Hallo Frühling – Wir kochen Spargel und Freekeh!

Ein Beitrag von unserer Gastautorin Selina Reusser

Spargel und Spinat haben endlich wieder Saison!

 

Heute haben wir diesen Hunger auf Spargel und haben darum dieses super leckere und frühlingshafte Freekeh-Rezept mit frischem Spargel und Spinat ausprobiert! Wusstest du, dass saisonale Obst- und Gemüsesorten durch den verkürzten Transportweg weniger Vitamine und Nährstoffe verlieren und auch viel leckerer und frischer sind? Dadurch tust du nicht nur der Umwelt was gutes, sondern auch deiner Gesundheit. Außerdem kannst du dich von den jeweiligen saisonalen Sorten inspirieren lassen um etwas Abwechslung in deinen Kochalltag zu bringen, eine gute Übersicht bietet z.B. der WWF-Saisonkalender.

Zutaten:

Olivenöl
Salz
Pfeffer
Paprika
1 große Zwiebel (optional Lauchzwiebeln)
2 Knoblauchzehen
800ml Gemüsebrühe
250g Freekeh
1 Bund regionaler grüner Spargel
½ Zitrone
100g Babyspinat
Cherry Tomaten (optional)
Granatapfelkerne (optional)
Petersilie (optional)

 

Zubereitungszeit:

40 – 50 min

 

Portionen:

2 grosse Portionen

Anleitung:

 

Zuerst bereitest du alle Zutaten vor, dazu schneidest du die Zwiebel klein, bereitest die Gemüsebrühe vor und heizt schon mal den Backofen auf 220°C vor. Nachdem du den Spinat und den Spargel gewaschen hast, kannst du das untere Drittel der Spargelstangen schälen und die Stielenden abschneiden. Den Spargel kannst du nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und dem Saft einer halben Zitrone marinieren. Optional kannst du noch eine Handvoll Cherry Tomaten vierteln.

Erhitze nun etwas Olivenöl in einem Topf und dünste die Zwiebeln darin glasig, aber nicht golden. Nach etwa 8 Minuten kannst du den Knoblauch dazu pressen und weiter andünsten.Wenn Zwiebel und Knoblauch glasig sind, rührst du nun das Freekeh unter die Zwiebeln und fügst optional die Cherry Tomaten dazu. Unter stetigem Rühren gibst du nun etwas Gemüsebrühe dazu – am besten eine Kelle nach der anderen. Bis das Freekeh die Brühe absorbiert hat, dauert es etwa 30 min, bei Bedarf kannst du auch noch mehr Brühe hinzugeben – wichtig ist, dass du dein Freekeh stetig rührst.

Während dieser Zeit können die Spargeln in den vorgeheizten Backofen.Nach etwa 30 min kannst du erneut ein wenig Wasser zu deinem Freekeh geben (optional auch noch etwas Petersilie) und das Ganze weitere 10 Minuten bei geschlossenem Deckel weiterköcheln lassen.Zum Schuss gibst du den frischen Babyspinat dazu und mixt ihn sorgfältig unter das Freekeh bis er warm und etwas zusammengefallen ist. Jetzt kannst du alles mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Zitronensaft abschmecken und den Spargel aus dem Ofen holen.Nun gibst du das Freekeh auf einen Teller, platzierst einige Spargeln obendrauf und dekorierst dein Gericht optional mit Granatapfelkernen, Cherrytomaten und Petersilie.

Das Conflictfood Team wünscht dir Guten Appetit!

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Weihnachten hat eine Hauptstadt: BETHLEHEM

Es gibt kaum einen Ort auf der Welt, an dem Kirchenglocken läuten und nur hundertfünfzig Meter entfernt der Ruf des Muezzins erschallt. In Palästina, im Zentrum Bethlehems liegt der Manger Platz mit der Geburtskirche und ihr gegenüber der Omar-Moschee. Hier leben Muslime und Christen friedlich zusammen.

Der Manger-Platz in Bethlehem. Für ein 360°-Erlebnis, klicke auf das Bild!

Conflictfood hat während der Reise durch Palästina eine Woche lang Bethlehem erkundet. Das traditionsreiche Stadtbild Bethlehems wurde von den verschiedenen Mächten, die dort herrschten, geprägt. Wenn man durch die jahrhundertealten Gassen schlendert, trifft man auf imposante Kirchen, ehrwürdige Klöster und Moscheen. Hier vermischen sich arabische, byzantinische, türkische, römische Stile und bilden ein einzigartiges Fundament für den multi-religiösen Knotenpunkt Bethlehem.

Bedeutungsvolles Bethlehem

2012 nahm die UNESCO die Geburtskirche sowie den uralten Pilgerweg, der von Jerusalem den Berg hinauf nach Bethlehem führt, ins Weltkulturerbe auf. Und auch trotz des umgebenden Nahostkonfliktes pilgern über das ganze Jahr Millionen Menschen an diesen spirituellen Ort.

Kurz vor Weihnachten herrscht in der Geburtskirche eine besonders festliche Stimmung. Erbaut um das Jahr 326 n. Chr. an der vermeintlichen Stelle wo Jesus Heiligabend geboren wurde, markiert sie den Mittelpunkt christlichen Glaubens zum Weihnachtsfest. Fast jeder hier kennt die Geschichte von Maria und Josef, die zur Volkszählung von Nazareth nach Bethlehem kamen und dort ihren Sohn, die Leitfigur des Christentums, zur Welt brachten. Heute markiert diese Stelle ein  unscheinbares sternförmiges Loch im Boden der Grotte sowie  der Schriftzug „Hic de Virgine Maria Jesus Christus Natur est„.

Sechs Checkpoints, eine acht Meter hohe Mauer und ein Versammlungsverbot hätten den Weg von Josef und Maria jetzt wohl noch etwas beschwerlicher gemacht.

Im glanzvollen Gewölbe der Geburtskirche. Für ein 360°-Erlebnis, klicke auf das Bild!

Freundschaft und Gemeinsamkeiten

Die Stadt im palästinensischen Bergland ist eine Pilgerstätte, nicht nur für Christen sondern für Menschen von vielen Religionen: in jüdischen Erzählungen ist sie bekannt als Heimat des legendären Königs David und der Prophet Muhammad soll auf seinem Weg nach Jerusalem hier gebetet haben.Heute leben rund 30.000 Menschen in Bethlehem, das seit 1995 zum Palästinensischen Autonomiegebiet gehört. Nur ein Fünftel davon sind Christen. Laut einer Umfrage des Palestinian Centre for Research and Cultural Dialogue, gaben 90 % der christlichen Bevölkerung Bethlehems an muslimische Freunde zu haben; 73 % glauben, dass die Palästinensische Autonomiebehörde das christliche Erbe in der Stadt mit Respekt behandelt.

Eine arabische Bibel

Bethlehems bunte Gassen

Im Islam ist Jesus von Nazareth, Sohn von Maria (Īsā ibn Maryam), ein wichtiger Prophet, weshalb Muslime seine Geburtsstätte ebenso ehren. Vielleicht ist es dieser gemeinsame religiöse Spirit, der die Geburtskirche beinahe eineinhalb Jahrtausende vor Zerstörung beschützt und bewahrt hat.

