenn es darum geht, das geschmacklich beste Produkt zu küren.

Die professionellen Geschmacksexpert*innen verkosten zahlreiche Produkte blind nach einer streng vorgegebenen Norm. Jedes Produkt wird nach einem systematischen Ansatz auf seine organoleptische Qualität hin bewertet. Das heisst, es wird ohne weitere Hilfsmittel nur mit den eigen Sinnen und Organen geprüft. Und basiert auf den fünf Kriterien der International Hedonic Sensory Analysis: Erster Eindruck, Aussehen, Geruch, Geschmack, Beschaffenheit (Nahrungsmittel) oder Nachgeschmack (Getränke).

Zum wiederholten Male wurde auch dieses Jahr der “Superior Taste Award ” der Geschmacksexpert*innen des Instituts gleich viermal an afghanischen Safran vergeben. Der Safran aus Afghanistan wurde in allen Kriterien mit drei Sternen bewertet. Das macht die Provinz Herat zum besten Anbaugebiet der Welt. 
Die nachweislich exzellente Qualität des afghanischen Safrans stellt für das von Kriegen gezeichnete Land Afghanistan einen enormen Gewinn an Prestige dar und eine Stärkung der Handelsbeziehungen weltweit.

Der Test mit den eigenen Sinnen

Die eigenen Sinne sind letztlich der beste Maßstab. Wenn Du dir bei der Qualität von Safran nicht sicher bist, probiere folgende Tests einfach selbst aus:

Aussehen

Nimm ein paar Safranfäden in die Hand und schau sie dir ganz genau an.
Echter Safran hat ein besonderes Aussehen. Die Fäden sind zwischen 1 und 2 cm lang und haben ein nach oben hin trichterförmiges Ende. Auch die Farbe ist einzigartig. Hochwertiger Safran verliert seine ursprüngliche Farbe nicht, wenn dieser in etwas Wasser gelegt wird. Das Wasser mit dem reinen Safran wird honiggelb. Echter Safran wird seine ursprüngliche Farbe behalten, wenn man den Faden aus dem Wasser nimmt

Geschmack

Safran (in Fäden oder gemahlen) schmeckt nie süß. Hochwertiger Safran hat, auf die Zunge gelegt, einen bitteren und leicht trockenen Geschmack – ehrlich gesagt, nicht besonders lecker. Das hat einen Grunde: Pur verkostet kann sich das vollmundige, blumige Aroma nicht voll entfalten. 

Duft

Eine weitere Eigenschaft ist das Aroma, denn Safran hat einen starken Eigengeruch. Die kleinste Menge an echtem Safran hat einen charakteristischen und intensiven Duft. Um das Aroma zu identifizieren, musst du zuerst wissen, wie echter Safran riecht. Merke dir einfach diese Regel: Der Duft von echtem Safran ist immer blumig-süß, der Geschmack aber nie.

Conflictfood Safran aus Afghanistan

Der Safran im Conflictfood Onlineshop hat selbstverständlich alle Testverfahren durchlaufen – und das mit Auszeichnung!

Die Tests im Labor erzielen die Kategorie I, die geschulten Gaumen von Köchinnen und Köchen in Europa schätzen die hohe Qualität. Und zu guter Letzt erreichen uns regelmäßig Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden, die mit dem betörenden Geschmack, der kräftigen Färbung und dem vollen Aroma glücklich und zufrieden sind. Dieses Lob freut uns enorm. Natürlich reichen wir dieses gerne und regelmäßig den Bäuerinnen in Afghanistan weiter. Für sie ist die Anerkennung aus dem fernen Deutschland ein Ritterschlag. 

 

Probiere den afghanischen Safran gleich selber aus! Hier geht es zum Shop:

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Mmmh – Nobelhart & Schmutzig kreiert ein Safranrisotto für uns!

