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KAFFEE STATT OPIUM IN MYANMAR

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Wenn man Konflikte und Kriege näher beleuchtet, trifft man oft auf eine Drogenökonomie. Das Land Afghanistan ist weltweit der größte Exporteur von Opium. Einige wenige Erfolgsbeispiele zeigen, dass es auch anders geht: wie das Frauenkollektiv Shakiban, welches den Umstieg von Opium- auf Safranproduktion gemacht hat. Ihren Safran kannst du hier kaufen.

A man lances a poppy bulb to extract the sap, which will be used to make opium, at a field in the municipality of Heliodoro Castillo, in the mountain region of the state of Guerrero January 3, 2015. According to local media, 42% of the poppies produced in Mexico come from the state of Guerrero, where impoverished farmers in the mountain cultivate opium poppies as cash crop due to the extreme poverty in where they live. Picture taken January 3, 2015. REUTERS/Claudio Vargas (MEXICO - Tags: DRUGS SOCIETY POVERTY AGRICULTURE) - RTR4OXFT

Angebot und Nachfrage

Der Anbau von Schlafmohn hat auch im Goldenen Dreieck eine lange Geschichte. Eingeführt aus China und befördert durch die Kolonialmächte ist der Anbau und Handel mit Opium zum lukrativen Geschäft für verarmte Bergvölker wie die Akha geworden – so lukrativ, dass die reguläre Wirtschaft kaum eine Chance gegen ihn hat. Besonders während und nach des Vietnamkriegs entstand der Ruf der Grenzregion zwischen Laos, Thailand und Myanmar als Zentrum für Opium- und Heroinherstellung – sie wurde zum “Goldenen Dreieck”, ein Name, der bis heute die Region prägt. Aufgrund steigender Nachfrage im Westen schossen die Produktionszahlen Ende der Achtziger weiter in die Höhe. Durch die niedrigen landwirtschaftlichen Anforderungen an die Pflanze konnte der Anbau derart große Ausmaße erreichen. 

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Schattenwirtschaft hinter der Mohnpflanze

Doch nicht nur von Armut bedrohte Bergvölker, die im Drogenhandel meist ihre einzige Einkommensquelle finden, sind am Handel beteiligt. Auch lokale Milizen, ethnische Widerstandsgruppen sowie Teile von Polizei, Militär und Verwaltung, ja sogar Klöster und Mönche sind in ihn verstrickt. Häufig werden die Grenzkontrollen von eben jenen Gruppen durchgeführt, die sich mit dem Drogenhandel finanzieren. So wird ein klarer Zusammenhang zwischen anhaltenden Konflikten in der Region und der Drogenproduktion sichtbar: Die Konflikte schaffen und befördern die Bedingungen, die den illegalen Drogenhandel erleichtern und sein Fortbestehen ermöglichen – die bewaffneten Gruppierungen können sich durch ihn finanzieren.

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Auf Platz zwei nach Afghanistan

Besonders Myanmar, das Land der goldenen Tempel und roten Roben, hat heute noch sehr mit dem Anbau und Handel von Opium zu kämpfen. Seit 2014 nimmt die Größe der Anbauflächen zwar kontinuierlich ab und auch die Produktionszahlen fallen zusehends. Trotzdem verbleibt Myanmar auf Platz 2 der weltweit größten Opiumproduzenten, direkt hinter Afghanistan, einer weiteren Schwerpunktregion von Conflictfood. Im Jahr 2019 wurden laut einer Studie der UNODC 508 Tonnen Opium auf 33.100 Hektar in Myanmar produziert. Bis zu 87% davon im nördlichen Shan-Staat, am Grenzbereich zu Laos und Thailand. Die Bergvölker, die den Schlafmohn anbauen, sind dabei selbst ihre besten Kunden. Das Rauchen von Opium hat Eingang in ihren kulturellen und medizinischen Gebrauch gefunden und hat viele somit nicht nur wirtschaftlich, sondern auch körperlich abhängig gemacht. Auch ihre Landwirtschaft leidet unter der pink blühenden Blume: Die Monokultur sorgt für eine verschlechterte Bodenqualität, welche sich durch mangelnde Nährstoffe und geringere Resistenz gegenüber klimatischer Veränderungen bemerkbar macht. 

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© GIZ 

Kaffee statt Opium

Eines der Völker, das für den Anbau von Opium gar berühmt-berüchtigt ist, ist das der Akha.  Wir wollen ihnen Wege raus aus der Abhängigkeit und Armut ermöglichen. Gemeinsam mit Coffee Circle und der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) haben wir eine viel wertvollere und nachhaltigere Kostbarkeit auf den bergigen Feldern der Akha entdeckt: Kaffeebohnen. Inmitten grüner Wäldern wachsen die hochwertigen Arabica-Bohnen. Der traditionelle Schattenanbau von Kaffeepflanzen bringt nicht nur ökologische Vorteile mit sich – er verleiht den Bohnen einen ganz besonderen, einzigartigen Geschmack, welcher den Kaffee zu einer wahren Spezialität macht. Diesen Spezialitätenkaffee wollen wir nun auf europäische Märkte bringen und den Akha ein faires, stabiles und vor allem legales Einkommen garantieren. So unterstützen wir sie bei der Erschaffung neuer, zukunftsfähiger Arbeitsplätze und friedlicher Perspektiven auf dem Weg raus aus der Drogenökonomie.

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