Genau diese Besinnung auf religiöse Gemeinsamkeiten und geteilte Werte stiftet Frieden. In diesem Sinne wünschen wir euch eine besinnliche Weihnachtszeit, oder wie man in Bethlehem sagt:‘Ein glorreiches Geburtsfest’, Eid Milad Majid!

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Schoko-Freekies

Freekies – Cookies‘ crispy cousin!

 

Es ist wieder soweit! Das Wochenende naht und Freekeh-Friday steht vor der Tür! Der perfekte Tag sich dem grauen und trüben Herbstwetter entgegen zu setzen und es sich mit einem warmen Tee unter einer kuscheligen Decke gemütlich zu machen. Und das Topping oben drauf: Schoko-Freekies!

Und das ist alles was du für deinen gemütlichen Herbsttag brauchst:

 

500 g Mehl

½ TL   Natron

230 g Butter

115 g Rohrzucker

230 g braunen Zucker

1 Prise Salz

2 TL  Vanilleextrakt

2 (große) Eier

150 g Freekeh

300 g Schokosplitter

300 g Preiselbeeren

Anleitung:

 

Als erstes heizen wir den Ofen auf 200 Grad vor und beginnen mit der Vorbereitung des Freekehs. Das Freekeh kurz mit etwas Wasser abspülen und etwa 13 Minuten lang kochen lassen, damit wir es am Ende einfach nur noch hinzugeben müssen.

 

Mach dich auf die Suche nach der größten Schüssel in der Küche, nimm den Mixer in die Hand und gib den ganzen Zucker mit der Butter in die Schüssel.  Es ist wichtig den Zucker schmelzen zu lassen und gut mit der Butter zu verrühren. Der braune Zucker ist das Geheimrezept für einen schönen weichen Cookie! Der Zuckersirup den er enthält macht’s möglich! Sobald das erledigt ist, kommen noch ein Ei und Vanilleextrakt dazu.

 

Und weiter geht’s! Das Mehl kommt in eine separate Schüssel und Natron und Salz werden langsam untergehoben. Das Ganze wird dann zu dem Teig dazugegeben und verrührt bis daraus eine gleichmäßige Masse entsteht – und nicht länger. Wird das Mehl zu lange gerührt, wird der Teig schnell zäh.Jetzt kommt das Freekeh ins Spiel. Gib das gekochte Freekeh zusammen mit den Schokosplittern und den Cranberries zu dem Teig dazu. Tob dich aus! Schokosplitter und Preiselbeeren einfach nach belieben dazu geben.

Zum Schluss noch den Teig in kleinen Portionen auf dem Backblech mit Backpapier verteilen. Jetzt heißt es nur noch zuzusehen, wie deine köstlichen Schoko-Freekies gold und knusprig werden – und das in nur 10-15 Minuten.

 

PS: Conflictfood warnt eindringlich davor die Schoko-Freekies offen stehen zu lassen. Es besteht die große Gefahr, dass deine Mitbewohner sie vor dir genießen – und zwar alle.

The team from Conflictfood wishes you Guten Appetit!

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Palästinas Olivenbäume – ein Friedenssymbol im Wasserkonflikt

Warum Wege aus der Wasserkrise nicht nur in Olivenhainen, sondern auch auf Freekeh-Feldern beginnen…Etwa 800 000 Olivenbäume wurden im Konflikt zwischen Israel und Palästina seit 1967 entwurzelt – eine Fläche von 33 Central Parks oder als mehr 15000 Fußballfelder. Das ist nicht nur wirtschaftlich verheerend, sondern auch ein Angriff auf das Selbstverständnis palästinensischer Bauern, für die der Anbau und die Pflege des historisch symbolträchtigen Olivenbaumes identitätsstiftend und aufgrund der Wasserknappheit lebensnotwendig ist.

© http://visualizingpalestine.org/

© http://visualizingpalestine.org/

Wassermangel ist ein substantielles Problem in Palästina. Obwohl die in der Westbank vorhandenen Wasserressourcen potentiell für alle Bewohner ausreichen würden, sind die palästinensischen Gemeinden nur unzureichend mit Wasser versorgt. Ihr Brunnenbau wird stark kontrolliert und unterliegt militärischen Sondergenehmigungen. Außerdem ist das staatliche israelische Unternehmen Mekorot zuständig für die Wasserversorgung. Während der israelischen Bevölkerung täglich ca. 300 Liter pro Kopf zur Verfügung gestellt werden, bekommen Palästinenser nur etwa 70 Liter von Mekorot geliefert. Das sind 30 Liter weniger als die WHO für den täglichen Mindestbedarf empfiehlt.Schon von weitem erkennt man die palästinensischen Dörfer in der Westbank an den schwarzen Wasserbehältern auf den Dächern. Darin speichern die Familien einen Teil des Wassers für die Dürreperioden Im Sommer.

Im vergangenen Sommer erreichte die Wasserkrise einen Höhepunkt – in einigen Dörfern rund um Salfit, Jenin und Hebron floß 40 Tage kein Wasser mehr. Enas Taha, eine Anwohnerin des Dorfes Kafr al-Deek, erzählte dem Nachrichtenportal Al-Jazeera: „Jeden Tag checke ich den Wetterbericht. Bei jedem Tropfen Wasser muss ich genau überlegen für was ich ihn benutze. Das Wasser reicht kaum, um zu trinken, kochen und sich zu waschen. Manchmal kann ich wochenlang unser Haus nicht putzen oder die Wäsche waschen. Es ist so heiß, trocken und staubig hier – das ist einfach nur erschöpfend.“Die mangelhafte Wasserversorgung betrifft natürlich nicht nur die Haushalte, sondern hat auch Folgen für die Landwirtschaft und Biodiversität. Viele traditionelle Obst- und Gemüsesorten werden nicht mehr angebaut, da die Felder nicht ausreichend bewässert werden können. Die Folge ist eine Konzentration auf Pflanzen wie Olivenbäume, die langfristig mit dem Regen auskommen, der in den Wintermonaten fällt.Bis zu 4000 Jahre alt sind einige Bäume in Palästina – sie sind die ältesten der Welt und wurden seit Generationen von Familien gepflegt. Historisch hat der Olivenbaum eine besondere symbolische Bedeutung – mit seiner Robustheit, steht er für Durchhaltevermögen, Resistenz und Frieden. In der biblischen Sintflut-Erzählung überbringt eine von Noah gesendete Taube bei ihrer Rückkehr zur Arche die frohe Botschaft „Land in Sicht“ – dabei hält sie einen Olivenzweig. Auch der Koran verweist auf den gesegneten Ölbaum, der Licht schenkt. Später, Mitte des 20. Jahrhunderts, greift Pablo Picasso dieses Bild wieder auf. Als Leitbild für den Weltfriedenskongress entwirft er die berühmte Zeichnung der weißen Friedenstaube, die ebenfalls den Olivenzweig im Schnabel trägt.