(c) Nobelhart & Schmutzig, Billy Wagner KG

Hausgemachtes by Nobelhart & Schmutzig

Mit unseren Freunden vom wunderbaren Restaurant Nobelhart & Schmutzig teilen wir nicht nur die Liebe zu Qualität, gutem Handwerk und die Vielfalt und Lebendigkeit des Geschmacks der Stadt Berlin. Wir teilen uns auch die Meinung, dass Essen immer ein politischer Akt ist. Denn Politik wird auch mit dem Einkaufszettel gemacht.

Billy Wagner, ist ein Vollblut-Gastronom und gemeinsam mit Chefkoch Micha Schäfer das Führungsduo im legendären Sternerestaurant Nobelhart & Schmutzig in Berlin. Im Februar 2015 haben sie sich zum politischsten Restaurant Deutschlands entwickelt. “Brutal lokal” war damals wie heute ihr Motto, um die LebensmittelproduzentInnen im Berliner Umland in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. 

Denn die Produktion unserer Lebensmittel beeinflusst den Umgang mit Ressourcen und damit die Zukunft unseres Planeten. Daher betrachtet sich die Restaurant nicht allein als ein Team aus  KöchInnen und KellnerInnen, sondern auch als AktivistInnen für bessere Lebensmittel. Damit verbunden sind zahlreiche Aspekte. Sie möchten die Erfahrungen, die sie als Restaurant gemacht haben, in den Alltag der Menschen herunter brechen. 

Dazu zählen alle kulinarischen Player die mit Lebensmitteln zu tun haben: Von der normalen Privatperson, LebensmittelproduzentInnen, KöchInnen, HändlerInnen, Restaurants, Kantinen, Kindergärten – eben allen, die Wert auf eine gesunde Ernährung legen und deshalb etwas verändern möchten. Die Motivation des Einzelnen kann dabei so unterschiedlich wie Tag und Nacht und dennoch gut und richtig sein. Für den einen ist es eine Frage des guten Geschmacks, für den anderen können politische Motive eine Rolle spielen.

Mit Corona änderte sich vieles, aber nicht ihre Werte. Deshalb bieten sie mittlerweile zusätzlich zum Besuch in ihrem Speiselokal auch die Möglichkeit an, sich etwas Nobelhart & Schmutzig in dein Zuhause zu holen. Ihr Online-Shop hausgemachtes.berlin ist ebenso brutal lokal und kompromisslos gut. Hier findest du nicht nur Gutes zum Verfeinern deiner Hausmannskost aus den besten Berliner Küchen, sondern auch sorgsam ausgewählte Geschenke, Rezepte und Handwerksartikel, wie auch der Conflictfood Safran aus Afghanistan. 

Ein Besuch ist bei Nobelhart & Schmutzig immer ein ganz besonderes Ereignis. Und zwar nicht nur kulinarisch. Egal, ob im Restaurant vor Ort oder in ihrem Online-Shop. 

Denn die Arbeit der LebensmittelproduzentInnen stellt fürs Team von Nobelhart & Schmutzig – und auch uns  von Conflictfood- eine neue Wertigkeit dar und wirkt identitätsstiftend, nicht nur für die ProduzentInnen, sondern durch die gesamte Produktionskette bis an deinen Tisch. 

Zum 5-Jahres-Jubiläum von Conflictfood haben unsere Freunde von  Nobelhart & Schmutzig  extra ein exquisites Rezept zusammengestellt – Safranrisotto mit jungem Fenchel.

Zutaten für 2 Portionen

2 Schalotten
1 kleiner Fenchel
150 g Risottoreis
100 ml Weißwein
2 EL Rauchbutter
50 g geriebenen Pecorino oder Parmesan
Conflictfood Safran
Wasser oder Gemüsebrühe
Salz

(c) Conflictfood

Anleitung

Risottoreis braucht 15 Minuten zum kochen – wenn man das weiß, kann nicht mehr besonders viel schiefgehen. Wichtig ist vor allem, dass das Risotto sofort serviert wird, denn ansonsten geht die schöne Konsistenz, von welcher das Gericht lebt, verloren.