Heute machen Oliven 70% der Frucht- und Gemüseproduktion Palästinas aus und generieren damit 14% des wirtschaftlichen Einkommens. Das bedeutet, etwa 80 000 Familien sind von den grünen saftigen Steinfrüchten abhängig. Aber, obwohl Olivenbäume eine wichtige Einnahmequelle sind, hat ihre Kultivierung auch bittere Nebenwirkungen. Die starke Konzentration der Bauern auf Oliven hat ein Überangebot zur Folge, das für einen schleichenden Preisverfall sorgt. So sind auch die Bauern, deren Olivenhaine nicht ohnehin schon im Konflikt zerstört wurden, zunehmend von prekären Produktionsbedingungen betroffen.Deshalb hat Conflictfood sich eine Möglichkeit überlegt, mit der wir Palästinas Bauern und die ökologische Diversität nachhaltig fördern können…: indem wir langfristig eine Nachfrage für das traditionsreiche Wunderkorn Freekeh aufbauen ohne dabei das Land auszulaugen.

Freekeh bietet deshalb eine nachhaltige landwirtschaftliche Alternative im Wasserkonflikt, weil es eine Art von Weizen ist, der noch unreif und grün geerntet wird und somit im Anbau deutlich weniger Wasser als anderes Getreide benötigt!

Bei uns gibt es das wunderbare Korn mit dem freakigen Namen übrigens zu kaufen! Als ganzes Korn und in Bio-Qualität ist es die perfekte Zutat für deine gesunden Gerichte.

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Freekeh Suppe – herzerwärmend und geschmackvoll

Lass uns Freekeh Suppe kochen!

 

Was für ein Eiszapfenwetter!!! Wir kennen aber das perfekte Rezept für solche Tage: Eine herzerwärmende Freekeh-Suppe. Die Suppe ist reich an Geschmack, Wärme und vielen verschiedenen Gewürzen! Um heute Abend schön warm zu bleiben, musst du nur diese Schritte befolgen:

Zutaten:

 

3 Knoblauchzehen

1 Zwiebel

1 rote Paprikaschote

1 große Tomate

200g Conflictfood Freekeh

½ Strauß Petersilie

½ Bund Pfefferminze

1 Zimtstange oder 1 Teelöffel Zimt

1 Teelöffel Kurkuma

Eine Prise Muskat

2 Esslöffel Apfelessig

2 Esslöffel Agavendicksaft

1 Esslöffel Salz

1 Liter Wasser

2 Esslöffel Rapsöl

Anleitung:

 

Erhitze den Kochtopf mit 2 Esslöffel Rapsöl. Währenddessen zerkleinerst du die Knoblauchzehen, indem du sie mit der Seite deines Messers zerdrückst. Die Knoblauchzehen werden kurz im Rapsöl angebraten bevor die fein geschnittenen Zwiebeln dazu kommen. Sobald die Zwiebeln weich sind, gibst du noch etwas Pfeffer, Tomate und den Mix aus fein geschnittener Petersilie und Minze hinzu.Zu dieser Mischung gibst du nach und nach das Freekeh hinein. Das Freekeh solltest du vorher einmal grob durchspülen und auf eine helle Oberfläche schütten. Manchmal enthält es kleine Steinchen, die während der Ernte und der Produktion nicht zu vermeiden sind. Bevor man also das Kochen mit Freekeh beginnt, kurz einmal genau hinschauen! Als nächstes kommen Zimt, Kurkuma und Muskat zu dem Freekeh und dem gebratenen Gemüse. Das Ganze muss nun ordentlich verrührt werden, bis das Gemüse und das Freekeh das Aroma in sich aufgenommen haben. Lass es dafür ein paar Minuten ruhig stehen.Jetzt geht es an die Flüssigkeit für unsere Suppe. Zu unserem Mix kommen also Apfelessig, Salz und Agavendicksaft hinzu. Um das ganze zu versüßen, kannst du auch noch etwas Zucker oder regionalen Honig dazugeben. Gib zum Schluss noch etwa 1 Liter Wasser in den Kochtopf bis es aufkocht und lass es dann bei niedriger Temperatur etwa 15 Minuten weiter kochen, wenn du bereits gemahlenen Freekeh verwendest. Falls nicht, lass es etwa 30-40 Minuten köcheln.

 

Und fertig ist deine köstliche Freekeh Suppe! Genieß diese geschmacksintensive Suppe, mit seinen exotischen Gewürzen!

 

Noch mehr leckere Freekeh-Rezepte gibt es übriges in unserem gratis Freekeh-Kochbuch.

 

Viel Spaß beim Nachkochen!

Das Team von Conflictfood wünscht Guten Appetit!

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Freesotto

Wie vielseitig Risotto sein kann hat bereits unser erstes Rezept für Safran-Risotto gezeigt. Nun wollen wir euch eine neue Variante vorstellen. Diesmal ersetzen wir den Risottoreis mit unserem besonderen Bio-Freekeh aus Palästina, das ihr  in unserem Onlineshop erwerben könnt. Des rauchige Geschmack des Korns verleiht dem Gericht nämlich eine ganz besondere Note.

Zubereitung: 35 Minuten

Portionen: 4

Zutaten

 

250 g Conflictfood Freekeh

2-3 Zwiebeln

250 g Champignons

½ Bund Petersilie

150 ml Gemüsebrühe

50 g Butter

Olivenöl

Frisch geriebener Parmesan

Salz & frisch gemahlener Pfeffer

Anleitung:

 

Einen Liter Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Eine Prise Salz, einen Spritzer Olivenöl und das Freekeh dazugeben und weitere 25 Minuten kochen. Die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und in eine heiße Pfanne mit Olivenöl geben. Die grob geschnittenen Champignons hinzufügen und alles andünsten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Das gekochte Freekeh und fein gehackte Petersilie unterheben. Bei ständigem Rühren nach und nach die Gemüsebrühe dazugeben, bis die Konsistenz cremig wird. Eine Flocke Butter und etwas frisch geriebener Parmesan unterziehen. Für ein veganes Gericht kannst du diese Zutaten einfach weglassen. Das Gericht mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken: Fertig!

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Taboulé mit Freekeh

Wer kennt es nicht? Man kommt müde und erschöpft von der Arbeit nach Hause, der Heißhunger raubt einem den letzten Nerv und die Lust für’s Kochen will sich so gar nicht einstellen. Da haben wir was für euch! Warum nicht einfach am Vortag entspannt einen köstlichen Freekeh Taboulé Salat zubereiten, der sich gut aufbewahren lässt und beispielsweise auch noch am nächsten Tag in der Mittagspause genossen werden kann.

Zutaten

 

250 g Freekeh

1 Salatgurke

2 Tomaten

1 rote Paprika

2 Schalotten

1 großen Bund frische, glatte Petersilie

1 Bund frische Minze

2 TL Olivenöl

1 Zitrone

Salz & frisch gemahlener Pfeffer

 

Zubereitung:

30 Minuten

Portionen:

4 Portionen

Anleitung:

 

Das Freekeh in Wasser mit einer Prise Salz im Topf zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und weitere 30 Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und das restliche Wasser abgießen. Jetzt geht es ans Gemüse schnippeln: Gurke, Tomaten, Paprika und Schalotten in kleine Würfel schneiden sowie Petersilie und Minze sehr fein hacken. Anschließend alle Zutaten in einer großen Schale mit dem Freekeh vermengen. Den Salat mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig zum Genießen!

Tipp: Der Salat lässt sich gut im Kühlschrank aufbewahren und kann also am Vortag zubereitet werden. Dadurch entfalten sich die Aromen gut!

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Freekeh–Fruchtsalat

Jetzt ganz neu in unserem Onlineshop erhältlich, ist es an der Zeit Freekeh mit kreativen Ideen in unsere alltägliche Küche einzubauen. Das gelingt uns heute mit der Zubereitung eines fruchtig frischen Freekeh-Mango-Salats, der unsere Vorfreude auf den Sommer und seine warmen Temperaturen weckt.

Zutaten

 

200 g Freekeh

2 EL Rohrzucker

1 Mango

100 g Walnüsse

50 g Honig

1 Zitrone

50 g Rosinen

1 TL Zimt

1 Prise Salz

 

Zubereitung:

40 Minuten

 

Portionen:

4

Anleitung:

 

Zuerst gibst du das Freekeh in einen Topf mit Wasser und lässt es 30 Minuten kochen. Den Rohrzucker mit 200 ml lauwarmen Wasser vermengen, bis er sich auflöst. Freekeh absieben, Zuckerwasser darübergeben und ein paar Minuten einweichen lassen. Die überschüssige Flüssigkeit abgießen. Die Mango in kleine Stücke schneiden und die Walnüsse grob zerhacken. Anschließend die Zutaten dem Freekeh unterheben. Den Salat zum Schluss mit Honig, Zitronensaft, Zimt und einer Prise Salz verfeinern. Fertig!

 

Wer es noch fruchtiger haben will oder vielleicht anderes Obst der Saison zur Hand hat, kann seinem Salat natürlich auch noch einen persönlichen Feinschliff verpassen. Ob Äpfel oder Birnen für eine süßliche Variante oder Grapefruit, Granatapfel, Kiwi und Limette für eine frisch-säuerliche Version, lasst euch inspirieren und experimentiert mit allem, was euch einfällt. Es soll ja schließlich bunt werden!

Unser Conflictfood Freekeh gibt es hier

Warum ist Freekeh eigentlich so gesund?

Ein Beitrag unserer Gast-Autorin Stinamy Jørgensen, BA Ernährungswissenschaften

Freekeh ist ein antikes Korn, das schon im frühen 13. Jahrhundert Erwähnung in einem Kochbuch aus Bagdad findet. Es ist ein Durumweizen, früh geerntet und über offenen Flammen geröstet. Da das Freekeh unreif geerntet wird und dabei noch viel Feuchtigkeit in sich trägt, verbrennt der Kern nicht, sondern erlangt so seinen köstlichen, nussigen und rauchigen Geschmack.

Laut einer Geschichte wurde Freekeh in einem kleinem Dorf im östlichen Mittelmeerraum entdeckt. Da das Dorf einen Angriff befürchtete, entschied es sich dazu frühzeitig mit der Ernte zu beginnen. Dennoch wurden während des Angriffs alle Vorräte verbrannt.

Doch die Dorfbewohner fanden schnell heraus, dass das Getreide nicht nur genießbar, sondern auch noch köstlich ist! Später stellte man fest, dass genau dieser Prozess der Grund für den hohen Nährstoffgehalt ist: da das Freekeh so früh geerntet wird, enthält es mehr Nährstoffe als in einem späteren Reifeprozess. Es ist ein nährstoffreiches Lebensmittel, gut für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Manche bezeichnen es sogar also Superfood!Freekeh bietet viele Vorteile und ist in seinem Gehalt an Ballaststoffen einzigartig. Es enthält doppelt so viele Ballaststoffe wie Quinoa und viermal so viel wie brauner Reis. Männer sollten täglich etwa 30 bis 38g an Ballaststoffen zu sich nehmen, und Frauen etwa 21 bis 25 g am Tag. Freekeh besteht zu 16,5% aus Ballaststoffen – also ein reiner Gesundheitsbooster! Freekeh ist hier noch weitestgehend unbekannt und auch Ballaststoffe finden wenig Aufmerksamkeit als wichtiger Nährstoff, aber sie hegen große Vorteile für dich und deinen Körper!

Ballaststoffe unterstützten deinen Körper dabei, ein gesundes Gewicht zu halten. Sie füllen den Magen, halten dich für längere Zeit satt und sind zusätzlich auch gut für die Verdauung! Zudem verlangsamen sie die Aufnahme von Zucker, was den Blutzuckerspiegel kontrolliert. Außerdem hat Freekeh einen niedrigen glykämischen Index, mit dem positiven Nebeneffekt, dass Kohlenhydrate langsamer aufgenommen werden und der Körper somit länger mit Energie versorgt wird.

Freekeh ist außerdem eine großartige Proteinquelle. Proteine werden unter anderem von dem Körper benötigt um Enzyme und Hormone zu erzeugen. Der Körper ist nicht in der Lage Proteine zu speichern, wie beispielsweise Fett oder Kohlenhydrate. Gerade deswegen ist die regemäßige Einnahme so wichtig. Freekeh enthält auf 100g, 15,8g Proteine. Im Vergleich: Brauner Reis enthält 7,6g auf 100g. Der Vorteil an Freekeh, obwohl so reichhaltig an Proteinen, enthält es weniger als 1g Fett auf 100g. Zusätzlich ist Freekeh reich an Calcium, Iron und Zink.

 

Mit Freekeh zu kochen ist keine komplizierte Angelegenheit! Man kocht es einfach in Wasser auf. In der Regel dauert es etwa 40 Minuten – grob gemahlener Freekeh sogar nur 20 Minuten. Man kann es anstelle von Reis als Beilage genießen! Aber der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Von Suppe, Salat, Eintopf oder süßen Bäckereien ist alles möglich – und alle Varianten sind köstlich. Hier findest du einige Rezeptideen!Sources: freekehlicious.com , nutritionfacts.org

Conflictfood Freekeh gibt es hier

Politik und Landwirtschaft in Palästina – Teil 2

Ein Beitrag unserer Gastautorin Fini Hennig

Wenn die Rede auf die Küche des Nahen Ostens kommt, dann denken die meisten bestimmt zuerst an Hummus und Falafel, das man auch hier bei uns an jeder Straßenecke kaufen kann. Die nahöstliche Küche hat aber natürlich noch viel mehr zu bieten. Conflictfood hat sich daher im Sommer nach Palästina aufgemacht, um noch andere Köstlichkeiten der Region zu entdecken. Aber warum ausgerechnet Palästina?

Der Konflikt zwischen Israel und Palästina schwelt schon seit langer Zeiten, und es scheint momentan auch keine Lösung dafür in Sicht zu sein. Darunter leiden vor allem die Palästinenser und Palästinenserinnen, die bedingt durch die israelische Besatzung mit sehr schwierigen Bedingungen zu kämpfen haben, welche die Menschen oftmals in Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit zurück lässt. Die Besatzung prägt nicht nur das politische Leben und den Alltag der palästinensischen Bevölkerung, sondern hat auch tief greifende Folgen für die palästinensische Ökonomie und darunter nicht zuletzt auch für die Landwirtschaft. Für eine Gesellschaft, die über Jahrhunderte hinweg agrarisch geprägt war und einen Großteil ihres Selbstverständnisses aus der Kultivierung und dem Erhalt von Grund und Boden gegründet hat, ist das nicht nur ein Angriff auf ihre materiellen Existenzgrundlagen, sondern auch auf ihre Identität. Aus diesem Grund möchte Conflictfood palästinensische Kleinbauern unterstützen und mit neuen Vertriebswegen Perspektiven der Existenzsicherung für sie eröffnen.