Hobel den Fenchel dünn auf.

Einen kleinen Schluck des Weißweins in einem separaten Topf kurz aufkochen, dann den Safran dazugeben – in der warmen Flüssigkeit hat der Safran Zeit, seine Farbe und seinen Geschmack zu entfalten.

Würfel die Schalotten fein und erhitzen die Rauchbutter in einem Topf bei mittlerer Hitze.  Die Schalottenwürfel werden nun glasig angeschwitzt, dann wandert der Reis mit in den Topf. Weder Reis noch Schalotten sollten Farbe bekommen.

Nach einer Minute mit der Hälfte des Weißweins ablöschen, die Temperatur des Herdes eventuell anpassen – das Risotto sollte nur leicht köcheln. Ist die erste Hälfte Weißwein im Topf, einen Timer auf 15 Minuten stellen. Jetzt kann auch schon einmal gesalzen werden – am besten nicht zu stark, denn der Käse wird später auch noch eine gute Portion Salzigkeit mit ins Gericht bringen.

Sobald der Reis die Flüssigkeit fast vollständig aufgenommen hat, den restlichen Wein dazugeben. Nun unter ständigem Rühren diesen Vorgang mit Wasser oder Gemüsebrühe wiederholen, bis die 15 Minuten um sind.

Jetzt ein paar dünne Fäden Safran, den gehobelten Fenchel und den Käse mit in den Topf geben und unterheben. Eventuell nachsalzen und sofort servieren.

Tipp: Traditionell wird Risotto auf einem flachen Teller serviert, so sieht man auch direkt, ob die Konsistenz richtig ist. Das Risotto sollte niemals auf dem Teller einen Turm bilden, sondern leicht zerfließen.

Saisonale Alternative: Wenns gerade keinen Fenchel gibt, schmeckt das Ganze natürlich auch mit anderem Gemüse, zum Beispiel dünn gehobelten Karotten, Spinat, Kohlrabi oder dünnen Selleriescheiben.

Bist du experimentierfreudig? Dann probiere auch zwei weitere Risotto-Rezepte aus!

Der italienische Klassiker: Risotto Milanese
Eine raffinierte Variante mit Freekeh: Freesotto    

Das Conflictfood-Team wünscht dir Guten Appetit!

(c) Nobelhart & Schmutzig, Billy Wagner KG

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TABOULÉ MIT FREEKEH

Wer kennt es nicht? Man kommt müde und erschöpft von der Arbeit nach Hause, der Heißhunger raubt einem den letzten Nerv und die Lust für’s Kochen will sich so gar nicht einstellen. Da haben wir was für euch! Warum nicht einfach am Vortag entspannt einen köstlichen Freekeh Taboulé Salat zubereiten, der sich gut aufbewahren lässt und beispielsweise auch noch am nächsten Tag in der Mittagspause genossen werden kann.

Zutaten für 4 Portionen

250 g Freekeh
1 Salatgurke
2 Tomaten
1 rote Paprika
2 Schalotten
1 großen Bund frische, glatte Petersilie
1 Bund frische Minze
2 TL Olivenöl
1 Zitrone
Salz & frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitungszeit: 30 Minuten

Anleitung

Das Freekeh in Wasser mit einer Prise Salz im Topf zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und weitere 30 Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und das restliche Wasser abgießen. Jetzt geht es ans Gemüse schnippeln: Gurke, Tomaten, Paprika und Schalotten in kleine Würfel schneiden sowie Petersilie und Minze sehr fein hacken. Anschließend alle Zutaten in einer großen Schale mit dem Freekeh vermengen. Den Salat mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig zum Genießen!

Tipp: Der Salat lässt sich gut im Kühlschrank aufbewahren und kann also am Vortag zubereitet werden. Dadurch entfalten sich die Aromen noch besser!

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