Hier geht es zum Teil 1 

Teil 2:

„Made in Palestine“ – Widerstand durch lokale Produktion und lokalen Konsum

Es mag kaum verwundern, dass Landwirtschaft und Konsum vor dem Hintergrund der Besatzung mit all ihren Auswirkungen ein Mittel zum Widerstand wird. Trotz der desolaten Situation finden sich nämlich Höfe, Betriebe und Initiativen, die sich von diesen widrigen Bedingungen nicht abschrecken lassen und weiterhin anbauen, produzieren und ihren Geschäften nachgehen, oftmals in Verbindung mit einer sozialen und ökologischen Ausrichtung und einer zunehmenden Vernetzung untereinander.

Bereits während der ersten Intifada in den 1980er Jahren gründeten Bauern und Bäuerinnen Kooperativen, um eine Alternative zu israelischen Produkten zu schaffen. Nach den gescheiterten Friedensverhandlungen, der zweiten Intifada von 2000 bis 2005, der Spaltung der politischen Führung in die Fatah (Westbank) und Hamas (Gaza-Streifen) und dem Erstarken der israelischen Rechten beginnt in den letzten Jahren eine regelrechte Bewegung aus Kleinunternehmen zu entstehen, die versucht, das beste aus der scheinbar immer auswegloseren Situation zu machen. Derlei Unternehmen und Initiativen finden sich nicht nur im Agrarbereich, sondern auch in anderen Bereichen wie Architektur, Kunst, Handwerk, Design und im Tourismus. Sie haben zum einen das Ziel, die palästinensischen Wirtschaft zu stärken, Existenzen zu sichern, Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen. Zum anderen wird versucht, traditionelle Landwirtschaft, Handwerk und Kunsthandwerk zu erhalten und weiter zu entwickeln. Damit soll natürlich auch ökonomische Unabhängigkeit von Israel erreicht werden, wo immer das unter den gegenwärtigen Voraussetzungen möglich ist.¹

In der Landwirtschaft schließen sich zu diesem Zweck Höfe in Kooperativen zusammen, um gemeinsam Vertriebswege zu entwickeln, Wissen auszutauschen und Qualitätsstandards zu schaffen. Wie im Fall von Freekeh findet eine Rückbesinnung auf alte Anbaumethoden und Sorten statt, und es werden verstärkt Pflanzen wie z.B. Mandeln angebaut, die mit wenig Wasser auskommen. Ein Projekt widmet sich dem Erhalt alter Pflanzensorten durch Einrichten einer Samenbank (Palestinian Heirloom Seed Library). Käsereien bewahren alte Herstellungsmethoden und experimentieren mit neuen Käsesorten. Globale Trends wie die Herstellung von Craft Beer werden aufgegriffen, Weinbauern erproben autochthone Traubensorten für die Weinherstellung, andere Initiativen wiederum versuchen sich an Permakulturprojekten.Viele Bäuerinnen und Bauern verorten sich zudem im globalen Kampf gegen Agrar-Monopolisten, Sortenarmut und GMO, und für den Erhalt von traditionellen, umwelt- und klimagerechten Anbaumethoden, der genetischen Vielfalt und lokalen Sorten. Sie streben nicht nur die ökonomische Unabhängigkeit von Israel, sondern auch von internationalen Entwicklungshilfegeldern an, die oftmals nur die industrielle Landwirtschaft mit all ihren negativen Auswirkungen auf Sortenvielfalt, Umwelt und Klima fördert. Dem gemäß sind es vor allem die kleineren Bauernhöfe, und dabei oftmals Frauenkooperativen, die den Anbau den Anbau von so genannten baladi-Produkten betreiben.Baladi heißt übersetzt „von meinem Land“ und ist in Palästina ein gängiger Begriff für lokal hergestellte Lebensmittel. Sie werden überwiegend nicht mit Pestiziden und chemischen Düngemitteln behandelt und weisen einen hohen Nährstoffgehalt auf. Obwohl es keinen palästinensischen Standard für Bio-Nahrungsmittel gibt, orientieren sich viele Erzeuger in den letzten Jahren vermehrt an den Fair Trade Richtlinien. Gleichzeitig wird auch versucht, eigene Qualitätsstandards zu formulieren, da Fair Trade Regularien manchen lokalen Anbaubedingungen in der Region nicht gerecht werden. Zudem wollen einige Erzeuger*innen ja nicht nur für den Export, sondern vor allem auch für den lokalen Markt produzieren. Und der lokale Markt verlangt immer stärker nach baladi-Produkten. Landwirtschaft und damit der Erhalt von Land genießen einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft, genauso wie gutes Essen. Und das kann nur mit qualitativ hochwertigen Produkten entstehen, die am besten von lokalen Erzeugern gekauft werden.

Viele Familien beziehen ihre Lebensmittel daher noch direkt vom Bauern, und wo das nicht mehr möglich ist, werden zunehmend auch neue Bauernmärkte und Lieferdienste ins Leben gerufen, um Erzeuger und Konsumenten wieder in direkten Kontakt zu bringen. So werden baladi-Produkte nicht nur wegen des Geschmacks gekauft, sondern auch weil das Bewusstsein wächst, dass der Konsum lokaler Produkte die palästinensische Wirtschaft stärkt, die ökonomische Unabhängigkeit von Israel fördert und zum Erhalt und der Weiterentwicklung palästinensischer Kultur beiträgt. Denn nicht zuletzt ist das, was wir essen auch immer Teil unserer persönlichen Geschichte und prägt unsere Identität. Die Herstellung von Produkten „Made in Palestine“ und deren Kauf wird so zu einem friedlichem Akt des Widerstandes gegen die Besatzung und zu einem Mittel des Selbsterhaltes – nicht nur auf ökonomischer, sondern auch auf kultureller Ebene. Diese Bewegung gilt es sichtbar zu machen und zu unterstützen, was Conflictfood mit seinen Aktivitäten in Palästina tun möchte. Einen guten Überblick über diese Entwicklung bietet der von der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegebene Einkaufsführer „Conscious Choices. A guide to Ethical Consumerism in Palestine“ von Muna Dajani und Lina Isma’il. Die Autorinnen stellen darin palästinensische Nahrungsmittelproduzent, (Kunst-)Handwerksbetriebe, Läden und Initiativen vor, die sich der Aufklärung über und der Herstellung von lokalen Produkten unter ökologischen Vorgaben und fairen Arbeitsbedingungen verschrieben haben. Der Einkausführer war die wichtigste Quelle für dieses Kapitel.Fini Hennig ist Ethnologin mit Spezialisierung auf den Nahen Osten/Nordafrika und macht derzeit ihren zweiten Master im Fach Nachhaltiges Tourismusmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Sie liebt auch die Küche der Region und beschäftigt sich deshalb in ihrer Abschlussarbeit mit palästinensischem Essen und dessen Bedeutung für die Konstruktion einer kollektiven palästinensischen Identität in Palästina und der Diaspora.

Conflictfood Freekeh aus Palästina gibt es hier

Politik und Landwirtschaft in Palästina – Teil 1

Ein Beitrag unserer Gastautorin Fini Hennig

Wenn die Rede auf die Küche des Nahen Ostens kommt, dann denken die meisten bestimmt zuerst an Hummus und Falafel, das man auch hier bei uns an jeder Straßenecke kaufen kann. Die nahöstliche Küche hat aber natürlich noch viel mehr zu bieten. Conflictfood hat sich daher im Sommer nach Palästina aufgemacht, um noch andere Köstlichkeiten der Region zu entdecken. Aber warum ausgerechnet Palästina?

Der Konflikt zwischen Israel und Palästina schwelt schon seit langer Zeiten, und es scheint momentan auch keine Lösung dafür in Sicht zu sein. Darunter leiden vor allem die Palästinenser und Palästinenserinnen, die bedingt durch die israelische Besatzung mit sehr schwierigen Bedingungen zu kämpfen haben, welche die Menschen oftmals in Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit zurück lässt. Die Besatzung prägt nicht nur das politische Leben und den Alltag der palästinensischen Bevölkerung, sondern hat auch tief greifende Folgen für die palästinensische Ökonomie und darunter nicht zuletzt auch für die Landwirtschaft. Für eine Gesellschaft, die über Jahrhunderte hinweg agrarisch geprägt war und einen Großteil ihres Selbstverständnisses aus der Kultivierung und dem Erhalt von Grund und Boden gegründet hat, ist das nicht nur ein Angriff auf ihre materiellen Existenzgrundlagen, sondern auch auf ihre Identität. Aus diesem Grund möchte Conflictfood palästinensische Kleinbauern unterstützen und mit neuen Vertriebswegen Perspektiven der Existenzsicherung für sie eröffnen.

Teil 1:

Der wichtigsten Konfliktlinien des Konfliktes zwischen Israel und Palästina

(Zum Teil 2 hier)

Wenn Conflictfood von Palästina spricht, bezieht es sich auf das Westjordanland bzw. die Westbank und auf den Gazastreifen, die gemäß der Oslo-Verträge einmal den Staat Palästina ausmachen sollten. Beide Gebiete einschließlich Jerusalem hat Israel im Sechs-Tage-Krieg 1967 erobert, wie auch den Sinai im Süden und die Golan-Höhen im Norden. Der Sinai wurde 1982 an Ägypten zurückgegeben, während der Status der an Syrien und den Libanon angrenzenden Golan-Höhen weiterhin ungeklärt ist. Ein Teil bleibt von Israel annektiert, der andere steht unter UN-Verwaltung. Aus dem Gaza-Streifen hat sich das israelische Militär 2005 komplett zurückgezogen und die jüdischen Siedlungen dort wurden aufgelöst. Aufgrund immer wieder aufflammender militärischer Auseinandersetzungen zwischen der im Gaza-Streifen herrschenden islamistischen Hamas und Israel bleibt er dennoch komplett abgeriegelt. Die für Juden, Muslime und Christen gleichermaßen heilige Stadt Jerusalem hat nach wie vor einen Sonderstatus, fungiert aber de facto bereits als Hauptstadt Israels. Das Westjordanland sowie das von den Palästinensern beanspruchte Ost-Jerusalem stehen aber bereits seit fast 50 Jahren unter israelischer Besatzung, was für die Landwirtschaft dort verheerend ist.

 

Dieser Blogbeitrag geht vor allem auf die Situation der Bauern und Bäuerinnen in der Westbank ein, da die Situation im Gaza-Streifen bedingt durch die politische Spaltung der palästinensischen Führung und die totale israelische Blockade einen eigenen Blogpost erforderlich machen würde. Die Blockade hat außerdem zur Folge, dass Conflictfood derzeit auch nur in der Westbank aktiv sein kann.

 

Bereits der UN-Teilungsplan von 1947 sah die Schaffung zweier separater Staaten für Juden und Araber auf dem britischen Mandatsgebiet Palästina vor, dieser wurde allerdings von arabischer Seite nicht akzeptiert. Nach Ablauf des britischen Mandats im Mai 1948 rief Ben Gurion den Staat Israel aus, woraufhin die umliegenden arabischen Staaten Israel den Krieg erklärten. Im ersten israelisch-arabischen Krieg gelang es Israel, weitere Gebiete zu erobern, die eigentlich Teil des arabischen Palästina sein sollten. Der Krieg wurde 1949 beendet und mit dem Waffenstillstand wurde die so genannte „Grüne Linie“ eingerichtet, die im Rahmen der im Oslo-Prozess von 1993 und 1995 vereinbarten Zwei-Staaten-Lösung den künftigen Staat Palästina ausmachen sollte. Die Grüne Linie markiert nunmehr die Grenze zwischen Israel und dem Gaza-Streifen, sowie dem besetzten Westjordanland – eine Grenze, die für Israelis kaum, für die Palästinenser jedoch sehr präsent ist.

Flüchtlinge

Für die Palästinenser ist die Geschichte seit der Staatsgründung Israels eine Geschichte von Landnahme und Vertreibung. Schon die Kriege von 1947-49 und 1967 hatten ca. eine Million palästinensische Flüchtlinge und Vertriebene hervorgebracht, die größtenteils in Flüchtlingscamps in der Westbank verblieben oder von den umliegenden Nachbarstaaten aufgenommen worden waren. Das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge ist ein Punkt, an dem bisherige Friedensverhandlungen immer wieder gescheitert sind. Die Palästinenser plädieren für ein uneingeschränktes Rückkehrrecht aller Geflüchteten und ihrer Nachfahren in ihre ursprünglichen Herkunftsorte, auch die in Israel. Israel wiederum fürchtet bei dieser Lösung um die jüdische Bevölkerungsmehrheit, da dies dem Grundgedanken des Zionismus, einen jüdischen Staat zu errichten, zuwiderläuft.

Siedlungen

Einer weiterer strittiger Punkt einer Friedenslösung ist der Verbleib bzw. die Auflösung jüdischer Siedlungen im Westjordanland. Nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 wurde entgegen völkerrechtlicher Beschlüsse der Bau jüdischer Siedlungen durch die israelischen Regierungen konstant vorangetrieben. Heute leben ca. 550.000 Menschen in den Siedlungen der Westbank und in Ost-Jerusalem. Bei den Bewohnern handelt sich längst nicht mehr nur um die Mitglieder der Siedlerbewegung, die das Land als gottgegeben und damit als rechtmäßiges Eigentum der Juden betrachtet. Inzwischen ziehen auch relativ unpolitische Israelis dort hin, da die Grundstückspreise mit Subventionen gefördert werden und sehr niedrig sind.

Über die Jahrzehnte sind ganze Siedlungsblöcke mit bis zu 40.000 Einwohnern entstanden, die über die gesamte Infrastruktur einer Stadt mit allen notwendigen Einrichtungen verfügen. Strategisch günstig auf Hügelkuppen wie Trutzburgen angeordnet stehen sie oftmals nicht weit entfernt von palästinensischen Städten und Dörfern, die sie weithin sichtbar überragen. Derzeit gibt es in der Westbank ca. 125 offiziell genehmigte Siedlungen, hinzu kommen außerdem an die 100 inoffizielle, aber von der israelischen Regierung geduldete Außenposten, die zunächst oftmals nur aus einer Ansammlung von Wohnmobilen bestehen, dann aber sukzessive in befestigte Wohnanlagen umgewandelt werden. Die offiziellen Siedlungen verfügen nicht nur über eine hervorragende Infrastruktur, sondern auch über eigene Straßen, die diese mit Israel und auch untereinander verbindet. So ist ein paralleles Verkehrswegenetz entstanden, das von den Palästinensern nicht benutzt werden darf.

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Hinzu kommen 27 befestigte Checkpoints und jederzeit mögliche mobile Checkpoints, welche die Bewegungsfreiheit der Palästinenser erheblich einschränken. All das trägt weiter zur Fragmentierung der Westbank und dem Verlust landwirtschaftlicher Nutzflächen bei.

Area A, B, C

Der Oslo-Prozess sollte die Errichtung des palästinensischen Staates und damit einher gehend den stufenweise Rückzug der israelischen Armee aus den besetzten Gebieten einleiten. Da gerade auch für die Westbank umstritten war, welche Gebiete tatsächlich zu Israel und welche zu Palästina gehören sollten, wurde sie unterteilt in Verwaltungsgebiete, in denen Israel unterschiedlich viel Einflussnahme hat und aus denen es sich dann sukzessive zurückziehen sollte. Und diese Verwaltungsgebiete bestehen noch heute, lange nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen, ebenso wie die Besatzung weiterhin besteht und eine Zwei-Staaten-Lösung immer unwahrscheinlicher wird. Die Aufteilung hat erheblichem Einfluss auf die palästinensische Wirtschaft , insbesondere auch den Agrarsektor.

Lediglich 18% der Gesamtfläche der Westbank unterstehen der vollständigen Kontrolle der palästinensischen Autonomiebehörde (PA), darunter vor allem die großen Städte. Das ist die so genannte Area A., in der kaum Landwirtschaft betrieben wird. Die Area B umfasst die Dörfer und ländlichen Regionen um diese Städte. Sie unterstehen palästinensischer Zivilverwaltung, werden sicherheitspolitisch aber von Israel kontrolliert und machen etwa 22% der Gesamtfläche aus. Area C schließlich, die 60% der Fläche einnimmt, untersteht vollständig der israelischen Sicherheitskontrolle. Darüber hinaus kontrolliert Israel dort sowohl sämtliche territorialen Angelegenheiten als auch die komplette Infrastruktur. Die Area C umfasst vor allem die Regionen, in denen Landwirtschaft betrieben wird, sowie den Großteil der jüdischen Siedlungen. Palästinenser können in Area C weder bauen noch in die Infrastruktur eingreifen, und ihr Land kann jederzeit durch den israelischen Staat enteignet werden. Israel beruft sich dabei auf ein osmanisches Gesetz von 1858, das besagt, dass Land vom Staat enteignet werden kann, wenn es länger nicht genutzt wird. Vorher allerdings werden die Besitzer aber durch Zutrittsverbote von ihrem Land fern gehalten.

Die Mauer

Erschwert wird die Situation durch den Bau der Sperrmauer, die seit 2002 im Zuge des Scheiterns der Friedenslösung und der zweiten Intifada sukzessive gebaut wird. Die Mauer orientiert sich zwar an der Grünen Linie, die bereits nach dem ersten israelisch-arabischen Krieg 1948 als Waffenstillstandslinie und mögliche Grenze vereinbart worden war, rückt dabei aber weit in das Westjordanland vor. Während die Grüne Linie nur 320 km lang ist, wird die Mauer eine Gesamtlänge von ca. 700 km haben.

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An der Grünen Linie liegende jüdische Siedlungen in der Westbank wurden durch den Bau der Mauer de facto Israel einverleibt.

80% der Sperranlage, die streckenweise bis zu 60 Meter breit ist, verläuft auf palästinensischem Gebiet.

Nach der Fertigstellung, die für 2020 geplant ist, werden bis zu 15% der Gesamtfläche der Westbank außerhalb der Mauer liegen.

Die Mauer teilt oder umschließt zum Teil auch ganze Städte und Dörfer und trennt damit die Bauern von ihren Feldern. Sie ermöglicht zudem eine noch bessere Kontrolle über den Import und Export von Waren von und nach Palästina. So machen Checkpoints und mehrmalige Sicherheitsinspektionen auf dem Weg zu den israelischen Häfen den erfolgreichen Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen abhängig vom good will der Besatzungsmacht.

Palästinensische Produzenten zahlen außerdem hohe Steuern auf ihre Exporte, während Israel kostenlos Waren in die besetzten Gebiete einführen kann. Nicht zuletzt dadurch wird der palästinensische Markt mit Gütern aus Israel überschwemmt, deren Preise die Bauern, Lebensmittelhersteller und Handwerksbetriebe in Palästina kaum etwas entgegen setzen können, zumal bedingt durch die schwachen staatlichen Strukturen eine konsistente Politik zur Stärkung der lokale Wirtschaft fehlt. Gelder aus der Entwicklungszusammenarbeit fließen im Agrarsektor vor allem zugunsten einer Ausrichtung auf globale Märkte. Sie tragen damit eher zur Standardisierung und Industrialisierung und zum Verschwinden von lokalen Sorten bei und machen kleine Betriebe konkurrenzunfähig.

Durch die Siedlungen, die Fragmentierung des Landes und die Mauer schreitet die Landnahme und die Vertreibung von Palästinensern weiter voran und bedroht die gesamte Landwirtschaft Palästinas, die ca. 13% des BIP ausmacht und von der geschätzt 70-100.000 Familien abhängig sind, in ihrer Existenz.

Wassermangel

Es besteht jedoch noch ein weiteres substantielles Problem in der Westbank, und das ist Wassermangel. Die Wasserversorgung der Westbank und die dazu gehörige Infrastruktur liegen vollständig in den Händen des israelischen Staatsunternehmens Mekorot. Obwohl die in der Westbank vorhandenen Wasserressourcen für alle Bewohner ausreichen würden, werden die palästinensischen Gemeinden besonders in den sehr heißen Sommermonaten nur unzureichend mit Wasser versorgt. Während der israelischen Bevölkerung täglich ca. 300 Liter pro Kopf zur Verfügung stehen, bekommen Palästinenser nur etwa 70 Liter, und selbst das sind 30 Liter weniger als die WHO für den täglichen Mindestbedarf empfiehlt. Man erkennt palästinensische Dörfer daher schon von weitem an den schwarzen Wassertanks auf den Dächern. Dort wird in den Sommermonaten Wasser gespeichert, das die Bewohner per LKW von Mekorot liefern lassen müssen, wenn aus den Leitungen über Tage hinweg gar nichts mehr kommt.

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Die mangelhafte Wasserversorgung betrifft natürlich nicht nur die Haushalte, sondern hat auch Folgen für die Landwirtschaft und die Biodiversität. Wenn Felder nicht bewässert werden können, werden viele Obst- und Gemüsesorten, die mit ausreichend Wasser üppig gedeihen würden, gar nicht erst angebaut. Die Folge ist eine Konzentration auf Pflanzen wie Oliven, die mit dem Regen auskommen, der in den Wintermonaten fällt. Diese Konzentration auf Oliven zieht außerdem ein Überangebot und damit einen Preisverfall nach sich, was die ökonomische Misere der Bauern weiter verschlimmert.Hinzu kommt noch, dass von einem Gesamtbestand von ca. 10 Millionen Olivenbäumen ungefähr 800.000 Bäume durch die Armee oder radikale Siedler mutwillig zerstört wurden. Dies ist nicht nur wirtschaftlich verheerend, sondern auch ein Angriff auf das Selbstverständnis palästinensischer Bauern, für die der Anbau und die Pflege des schon seit biblischen Zeiten symbolträchtigen Olivenbaumes identitätsstiftend ist. All diese Faktoren schränken die Möglichkeiten, eine diversifizierte, wirtschaftlich ertragreiche und qualitativ hochwertige Landwirtschaft zu betreiben, erheblich ein.

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Was die palästinensischen Bauern und Bäuerinnen aus dieser Situation machen, könnt Ihr im nächsten Blogpost lesen!

Fini Hennig ist Ethnologin mit Spezialisierung auf den Nahen Osten/Nordafrika und macht derzeit ihren zweiten Master im Fach Nachhaltiges Tourismusmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Sie liebt auch die Küche der Region und beschäftigt sich deshalb in ihrer Abschlussarbeit mit palästinensischem Essen und dessen Bedeutung für die Konstruktion einer kollektiven palästinensischen Identität in Palästina und der Diaspora.

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Conflictfood & Slowfood

Slow Food statt fast Food

Essen ist Genuss – geschmacklich und verantwortungsbewusst. Darum sucht Conflictfood kulinarische Spezialitäten in Konfliktregionen mit dem Ziel die Strukturen vor Ort zu stärken.

Der Aufbau solcher Handelsbeziehungen ist keine Aufgabe, die man von heute auf morgen erledigt. Sie erfordert Fingerspitzengefühl und ist ’slow‘! Slowfood, eine Organisation die vor 30 Jahren als Gegenbewegung zum Fastfood gegründet wurde hat es sich zur Aufgabe gemacht, unsere wertvolle Kultur des Essens und Trinkens am Leben zu erhalten.Der Maßstab von Slowfood ist: gut, sauber und fair! Geschmacklich einwandfrei und nachhaltig erzeugt mit einer fairen Entlohnung für die getane Arbeit. Die Lebensmittel sollen so produziert werden, dass weder Mensch, Natur noch Tier dabei zu schaden kommen und das passiert nicht im Geschwindigkeitsrausch. Genau dafür steht die Weinbergschnecke, das Logo von Slowfood: Qualität braucht Zeit. Dazu gehört nun mal auch eine nachhaltige und umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, die auch unsere biologische Artenvielfalt schützen soll.

Deswegen haben die Slowfood Genießer vor 10 Jahren ein weiteres Projekt ins Leben gerufen: Die Arche des Geschmacks. Diese schützt weltweit über 3.000 regional wertvolle Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Vergessen und Verschwinden, die unter den gegenwärtigen ökonomischen Bedingungen am Markt nicht bestehen oder „aus der Mode“ gekommen sind. Mit dem Wissen, dass biologische Vielfalt regionale Wurzeln besitzt, bewahrt die „Arche des Geschmacks“ das kulinarische Erbe der Regionen. Schwerpunkt der Arbeit ist das aktive Sammeln, Beschreiben, Katalogisieren und Bekanntmachen der Passagiere. Das Motto lautet: Essen, was man retten will! Denn: Was nicht gegessen wird, wird nicht nachgefragt, kann also nicht verkauft werden und wird deshalb nicht hergestellt. Die „Arche des Geschmacks“ ist ein eingetragenes Warenzeichen von Slow Food International. Das Projekt wurde 1996 ins Leben gerufen, in Deutschland gibt es zur Zeit 58 Arche-Passagiere.

Die Biodiversität Palästinas

Auf dem diesjährigen Festival Stadt Land Food haben wir von Conflictfood uns mit Slowfood Berlin zusammengetan und die kulinarische Vielfalt Palästinas verkostet.Unsere vielfältige Ernährung ist eng verbunden mit unserer kulturellen Identität. Was nicht nachgefragt wird, wird nicht produziert und ein großer Teil unseres Kulturguts geht verloren. Identität spielt für das Leben und Überleben der Palästinenser eine wichtige Rolle. Auch in der palästinensischen Küche sind zahlreiche identitätsstiftende und traditionelle Kulturgüter zu finden: Beispielsweise Akkoub und Loof. Beide Pflanzen gelten als Delikatessen – wenn man weiß, wie man sie richtig zubereitet. Akkoub ist eine Wildpflanze, die in Berglandschaften zu finden ist. Seine Vorbereitung wurde sogar einst als Ritual gefeiert. Ebenso wie Loof! Die Zubereitung von Loof ist besonders schwierig, da die Pflanze roh giftig ist und schnell einen starken bitteren Geschmack hervorrufen kann. Wegen dieser Schwierigkeiten sind beide Pflanzen in Gefahr aus der kulinarischen Welt zu verschwinden.

Akkoub

Freekeh

Ein weiterer Passagier, der einen Ehrenplatz auf der Arche einnimmt, ist Freekeh. Freekeh ist ein grün geernteter und über Flammen gerösteter Weizen mit jahrtausendalter Tradition. Das Wort Freekeh kommt aus dem Arabischen und bedeutet „reiben“. Denn die Geschichte besagt, dass Freekeh durch einen Zufall entdeckt wurde. Bei einem Angriff auf ein Dorf wurden junge Weizenfelder in Brand gesetzt. Die Dorfbewohner versuchten verzweifelt ihre Ernte zu retten indem sie den verbrannten Teil abrieben. Heraus kam ein gerösteter, köstlicher Kern! Und somit erhielt das Weizen seinen Namen. Es gilt als Spezialität in vielen arabischen Ländern, insbesondere in Palästina und viele traditionelle Gerichte werden mit dem Weizen kombiniert. Denn es ist ein natürlicher Gesundheits-Booster, eine Proteinquelle und reich an Ballaststoffen. Es ist die ideale Ergänzung für Sportler und sogar sehr gut für Diabetiker geeignet! Und das Wichtigste: Es ist super lecker.

 

In Syrien, Palästina uns Jordanien steht das besondere Korn schon seit vier Jahrtausenden auf dem Speiseplan. In Europa ist es noch weitgehend unbekannt. Im Norden der Westbank, der Kornkammer Palästinas, hat Conflictfood eine Gruppe von Bio-Bauern getroffen, die Freekeh nach alter Tradition anbauen und ernten. Diesen Bauern möchten wir neue Absatzmärkte eröffnen und ihnen durch direkten und gerechten Handel eine stabile wirtschaftliche Perspektive bieten.Get Freekeh!Unser Konsum hat Auswirkungen auf andere Menschen auf der Welt. Wir möchten gemeinsam mit dir neue Wege gehen und zeigen, dass soziale Verantwortung und Handel betreiben, sich nicht ausschließen, sondern zusammengehören. Conflictfood ist deine Alternative. Wie begegnen unseren Partnern respektvoll und auf Augenhöhe.

Lasst uns gemeinsam mit der Arche des Geschmacks das Kulturgut Freekeh vor der Vergessenheit bewahren und gleichzeitig die Bauern aus der Westbank unterstützen. Damit wir unser Essen in vollen Zügen genießen können: geschmacklich und verantwortungsbewusst.

Hier gibt es unser Conflictfood Freekeh